FC Wangen gastiert beim Vorletzten Fellbach

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 Beim FC Wangen (li. Kaan Basar) hadern sie noch immer mit der dürftigen Leistung gegen den TSV Heimerdingen.
Beim FC Wangen (li. Kaan Basar) hadern sie noch immer mit der dürftigen Leistung gegen den TSV Heimerdingen. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Der Fußball-Verbandsligist FC Wangen kämpft am Samstag um 15.30 Uhr in Fellbach wieder um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Nachdem es zuletzt zu Hause gegen das Tabellenschlusslicht Heimerdingen nur zu einem 4:4 reichte, sollen die Punkte nun beim Vorletzten geholt werden.

Sichtlich angefressen war Wangens Trainer Adrian Philipp nach dem 4:4 im Allgäustadion gegen das Schlusslicht Heimerdingen. Vielleicht war es daher für seine Spieler besser, dass Philipp aufgrund einer kleinen Operation die ersten beiden Trainingseinheiten in dieser Woche verpasste. Ansonsten wäre es vielleicht lauter geworden bei der Aufarbeitung der Partie, da Philipp mit dem Auftritt seiner Mannschaft auch unter der Woche noch zu kämpfen hatte. „Wenn du gegen den Tabellenletzten, der in den ersten zehn Saisonspielen gerade mal zehn Treffer erzielt hatte, zu Hause vier Gegentore bekommst, hast du in der Abwehrarbeit nicht viel richtig gemacht.“

Obwohl der FC Wangen vier Tore erzielte, war Philipp mit seiner Offensivabteilung ebenso keineswegs zufrieden. „In Führung liegend haben wir uns in der zweiten Halbzeit aus dem Spiel heraus keine Torchance erarbeitet und schafften es so nicht nachzulegen.“ Wahrlich taten sich die Wangener gegen die schlechteste Abwehr der Liga schwer, spielerische Lösungen zu finden. Da nimmt Philipp seine Führungsspieler in die Pflicht: „Wir hatten einige gestandene Verbandsligaspieler auf dem Platz, da erwarte ich schon, dass sie das Spiel lenken und nicht nur mit dem Schiedsrichter diskutieren, wenn es mal nicht läuft.“

Das soll am Samstag beim Aufsteiger Fellbach besser werden. „Da müssen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen, sonst gibt es da nichts zu holen“, meint Philipp. Der SV Fellbach, der nach elf Jahren Abstinenz als Landesligameister aufgestiegen ist, hat bisher mit noch größeren Problemen zu kämpfen. Sechs Zähler trennen den Sportverein aus dem Rems-Murr-Kreis bereits vom Abstiegsrelegationsplatz, auf dem derzeit der FC Wangen rangiert. Lediglich gegen die Mitaufsteiger Hofherrnweiler-Unterrombach und Heimerdingen hat der SV Fellbach gewonnen, ansonsten gab es nur noch einen Punkt beim Saisonauftakt gegen Gmünd. Daher ist auch Fellbachs Trainer Giuseppe Greco mit der aktuellen Situation alles andere als zufrieden. Vor allem die 1:4-Niederlage beim Drittletzten TSG Tübingen nagt noch mächtig an ihm. „Es hat sich keiner gewehrt, jeder war zu sehr mit sich selbst beschäftigt.“ Auch die Einstellung hat aus Sicht des Trainers zuletzt nicht gestimmt. „Wir übernehmen keine Verantwortung, wir sind nicht gierig genug, weil wir denken, wir kriegen immer wieder Chancen. Aber so ist es eben in der Verbandsliga nicht.“

Viele Parallelen sind zwischen den beiden Mannschaften zu erkennen, beide Teams strotzen aktuell nicht gerade vor Selbstvertrauen und werden versuchen müssen, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Auch wenn die Punkteausbeute die Wangener noch nicht zufriedenstellt, holten sie immerhin vier Punkte aus den vergangenen zwei Partien und erzielten dabei acht Tore. Philipp will die kleine Serie aufrechterhalten und auch in Fellbach punkten. „Von punkten müssen spreche ich ungern, aber wir wollen dieses Spiel natürlich unbedingt gewinnen.“ Verzichten muss der Trainer auf Routinier Florian Knapp, der sich im letzten Spiel eine Muskelverletzung zugezogen hat und voraussichtlich mehrere Wochen fehlen wird.

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