Flohmarkt und Oldtimertreff leiden beim Brückenfest unter der Hitze

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Bei Flohmarkt, der in jedem Jahr Bestandteil des Schwarzenbacher Brückenfestes ist, waren vor allem Schattenplätze gefragt.
Bei Flohmarkt, der in jedem Jahr Bestandteil des Schwarzenbacher Brückenfestes ist, waren vor allem Schattenplätze gefragt. (Foto: Vera Stiller)
Vera Stiller
Redakteurin

Dem Schwarzenbacher Brückenfest, das seit einigen Jahren unter freiem Himmel und auch nur noch an zwei Tagen gefeiert wird, hat am vergangenen Wochenende fraglos die große Hitze zugesetzt. Zum Flohmarkt am Samstag kamen weniger Händler und Schnäppchenjäger, zum Frühschoppen am Sonntag blieben zahlreiche Oldtimer in der Garage stehen. Gleichwohl sprachen die Verantwortlichen von zwei guten Tagen in entspannter Atmosphäre.

Für Monika Merk aus Vogt, die in jedem Jahr ihren Stand mit Schätzen aus vergangenen Zeiten aufstellt, war die Sache klar: „Die Leute scheuen allzu sommerliches Wetter.“ Hatte sie sich sonst noch vor 7 Uhr morgens einen Platz auf dem Gelände der Firma Bernhard sichern müssen, gab es am Samstag auch danach noch „freie Auswahl“. Doch Merk, die ihre Ware von Bekannten erhält, verfolgt an jedem Wochenende und bei jedem Wetter ihr Ziel: Die Einnahmen gehen in vollem Umfang an karitative Einrichtungen.

Bis auf wenige Ausnahmen bevorzugten die Händler reine Schattenplätze. Da lag dann „Heiliges und Unheiliges“ neben Dingen aus, „die man zwar nicht braucht, aber einfach schön findet“. Ein Kaffeegeschirr mit Goldrand veranlasste einen Mann mittleren Alters dazu, auf die Vorzüge des Handspülens hinzuweisen. Und der Weihnachtsschmuck einen Tisch weiter war dazu gedacht, „an kühlere Temperaturen zu denken“.

Auf der Bühne eröffnete zur gleichen Zeit der Nachwuchs das bunte Musikprogramm. Nachdem das Vororchester wie auch die Jugendkapelle aus Roggenzell, Schwarzenbach und Primisweiler ihre Visitenkarte abgegeben hatten, spielte die Musikkapelle Deuchelried zur Mittagszeit auf. Am Nachmittag hatten sich genügend Gäste eingefunden, um mit der „Generation Polaroid“ rockige Klänge zu genießen. Die fünf Allgäuer von der „Spätschicht“ waren es dann, die bis zum Anbruch der Dunkelheit von der Oberkrainer-Volksmusik über Schlager bis hin zu Partyhits alles hören ließen. Spätestens, als „Scho wieder mir“ die Bühne stürmte, kannte die Fröhlichkeit wie auch die Tanzlaune keine Grenzen. „Es war knackevoll“, sagte im Nachhinein Saxofonistin Christiane Link-Raule, die an beiden Tagen als Bedienung fungierte und ergänzte: „Es waren lauter nette Leute da, die guter Stimmung waren und Spaß miteinander hatten.“

Der Sonntagvormittag gehörte ganz der Musikkapelle Niederwangen. Ihr Auftritt war das Dankeschön fürs Entgegenkommen der Schwarzenbacher, das Fronleichnamsfest in Niederwangen musikalisch zu umrahmen. Die Veranstalter, selber, glücklich über ein gelungenes Wochenende, bestritten den Ausklang des Brückenfestes.

Bleibt noch zu erwähnen, dass am Samstag das Puppentheater „Toldrian“ die kleinen und großen Kinder erfreute und sich Kunstschmiedemeister Martin Tretter wie auch eine Glaskünstlerin bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen ließen.

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