Gesichtsschild gilt nicht als Mund-Nasen-Schutz

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 Gesichtsschilder wie dieses, hier symbolhaft dargestellte, gelten nach den Verordnungen des Landes Baden-Württemberg nicht als
Gesichtsschilder wie dieses, hier symbolhaft dargestellte, gelten nach den Verordnungen des Landes Baden-Württemberg nicht als Mund-Nasen-Schutz, der zum Beispiel beim Einkauf Pflicht ist. (Foto: Ulbrichts Protection/obs)
Schwäbische Zeitung
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Das Ordnungsamt der Stadt macht laut Mitteilung vom Donnerstag „aus gegebenem Anlass“ darauf aufmerksam, dass derzeit sowohl Kunden als auch Personal in Geschäften und Einkaufszentren eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen, wenn sie sich im Verkaufsraum aufhalten. Das heißt auch: So genannte Gesichtsschilder genügen dafür nicht.

Ausnahmen lässt das Land aber zu, berichtet die Stadt. So heißt es demnach in der Corona-Verordnung und den FAQs vom 27. April dazu: „Diese Pflicht gilt nicht, wenn dies aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist, wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist.

Sie gilt auch nicht, wenn es einen anderen mindestens gleichwertigen baulichen Schutz gibt, etwa für Kassierer und Kassiererinnen, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten.“

Auch in der Gastronomie, die ab Montag schrittweise wieder öffnen darf, sei das Personal zum Tragen der Masken verpflichtet. Gäste können an ihrem Platz darauf verzichten, müssen sie aber angelegt haben, wenn sie ein Lokal betreten und sie sich im Raum bewegen.

Ferner teilt die Stadt unter Berufung auf die Verordnung mit: Es genüge nicht, wenn Personal und Kunden oder Gäste mit einem Gesichtsschild oder „Faceshild“ ausgestattet sind, also ein Schutzschild aus dünnem und hochtransparentem Polyester mit Bügel tragen.

Wörtlich heiße es dazu in der Verordnung: „Schutzschilde sind lediglich eine Art ‚Spuckschutz‘ oder Schutzbrille. Sie eignen sich als zusätzliche Komponente der persönlichen Schutzausrüstung für Tätigkeiten, bei denen es spritzt.

Beim alleinigen Einsatz eines Schutzschildes fehlt eine Filterwirkung der Ausatemluft, wie sie bei Gewebe gegeben ist. Insofern ist ein Schutzschild – wie ein Motorradhelm – als ungeeignet anzusehen.“

Auch verweist die Stadt auf immer wieder stattfindende Kontrollen zu den Corona-Verordnungen. Dabei könne es zu Anzeigen kommen, sollten nicht die landesweit vorgeschriebenen Masken im Einsatz sein. Der Hintergrund zu den Gesichtsschildern: Seit der Mund-Nasen-Schutz Pflicht ist, sind diese in diversen Wangener Geschäften immer wieder zu sehen.

Die Schilde sind vor allem beim Verkaufspersonal beliebt, weil sie ihnen bislang als Maskenersatz das Atmen während der stundenlangen Arbeit erleichtert haben.

Nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ ist diese Lösung bei manchen Kunden aber auf wenig Verständnis gestoßen.

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