Der Topfavorit kommt zum FC Wangen

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 Der FC Wangen (hinten Jonas Müller, vorne links Luis Metzen) müssen sich mit der TSG Backnang auseinandersetzen.
Der FC Wangen (hinten Jonas Müller, vorne links Luis Metzen) müssen sich mit der TSG Backnang auseinandersetzen. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Bereits am kommenden Donnerstag, dem Tag der Deutschen Einheit, um 14 Uhr empfängt der FC Wangen in der Fußball-Verbandsliga den Tabellenführer TSG Backnang. Der Oberligaabsteiger ist nach neun Spielen noch ungeschlagen und steht seit dem ersten Spieltag ununterbrochen an der Spitze. Die Wangener hingegen warten seit nunmehr fünf Spielen auf einen Dreier und rutschten in den vergangenen Wochen immer tiefer in die Abstiegszone.

David gegen Goliath heißt es am Donnerstag im Allgäustadion, wenn der heimische FC Wangen die TSG Backnang begrüßt. Ob das Spiel vergleichbar ist mit einem Bundesligaspiel gegen den Serienmeister FC Bayern München, beantwortet Trainer Adrian Philipp mit einem klaren: „Nein! Die Unterschiede bei uns sind noch viel extremer.“ Also wäre es eine noch dickere Überraschung, würde der FC Wangen dem Topmeisterschaftsfavoriten ein Bein stellen können. „Da muss schon viel zusammenlaufen, wenn wir gegen Backnang was holen wollen“, sagt Philipp. Für Wangens Trainer kann am Ende der Saison auch nur eine Mannschaft ganz oben in der Tabelle stehen: „Da kommt der absolute Topfavorit auf den Aufstieg zu uns und ich geh auch davon aus, dass sie in dieser Saison durchmarschieren werden.“

Toptorjäger Marinic

Ein Grund, warum Philipp die Backnanger so stark einschätzt, ist auch die Rückrunde in der vergangenen Spielzeit, in der die TSG keineswegs wie ein Absteiger spielte. „Die haben einfach die Hinrunde in der Oberliga völlig in den Sand gesetzt, nach der Winterpause hatten sie einen richtigen Lauf und den führen sie in der Verbandsliga nun fort.“ Wahrlich kann sich die Oberligarückrunde der TSG Backnang sehen lassen: 28 Punkte aus 17 Spielen und ein starker fünfter Platz. Wäre da nicht die verkorkste Hinrunde mit lediglich neun Zählern gewesen, würde Backnang wohl noch immer in der Oberliga spielen. Der Abstieg kann aber auch an einem Namen fest gemacht werden: Mario Marinic. Backnangs Torjäger fehlte fast die komplette Hinserie, dennoch erzielte er in den verbleibenden 19 Einsätzen noch 15 Tore, was am Ende auch nicht mehr für den Klassenverbleib reichen sollte.

So heißt die Gegenwart Verbandsliga und die Gegner Wangen und TSV Berg, anstatt Stuttgarter Kickers und FV Ravensburg, aber die Gäste scheinen die Aufgabe gut angenommen zu haben und mussten in den ersten neun Partien nur beim SSV Ehingen Süd und bei Calcio Leinfelden-Echterdingen die Punkte teilen. Ein Garant für den erfolgreichen Start ist natürlich wieder der 35-jährige Mario Marinic, der in acht Spielen bereits zehnmal eingenetzt hat. Auf diesen erfahrenen Spieler gilt es für die Wangener Defensive ein besonderes Augenmerk zu werfen.

Abwehrchef könnte dabei sein

Hoffnung gibt einerseits der Auftritt am Wochenende in Pfullingen, als man erst spät den 1:1-Ausgleich kassierte und andererseits ein möglicher Einsatz von Abwehrchef Fabian Eninger, der zuletzt privat verhindert war und nun beruflich eine Veränderung vor sich hat. „Fabis Einsatz wäre natürlich sehr wichtig für uns, aber es entscheidet sich erst kurzfristig, ob er spielen kann“, sagt Philipp. Mit seiner Präsenz würde Eninger der Wangener Defensive, die in den vergangenen Spielen alles andere als sattelfest war, sicher wieder mehr Stabilität verleihen.

Sollte Wangen eine Überraschung gelingen, dann nur mit einer konzentrierten Abwehrleistung, ansonsten wird der beste Angriff der Liga (28 Tore in neun Spielen) nicht aufzuhalten sein. „Das wird eine brutal schwierige Aufgabe, aber wir haben nichts zu verlieren und werden alles versuchen die Punkte in Wangen zu behalten“, gibt sich Adrian Philipp zuversichtlich.

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