FC Wangen startet gegen den Liganeuling

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 Für Joachim Heinzelmann (am Ball) gab es vor dem ersten Saisonspiel von Wangens Trainer Adrian Philipp ein Sonderlob.
Für Joachim Heinzelmann (am Ball) gab es vor dem ersten Saisonspiel von Wangens Trainer Adrian Philipp ein Sonderlob. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Fußball-Verbandsligist FC Wangen startet am kommenden Samstag (14 Uhr) in die neue Spielzeit 2019/2020. Zum Saisonstart gastiert der Aufsteiger aus Hofherrnweiler-Unterrombach im Wangener Allgäustadion.

Einen Saisonstart wie im vergangenen Jahr, mit acht Niederlagen in Serie, soll in der kommenden Saison möglichst vermieden werden, denn eine Aufholjagd wie in der Vorsaison glückt dem FC Wangen wohl kein zweites Mal. Daher sollen schon am Samstag die ersten Zähler auf das Wangener Punktekonto. „Wir spielen zu Hause gegen einen Aufsteiger, da wollen wir unsere zuletzt gezeigte Heimstärke unter Beweis stellen und auch gewinnen“, sagt Wangens Trainer Adrian Philipp.

Philipp, der von einer „eher durchwachsenen“ Vorbereitung spricht, denn in den Trainingseinheiten musste er verletzungs- oder berufsbedingt immer wieder auf etliche Spieler verzichten. Zum Ende der Vorbereitung entspannte sich die Lage ein wenig und die Ergebnisse in den Testspielen wurden auch teilweise erfolgreicher. Nachdem der FC Wangen in der zweiten Trainingswoche noch mit 0:3 beim Bezirksligisten TSV Heimenkirch verlor, folgten Siege gegen Landesligist SV Weingarten (4:3) und auch ein überraschender Sieg beim Wangener Allgäu Cup gegen den A-Junioren Bundesligist SSV Ulm (1:0).

Die verbesserte Form wurde in der vergangenen Woche auch in der ersten Runde des WFV-Pokals bei der zweiten Garnitur der TSG Balingen bestätigt. Zwar tat sich der FC Wangen gegen den Landesligisten zu Beginn noch schwer, aber am Ende gewann der Verbandsligist standesgemäß mit 4:1. „Gegen die zweite Mannschaft der TSG Balingen, die mit vier Spielern aus dem Regionalligakader verstärkt wurde, hatten wir in den ersten 30 Minuten noch mächtig zu kämpfen. Danach wurde unser Spiel besser und wir haben verdient gewonnen“, sagte Philipp.

Wahrscheinlich fällt Wellmann aus, dafür ist Maas im Kader

Nicht so glücklich war Philipp über die Verletzung seines Doppeltorschützen Daniel Wellmann: „Daniel hat sich in Balingen an der Leiste verletzt, es schaut fürs Wochenende noch nicht so gut aus.“ Ebenfalls fraglich fürs Spiel am Samstag ist Enes Demircan, der unter der Woche im Training umgeknickt ist, sowie Mario Vila Boa, der noch mit muskulären Problemen zu kämpfen hat und bislang nur wenig trainieren konnte. Sicher ausfallen wird zudem Patrick Kramer, der sich beim Allgäu Cup eine hartnäckige Bauchmuskelverletzung zugezogen hat. Freude bereitet Philipp derweil der Gesundheitszustand von Torjäger Thomas Maas, der nach seiner Hüft-OP zu Beginn des Jahres bereits wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und sogar einen Kurzeinsatz beim Pokalspiel in Balingen erhielt: „Thomas war in der Vorbereitung in jedem Training und ist viel gelaufen. Er hat aktuell keine Schmerzen und hat sich von seiner Verletzung sehr gut erholt.“ Daher wird Maas auch am Samstag wieder im Wangener Kader stehen, aber wohl erst auf der Bank Platz nehmen müssen. „Wir gehen bei Thomas sicher kein Risiko ein, es reicht für ihn aktuell für maximal 20 Spielminuten“, sagt Philipp.

Aber nicht nur der Kurzeinsatz von Maas sorgte am Wochenende für eine Überraschung, auch der Startelfeinsatz von Neuzugang Joachim Heinzelmann war im ersten Pflichtspiel nicht zu erwarten. Der 27-jährige Heinzelmann, der vor der Saison vom Kreisligisten SV Wolfegg nach Wangen kam und zudem beinahe die komplette Rückrunde verletzt war, überraschte mit seinen gezeigten Leistungen in den ersten Testspielen. „Joachim hat sich super eingefügt und ist in einem überragenden körperlichen Zustand. Auch wenn er gerade im Spiel mit dem Ball noch Verbesserungspotenzial hat, ist er am kommenden Samstag auf jeden Fall eine Option für die erste Elf“, lobt Philipp seinen Neuzugang.

Ein Lob hat Philipp auch für den kommenden Gegner aus den beiden Aalener Teilorten Hofherrnweiler und Unterrombach übrig: „Da kommt ein guter Aufsteiger zu uns ins Allgäu.“ Auch wenn Philipp die TSG nicht kennt, sind ihm doch einige Akteure beim Aufsteiger bekannt. „Die reisen nicht ausschließlich mit Landesligaspielern an, da sind einige gestandene Verbandsligaspieler dabei, die schon in Gmünd oder Essingen höherklassig gespielt haben“, weiß Philipp.

Auch wenn der Name der Gäste in der Verbandsliga nicht gerade viel Glanz versprüht, kommen sie sicherlich mit einer großen Euphorie nach Wangen, denn die TSG hat erst vor Kurzem den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte gefeiert. Der Landesligameister steht vor seiner ersten Saison in Württembergs höchster Spielklasse und wird wohl alles daran setzen, dass es nicht die letzte Saison bleiben wird.

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