Die MTG hat ihre Ziele wieder im Blick

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Sebastian Staudacher wird auch in der kommenden Saison die Geschicke der ersten Mannschaft der MTG Wangen leiten.
Sebastian Staudacher wird auch in der kommenden Saison die Geschicke der ersten Mannschaft der MTG Wangen leiten. (Foto: Archiv Sascha Riethbaum)
Oliver Weishaupt

Nach vierwöchiger Winterpause starten die Württembergliga-Handballer der MTG Wangen mit einem Heimspiel in die Rückrunde. Am Samstagabend ist um 20 Uhr der Tabellendritte TSV Wolfschlugen in der Argensporthalle zu Gast.

„Ich denke, wir haben das Ganze gut rumgebracht“, sagt MTG-Trainer Sebastian Staudacher über die trainingsfreien Tage über Weihnachten. „Es war wichtig, dass die Jungs mal ein bisschen den Kopf freikriegen und was anderes machen.“ Am 30. Dezember und am 2. Januar wurde wieder trainiert. Den letzten Schliff holten sich die Spieler beim Dreikönigsturnier in der Bodenseesporthalle, wo nach souveränen Siegen gegen Gastgeber HSG Friedrichshafen-Fischbach und die TG Biberach sowie einer deutlichen Niederlage im abschließenden Duell gegen den TuS Steißlingen, aktuell ungeschlagener Tabellenführer der Südbadenliga, Platz zwei heraussprang.

„Mir macht es einfach Spaß“

Nach dem sehr frühen Rücktritt von Trainer Gabriel Senciuc und nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen, hat der MTG-Express unter Nachfolger Sebastian Staudacher inzwischen Fahrt aufgenommen: Von den vergangenen acht Partien wurde nur eine verloren. Als Tabellenachter – nur drei Punkte hinter Platz vier – sind die Wangener vor Beginn der zweiten Saisonhälfte wieder mittendrin im Rennen um die Qualifikation für die ab der kommenden Spielzeit eingleisige Württembergliga. Erst vor wenigen Tagen verlängerte Staudacher seinen Vertrag um eine weitere Saison. „Mir macht es einfach Spaß“, begründet der Trainer seine Entscheidung. „Ich sehe, dass es funktioniert und gut harmoniert und ich denke, egal in welcher Liga, kann man die Mannschaft noch weiterentwickeln. Ich freue mich auf die Herausforderungen, die noch kommen.“

Die erste Herausforderung wartet am Samstagabend mit dem TSV Wolfschlugen, der im abschließenden Hinrundenspiel beim Tabellenvorletzten HSG Fridingen/Mühlheim erst in letzter Sekunde noch ein 23:23-Unentschieden schaffte. Im Hinspiel waren die Allgäuer aufgrund der schwachen ersten Halbzeit chancenlos und verloren den Saisonauftakt beim Titelmitfavoriten nach einem Neuntorerückstand zur Pause mit 28:33. „Da hat Wolfschlugen von Anfang an gezeigt, dass sie einen guten Kader haben“, erinnert sich Staudacher an sein erstes von nur zwei Spielen als MTG-Co-Trainer. „Wir waren noch nicht so präsent und haben uns ein bisschen ergeben.“ Davon lässt sich Staudacher nun aber keinesfalls mehr verunsichern: „Das war das Hinspiel und ich gebe nicht so viel drauf, was da war. Ich glaube, es ist viel wichtiger zu gucken, was man tun kann, damit man das nächste Spiel gewinnt.“ Verzichten muss Staudacher auf Stefan Dohrn, der nach seinem doppelten Außenbandriss zwar schon wieder trainierte, nun aber wegen einer Hüftverletzung ausfällt.

Auswärts spielfreudiger

Obwohl Wangen bisher nur bei den beiden Unentschieden gegen Unter-ensingen (32:32) und in Laupheim (31:31) gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte punkten konnte und acht von 14 Rückrundenspielen auswärts bestreiten muss, glaubt Staudacher an eine erfolgreiche Rückrunde. „Wir sind ja auswärts sowieso stärker, da haben wir einfach mehr Spielfreude. Da fällt es uns einfacher, die Leistung abzurufen, die wir eigentlich zeigen können“, erklärt der Trainer. Und weiter: „Wir werden die Rückrunde genauso angehen, dass wir alles dafür geben werden, jedes Spiel zu gewinnen. Und ich denke, das ist schon im Bereich des Möglichen.“

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