Fast 370 Plätze: Das Erba-Parkdeck ab Silvester geöffnet

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 Ein großes Hallo gab es, als die Hülle an der Einfahrt des neuen Parkdecks fiel: Mit Bauherr Wolfgang Forster (Vierter von rech
Ein großes Hallo gab es, als die Hülle an der Einfahrt des neuen Parkdecks fiel: Mit Bauherr Wolfgang Forster (Vierter von rechts) und Architekt Philipp Grath (Fünfter von rechts) freuten sich Oberbürgermeister Michael Lang (Dritter von rechts) sowie die Bauherren und künftigen Bewohner weiterer Gebäude auf dem Erba-Areal und Mitarbeiter der Stadt Wangen beziehungsweise der Landesgartenschau GmbH. (Foto: Stadt/sum)
Schwäbische Zeitung

Knapp 13 Monate nach dem Spatenstich ist mit dem neuen Parkdeck das zweite Gebäude auf dem Erba-Areal fertiggestellt worden. Bauherr Wolfgang Forster, Oberbürgermeister Michael Lang, Architekt Philipp Grath, die Bauherren und künftigen Bewohner weiterer Gebäude auf dem Erba-Areal sowie Mitarbeiter der Stadt Wangen und der Landesgartenschau GmbH haben jetzt das Parkdeck eröffnet. Es steht ab dem Silvestertag zur Verfügung – und damit zugleich für eine größere Veranstaltung.

Insgesamt hat das Parkdeck nach Angaben der Stadt 367 Stellplätze, wovon die 130 im Erdgeschoss liegenden derzeit öffentlich zugänglich sind. Diese können erstmals zum Silvesterkonzert des Städteorchesters Württembergisches Allgäu am 31. Dezember um 19 Uhr von den Konzertbesuchern genutzt werden. Die Flächen in den beiden oberen Etagen sollen die Fahrzeuge von Mitarbeitern der Unternehmen in der Erba und der Bewohner aufnehmen.

Anfangs ging es schnell – dann kam der Schnee

Wolfgang Forster erinnerte laut Stadt an die zurückliegende Planungs- und Bauzeit. Vor allem zu Beginn seien – auch Dank der zunächst milden Witterung – die Arbeiten durch die Firma Goldbeck sehr schnell vorangekommen. Doch der starke Winterbruch zu Jahresbeginn habe für Verzögerungen gesorgt.

Zum ersten Mal habe sich seine Familie mit dem Parkdeck im November 2016 befasst, als die Gespräche über die Vergabe des Parkhaus-Projekts anliefen. Zunächst sei ein zweistockiger Bau geplant gewesen, doch das Architektur-Büro Grath habe darauf hingewiesen, dass dies für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreiche.

Stadt legte auf die Mauer wert

Da die Stadt nach eigenen Angaben wollte, dass der Bau hinter einer Mauer verschwindet, die jener der früheren Erba ähnelt, sei das dritte Stockwerk zurückgesetzt worden. Wolfgang Forster sagte laut Mitteilung jetzt bei der Eröffnung: „Dieser Bau hat viele Väter, die zusammenpassen müssen.“ Einer sei auch sein Vater, der von Anfang an bei den Überlegungen dabei gewesen sei. Das gelte auch für die Neue Spinnerei. Mit Blick auf deren Sanierung sagte Forster: „Es geht voran!“

Das Parkdeck sei ein Stück Infrastruktur für das gesamte Gebiet, erklärte OB Lang. Die Tatsache, dass die Menschen von dort noch ein paar Schritte zu ihren Häusern, Wohnungen oder Arbeitsplätzen gehen müssten, habe den großen Vorteil, dass sie sich auch begegneten.

130 öffentliche Parkplätze - zunächst

Ob alle 130 Parkplätze auf die Dauer für die öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen werden, müsse die Zeit bringen. Man müsse abwarten, ob noch Parkplätze im Sanierungsgebiet gebraucht würden, berichtet die Stadt. Damals, als in der Erba noch gelebt und gearbeitet wurde, seien Parkplätze nicht notwendig gewesen. Der Stadt sei es sehr wichtig gewesen, das alte Erscheinungsbild zu erhalten. Dies ermögliche jetzt die neue Mauer zur Straße hin.

Der Rathauschef erläuterte bei der Parkdeck-Eröffnung laut Mitteilung auch den weiteren Fortgang in der Erba. Derzeit liefen Gespräche in Sachen Verkauf der Karderie und der Alten Spinnerei. In diesem Zuge erklärte den anwesenden Mitgliedern des bislang dort untergebrachten Erba-Museumsvereins, es gebe Interessenten, die den Verein integrieren wollten – und dies wolle auch die Stadt.

Hülle des Pförtnergebäudes Ende 2020 fertig?

Das Pförtnergebäude, das derzeit eine komplette Baustelle ist, soll nach Worten von OB Lang als Hülle bis Ende 2020 saniert sein. Derzeit liefen die Überlegungen, wie die Innenausstattung aussehen soll. Als attraktiven Innenhof wollen die Bauherren den Bereich zwischen Parkdeck und Pförtnergebäude anlegen, heißt es in dem Schreiben der Stadt weiter.

Jürgen Hartinger vom Erba-Museumsverein überreichte Wolfgang Forster eine Spindel aus alten Beständen. Architekt Philipp Grath übergab Schutzengel an die Gäste der Eröffnung, die Kinder im Ebnet-Kindergarten aus bunten Erba-Hülsen gebastelt hatten. Ulrike Tröbst von der Genossenschaft Wohnen Plus, hob hervor, dass das Erba-Gelände von der Stadt nicht an Investoren, sondern an Liebhaber übergeben worden sei.

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