Film „Roma“ eröffnet das neue „Weiße Wand“-Programm

Lesedauer: 4 Min
 Im Lichtspielhaus Sohler läuft am Montag, 8. April, und am Dienstag, 9. April, das Drama „Roma“ .
Im Lichtspielhaus Sohler läuft am Montag, 8. April, und am Dienstag, 9. April, das Drama „Roma“ . (Foto: Weiße Wand)
Schwäbische Zeitung

Die Filminitiative „Weiße Wand“ startet in sein neues Frühjahr/Sommer-Programm. Bis Anfang Juli laufen im Lichtspielhaus Sohler sechs ausgewählte Filme aus Mexiko, Polen, Lettland, China, Chile und dem Iran, heißt es in einer Pressemitteilung. Los geht es am Montag mit dem oscar-prämierten Film „Roma“.

Das Drama „Roma“ wird am Montag, 8. April, und am Dienstag, 9. April, jeweils um 20.15 Uhr gezeigt. Der Film des mexikanischen Filmregisseurs Alfonso Cuarón entfalte seine ganze Pracht erst auf der großen Leinwand, heißt es in der Mitteilung weiter. Obwohl er seit Mitte Dezember beim Streaminganbieter Netflix verfügbar sei, halte er sich weiter tapfer in den deutschen Kinos. „Roma“ ist die filmische Reflexion von Cuaróns eigener Kindheit, in dessen Zentrum der Lebensalltag des Dienstmädchens Cleo steht. „Roma“ errang bei der diesjährigen Oscar-Prämierung mit zehn Nominierungen und drei Oscars den zweiten Platz.

In Małgorzata Szumowskas Satire „Die Maske“ (29. und 30. April) über Provinzialismus, niedere Instinkte und heuchlerische Frömmigkeit in ihrem Heimatland Polen geht es um den jungen Bauernsohn und Heavy-Metal-Fan namens Jacek. Er arbeitet mit am Bau einer riesengroßen Jesusstatue und bekommt nach einem Unfall als lebensrettende Maßnahme ein neues Gesicht transplantiert.

Der lettische Jugendfilm „Mellow Mud“ (13. und 14. Mai) handelt laut Mitteilung von Raya und ihrem jüngeren Bruder Robis, die ohne Eltern in einer ländlichen Gegend aufwachsen und sich durchs Leben schlagen müssen.

Der chinesische Animationsfilm „Have a Nice Day“ (27. und 28. Mai) ist eine kühle Kombination aus schwarzer Komödie, Fantasy-Elementen und Kriminalgeschichte. Alles dreht sich um eine Tasche voll Geld, die mehrmals den Besitzer wechselt. Im Vorprogramm läuft der Kurzfilm „Der Wechsel“ von den Kölner Westendfilmern Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler.

In „Rey“ (24. und 25. Juni) erzählt der chilenische Filmemacher und Videokünstler Niles Atallah auf eigenwillig-experimentelle Weise die wahre Geschichte vom Scheitern eines französischen Abenteurers im 19. Jahrhundert, der sich zum König, Anwalt und Befreier der indigenen Völker Patagoniens erklärt hatte, so der Pressetext.

Der letzte Film vor der Sommerpause ist „A Man of Integrity“ von Mohammad Rasoulof (8. und 9. Juli) aus dem Iran. Reza, der als Student an Arbeiterprotesten in Teheran beteiligt war, hat sich aufs Land zurückgezogen, um ein rechtschaffenes Leben zu führen. Doch bald zwingt ihn ein korrupter Clan mit ihm zu kooperieren.

Alle Filme beginnen um 20.15 Uhr und werden in der jeweiligen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen