Gleich zwei Mal ist Kabarett zu erleben

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Schwäbische Zeitung

Wolfgang Krebs ist am Mittwoch, 7. Oktober, mit der Vorpremiere „Vergelt’s Gott“ um 20 Uhr in der Stadthalle Wangen zu sehen. Und Josef Brustmann kommt am Freitag, 9. Oktober, um 20 Uhr mit dem Kabarett „Kauf’ Dir rote Schuh“ im Dorfgemeinschaftshaus Deuchelried zu sehen. Besucher müssen mit Mund- und Nasen-Schutz zu den Veranstaltungen kommen, am Platz kann dieser abgenommen werden.

Zum Inhalt von Wolfgang Krebs’ Programm laut Pressemitteilung: Eine dramatische Lage: Die Hölle ist übervoll mit bayerischen Politikern – dafür kommt im Himmel schon seit vielen Jahren keiner mehr an. Notstand im Paradies!!! Nach Jahrzehnten der Stille wird der direkte Draht der bayerischen Staatsregierung vom Himmel ins Hofbräuhaus reaktiviert. Alois Hingerl wurde längst ersetzt: König Ludwig ist seit 2007 geheimer Rat von Petrus persönlich, sein direkter Ansprechpartner auf Erden: Edmund Stoiber. Der Kini bittet einzelne Kandidaten zum Rapport. Diese informieren die Himmlischen Mächte über die Situation in Bayern. Dabei halten sie die ein oder andere Bewerbungsrede für ihre Parteimitglieder und lassen auch durchaus irdische Interessen mit einfließen. Das Ende vom Lied: wir kommen alle in den Himmel. Wolfgang Krebs schlüpft virtuos in die Erscheinungsbilder und Stimmbänder aktueller Politiker und Zeitgenossen.

Und zum Inhalt von Josef Brustmanns Programm heißt es in der Mitteilung: Das Schöne an Brustmanns Kabarett, das virtuos Musik, Zeitgeist und Politik kombiniert, ist: Bei aller bitterbösen Schärfe und wütender Empörung vergisst er nie die menschenfreundliche, anheimelnde Verpackung.“ Dass sie mal untergehen würde, die Erde, war allen klar – warum auch nicht? Die Sonne macht das jeden Tag! War doch klar, dass sich irgendein Trumpl findet, der den roten Knopf drückt. Aber es kam alles anders. Die Erde kippte plötzlich von sich aus auf die rechte Seite, viele verloren da Gleichgewicht und stürzten ins All. In England klaute jemand im Durcheinander die Kronjuwelen, in Oberammergau tauchte in einem Wirtshaus das Bernsteinzimmer wieder auf. In Dr. Markus Söders Staatskanzlei fielen alle soeben aufgehängten Kreuze von der Wand. Alle Lufthansa-Piloten brachen sofort einen Streik vom Zaun. Und als in Berlin aus der Kuckucksuhr des Heimat- und Innenministers Horst Seehofer ein brennender Kuckuck wie ein Beelzebub herausfuhr, dabei mehrere Male „Asylantenraus-Asylantenraus“ schrie, entgleiste zeitgleich wie durch Zauberhand in Ingolstadt Seehofers Märklin-Eisenbahn (wer hatte die Weichen falsch gestellt?). Durch ganz Oberbayern ging ein gewaltiger Rechtsruck. In Berlin zog sich Angela Merkel für immer in ihre Raute zurück, ohne noch einen Erben für ihre 270 Hosenanzüge eingesetzt zu haben. Noch ehe Frau Dr. Storch das Ruder an sich reißen konnte, implodierte der Stern. Von Adam und Eva und dem jüngsten Gericht keine Spur – alles frei erfunden. Nur ich, der Dokumentarist, überlebte vorläufig, weil in Wolfratshausen immer erst alles 20 Jahre später passiert. Kauf dir die roten Schuh, hör ich mich noch zu meiner Frau sagen, das Leben ist kurz.

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