Die Fieberkurve zeigt steil nach oben

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Ob Wangens Erik Biedenkapp (links) in Heiningen spielen wird, entscheidet sich kurzfristig.
Ob Wangens Erik Biedenkapp (links) in Heiningen spielen wird, entscheidet sich kurzfristig. (Foto: josef kopf)
Markus Prinz

Fußball-Verbandsligist FC Wangen gastiert am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Heiningen. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Partien hat sich der FC Wangen ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft, dennoch sollten sich die Allgäuer nicht ausruhen und weiter fleißig Punkte für den Klassenerhalt sammeln.

Die Fieberkurve beim FC Wangen zeigt steil nach oben. Durch die zwei Siege gegen die Abstiegskonkurrenten Breuningsweiler und Albstadt in Folge, haben sich die Rot-Weißen von Platz 14 auf zehn nach oben gearbeitet. Hätte das einer im tristen Herbst 2018, mit lediglich einem Punkt aus den ersten neun Spielen, vorhergesagt, hätte man ihn vermutlich für verrückt erklärt. Der FCW stand schon mit dem Rücken zur Wand und wurde schon beinahe abgeschrieben. Nun aber haben die Wangener alle Trümpfe in der eigenen Hand und den Klassenerhalt wieder dicht vor Augen.

Wangens Trainer Adrian Philipp warnt aber vor Überheblichkeit: „Natürlich wollen wir die gute Serie fortsetzen, aber wir wissen auch genau, wo wir herkommen. Mit der aktuellen Ausgangssituation sind wir sehr zufrieden.“ Dass der Klassenerhalt natürlich noch in weiter Ferne ist, ist Philipp bewusst. „Wir brauchen aus den letzten acht Spielen schon noch vier Siege, damit wir uns sicher sein können.“ Auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der Großteil der anderen Abstiegskandidaten noch ein Spiel mehr auszutragen hat und auf den FC Wangen an den letzten zwei Spieltagen noch harte Brocken warten. „Wir wollen die Punkte zum Klassenerhalt schnellstmöglich holen, denn mit Hollenbach und Dorfmerkingen haben wir zum Abschluss noch zwei Aufstiegsfavoriten vor der Brust.“

Also möglichst am Samstag in Heiningen die nächsten drei Punkte holen, um die Lücke zu den Abstiegsplätzen weiter wachsen zu lassen. An die Gastgeber, die auf Platz sechs nur fünf Punkte vor Wangen liegen, hat Philipp keine guten Erinnerungen. „Bei der verrückten Hinspielniederlage ist mal wieder fast alles gegen uns gelaufen.“ Eine unberechtigte Rote Karte, ein Traumtor von Heiningen, haarsträubende Fehler in der Wangener Abwehr und eine Aufholjagd, mit zwei Toren in den letzten Minuten, die nicht belohnt wurde, führten zu der 3:4-Niederlage. Gleichzeitig war es Anfang Oktober aber Wangens bisher letzte Heimniederlage, was dem FC auswärts beim Rückspiel nicht viel hilft, aber dennoch zeigt, dass sich die Allgäuer doch gefestigt haben.

Fabian Eninger und Mario Vila Boa wieder dabei

Natürlich rechnet sich Philipp auch in Heiningen etwas aus: „Wir wollen mindestens einen Zähler mit nach Hause nehmen.“ Zurückgreifen kann Philipp aller Voraussicht nach wieder auf seine angeschlagenen Stammspieler Fabian Eninger und Mario Vila Boa. „Bei Fabian ging es im letzten Spiel schon sehr gut, Mario merkt seine Muskelverletzung immer noch leicht, aber ich hoffe, dass beide erneut spielen können.“ Fehlen wird dem FC Wangen in Heiningen hingegen auf jeden Fall der junge Enes Demircan, der sich eine Blutvergiftung eingefangen hat und erst mal nicht einsatzfähig ist. Hinter dem Einsatz von Erik Biedenkapp steht noch ein Fragezeichen. Biedenkapp der sich in dieser Saison zur Stammkraft entwickelt hat und in den letzten Partien aus der Innenverteidigung ins zentrale Mittelfeld gezogen wurde, ist am Wochenende noch studienbedingt eingespannt. „Bei Erik wird es sich wohl erst am Freitag oder am Samstagmorgen entscheiden, ob er rechtzeitig in Heiningen sein kann“, sagt Philipp.

Wie er seine Mannschaft im Fall eines Ausfalls von Biedenkapp umstellen wird, konnte Philipp unter der Woche noch nicht sagen. „Wir werden das erste Mal in Heiningen auf dessen Kunstrasen spielen. Ich weiß nicht wie groß der Platz ist, daher kann sich unser Spielsystem und auch unsere Aufstellung kurzfristig ändern.“

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