Die Zentrale Station ist das zentrale Thema

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Bei der Hauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Wangen wurden – eingerahmt vom Technischen Leiter Markus Buhmann (links) und Vorsit
Bei der Hauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Wangen wurden – eingerahmt vom Technischen Leiter Markus Buhmann (links) und Vorsitzenden Jürgen Bolz (rechts) – besonders geehrt (von links): Klaus Geier, Armin Mader, Erich Kemle und Oliver Bolz. (Foto: Vera Stiller)
Vera Stiller
Redakteurin

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Daran mögen die 22 zur DLRG-Hauptversammlung erschienenen Mitglieder gedacht haben, als sie von ihrem Vorsitzenden Jürgen Bolz hörten, dass der Baubeginn für die lang ersehnte Zentrale Station „nach wie vor unbekannt ist“. Und auch dessen Mitteilung wird sie nicht gefreut haben. Bat Bolz doch darum, sich „Gedanken über den künftigen Vorstand“ zu machen. Er möchte sein Amt gerne in jüngere Hände legen.

Seit sich die Mitgliederversammlung 2012 einstimmig für den Bau einer zentralen Rettungsstation ausgesprochen hatte, verzögert sich die Verwirklichung von einem Jahr zum anderen. Der Zuschuss des Landes ist zwar in Sicht, aber mit den genehmigten Mitteln „ist der Bau nicht darstellbar“. Und laut Bolz herrscht beim Landesverband ein Förderstau in der Höhe von 3,5 Millionen Euro. Wie am Samstagabend im DRK-Heim an der Liebigstraße zu hören war, liegen die geschätzten Baukosten bei rund 400 000 Euro.

Mit „Noch schmunzelt man, dass das alles gar nicht wahr sein kann“ bemühte sich Jürgen Bolz noch um Gelassenheit, um dann aber vor Augen zu halten: „Wenn es hart auf hart kommt, wohin bringen wir dann unser Material?“ Nachdem der Standort „Erba“ 2018 wegen der Landesgartenschau geräumt werden musste, ist nun auch der Standort „Alte Feuerwehr“ in Gefahr. Spätestens Ende 2020 muss er geräumt sein.

Was dem Vorsitzenden noch Sorgen bereitet, das sind die fallenden Zahlen im Bereich „Kinder und Jugendliche“. Nicht zuletzt habe dies „einen direkten Einfluss auf die finanziellen Zuwendungen von Stadt und Sportverband. Allerdings konnte Markus Buhmann diesen Schmerz etwas mildern. In seinem Bericht als Technischer Leiter ging er auch auf die Mitgliederentwicklung ein und sagte: „Sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Jugendlichen ist die Tendenz leicht steigend.“ Unter den derzeit 214 Mitgliedern seien immerhin 78 junge Menschen.

18 Kräfte bei rund 50 Allgäuer Einsätzen

Trotzdem versuchte Buhmann, mögliche Ursachen des Rückgangs zu beleuchten. Unter dem Aufgezählten waren die fehlende Möglichkeit für Schwimmkurse im Winter ebenso wie das Fehlen weiterer Trainingszeiten in den Hallenbädern von Eglofs und Haslach. Zudem bemängelte Buhmann die „dezentrale Orientierung“, die schlecht für die Teambildung unter den Jugendlichen sei.

Der Technische Leiter wies auf Lehrgänge in den Bereichen „Boot“ und „Schwimmtraining“ hin, aber ebenso auf die Tatsache, dass das Theoriewochenende für den Rettungsschwimmkurs wegen zu geringer Teilnahme abgesagt werden musste. Erfreulich dagegen zu hören, dass 18 Kräfte bei rund 50 Allgäuer Einsätzen ihren Dienst taten.

Den Kassenbericht trug Andrea Buhmann vor und führte für 2018 ein Plus von 5655 Euro an. Prüfer Joshua Biendarra bescheinigte der jungen Frau eine exzellente Buchführung und bat die Versammlung um eine entsprechende Entlastung, die auch gerne gewährt wurde.

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