Franz Rädler schwer verletzt - der Schock beim FC Wangen sitzt tief

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Außenverteidiger Franz Rädler (rechts) wird dem FC Wangen lange fehlen.
Außenverteidiger Franz Rädler (rechts) wird dem FC Wangen lange fehlen. (Foto: Josf Kopf)
Markus Prinz

Der FC Wangen empfängt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga Württemberg den FC 07 Albstadt zum Kellerduell. Durch den Auswärtssieg in Breuningsweiler kletterte der FC Wangen in dieser Spielzeit erstmals auf einen Nichtabstiegsplatz. Verzichten muss der FCW im Abstiegskampf auf seinen Dauerbrenner.

Die gute Stimmung beim FC Wangen nach dem enorm wichtigen Sieg in Breuningsweiler wurde bereits am Dienstagabend im Training deutlich getrübt. Franz Rädler, der in dieser Saison bei jedem Spiel auf dem Platz stand, hat sich im Mannschaftstraining eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen. Nachdem Rädler mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde, war auch das Training für seine Mannschaftskollegen beendet. Zu groß war der Schock seiner Mitspieler. „Das war kein schönes Bild, als der Fuß eine unnatürliche Position einnahm. Danach war für uns sicher nicht mehr an Trainieren zu denken“, sagte ein sichtlich bedrückter Wangener Trainer Adrian Philipp.

Die genaue Diagnose steht aus

Eine ganz genaue Diagnose stand noch aus, aber im Abstiegskampf wird Rädler seiner Mannschaft wohl nicht mehr helfen können. „Sein Fuß ist irgendwie aus dem Gelenk gesprungen, dadurch sind alle Außenbänder gerissen“, schilderte Philipp weitere Details. An eine Rückkehr Rädlers in der laufenden Saison glaubt er daher nicht mehr, „für ihn wird diese Runde gelaufen sein“. Rädler, der auf der Außenverteidigerposition gewohnt die Außenlinie auf und ab marschiert, wird Philipp schmerzlich vermissen, „Franz war richtig gut drauf, mit seiner aufopferungsvollen Art Fußball zu spielen, wird er uns natürlich sehr fehlen“.

Philipp will versuchen, den Fokus schnellst möglich wieder auf den Fußball zu legen. „Auch wenn es sicher nicht einfach ist, müssen wir das jetzt irgendwie abschütteln, ordentlich trainieren und uns auf das wichtige Spiel am Samstag gegen Albstadt konzentrieren.“ Ein großes Fragezeichen steht zudem noch hinter den Einsätzen von Mario Vila Boa und Fabian Eninger. Vila Boa musste am Sonntag wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden und wird aller Voraussicht nach auch am Samstag fehlen. „Mario hat sich vermutlich einen Muskel gezerrt, wir wollen da kein Risiko eingehen und somit wird er ziemlich sicher nicht spielen“, sagt Philipp. Eninger laboriert immer noch an seiner Sprunggelenksverletzung, die er sich im Heimspiel gegen Sindelfingen zugezogen hat und auch schon in Breuningsweiler außer Gefecht setzte. Nach den Ausfällen von Thomas Maas und Rädler, wären das zwei weitere wichtige Stützen im Wangener Spiel, die kaum zu kompensieren sind. „Wenn alle vier ausfallen, wäre das natürlich schon heftig für uns. Aber dann müssen eben die anderen zeigen, dass sie es auch können“, sagt Philipp.

Auch wenn es die Aufgabe gegen Albstadt nicht einfacher machen würde, geht der FCW-Trainer optimistisch ins Spiel: „Wir wollen zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf unbedingt gewinnen und den Abstand auf die Abstiegsplätze weiter vergrößern.“ Zumal sich der FC Wangen auf dem Kunstrasenplatz am hinteren Ebnet, wo er in dieser Spielzeit letztmals spielen wird, bevor der Umzug ins Allgäustadion ansteht, sehr wohl zu fühlen scheint und sich zu einer richtigen Heimmacht entwickelt hat. Seit der 0:2-Niederlage im November 2017 gegen Dorfmerkingen wurde Wangen auf dem eigenen Kunstrasenplatz nicht mehr bezwungen. Damit diese Serie auch nach dem Spiel gegen Albstadt besteht, fordert Philipp von seiner Mannschaft besseres Zweikampfverhalten als noch beim 2:1-Sieg in Breuningsweiler. „Albstadt ist eine sehr robuste und kampfstarke Mannschaft, da müssen wir dagegenhalten, das haben wir am Sonntag phasenweise sehr vermissen lassen“, sagt Philipp. Ebenso appelliert er an seine Spieler, weniger unnötige Fouls zu begehen, was auch im letzten Spiel schon zu unzähligen Freistoßmöglichkeiten für den Gegner geführt hat: „Das darf uns gegen Albstadt nicht passieren, die sind uns, was die Größe angeht, deutlich überlegen und sehr gefährlich bei Standardsituationen.“

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