Der FC Wangen verliert klar in Hollenbach

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 Wieder klar verloren: Kapitän Simon Wetzel (links) sind mit einem 0:3 aus Hollenbach heimgekehrt.
Wieder klar verloren: Kapitän Simon Wetzel (links) sind mit einem 0:3 aus Hollenbach heimgekehrt. (Foto: Archiv: Josef Kopf)
Markus Prinz

Auch die längste Auswärtsheimfahrt derSaison musste Fußball-Verbandsligist FC Wangen am Samstag mit leeren Händen antreten. Nach einer sehr ordentlichen ersten Spielhälfte kassierten die Allgäuer gegen Hollenbach nach der Halbzeit noch drei Gegentreffer. „Wir haben viel investiert, aber am Ende kommt einfach wieder zu wenig raus“, zeigte sich Wangens Trainer Adrian Philipp nach dem Spiel über das Ergebnis sehr enttäuscht.

Auf dem tiefen Rasen in Hollenbach zeigte der FC Wangen gerade in der ersten Spielhälfte eine sehr ordentliche Leistung, auch wenn die ersten Torannäherungen den Hausherren gehörten. Nach einer Viertelstunde wurden auch die Allgäuer im Spiel nach vorne aktiver, eine Flanke von Okan Housein setzte Torjäger Thomas Maas per Flugkopfball nur wenige Zentimeter neben den Torpfosten.

Vom FSV Hollenbach war bis zum Halbzeitpfiff eigentlich nichts mehr zu sehen, Wangen arbeitete gegen den Ball sehr gut und ließ keine Chancen der Gastgeber zu. „Der erste Durchgang war mit das Beste, was wir in dieser Saison bislang gezeigt haben“, sagte Philipp nach der Partie. In der 35. Spielminute drang Wangens Flügelstürmer Jan Gleinser in den gegnerischen Strafraum ein, kreuzte seinen Gegenspieler und wurde zu Fall gebracht, auf einen Pfiff des Unparteiischen warteten die Wangener aber vergeblich. Für Adrian Philipp war es eine klare Sache: „Für mich war es ein klarer Foul-elfmeter und im Nachhinein auch eine spielentscheidende Szene.“ Wangen hatte bis zum Pausenpfiff noch einige gute Kontergelegenheiten, aber meist wurden diese Möglichkeiten nicht konsequent genug ausgespielt oder der zunehmend schlechter werdende Rasen machte den FC-Angreifer einen Strich durch die Rechnung.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber wieder zielstrebiger in ihrem Offensivspiel, aber die ersten beiden Kopfballchancen waren noch sichere Beute von Wangens Schlussmann Julian Hinkel. In der 51. Spielminute war aber auch Hinkel machtlos, einen Einwurf legte Michael Kleinschrodt klasse per Kopf auf Noah Krieger ab, der das Spielgerät unter Kontrolle brachte und mit einem sehenswerten Dropkick zum 1:0 in die Maschen jagte. In dieser Situation machte Philipp seiner Abwehr keinen Vorwurf: „Das 1:0 war super gespielt und kaum zu verteidigen.“ Zehn Minuten später hatte Okan Housein freistehend im Strafraum die große Chance zum Ausgleich, aber sein Schuss ging nur knapp über das Tor. Bereits im Gegenzug bestrafte Hollenbach die mangelnde Chancenauswertung der Wangener, Daniel Wellmann legte sich vor dem eigenen Tor den Ball zu weit vor, Hollenbachs Lorenz Minder sprintete dazwischen und wurde von Wellmann von den Beinen geholt, folgerichtig gab es Foulelfmeter für den FSV. Bei diesem Foul gab es keine zwei Meinungen. „Als Daniel sich den Ball zu weit vorlegt und Minder angerannt kam, wussten alle im Stadion was passiert. Es war ein klares Foul“, wertete Philipp die Strafstoßentscheidung auf Seiten der Hausherren. Michael Kleinschrodt, Hollenbachs bester Spieler auf dem Feld, ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte souverän auf 2:0.

Auch nach dem weiteren Gegentreffer hatte der FC noch gefährlichere Aktionen vor dem Tor der Gastgeber, jedoch waren die Rot-Weißen nicht mehr zwingend genug, um noch den Anschlusstreffer zu erzielen. In der 77. Minute sorgte der eingewechselte Torben Götz für die endgültige Entscheidung, einen langen Ball unterlief die Wangener Hintermannschaft und Götz blieb im Eins gegen Eins eiskalt und schob zum 3:0-Endstand ein.

Der FC Wangen hatte in der Schlussviertelstunde nichts mehr entgegenzusetzen und blieb erneut ohne Tor und ohne Punkte. „Am Ende geht der Sieg dann schon in Ordnung, aber das Spiel hätte auch einen anderen Verlauf nehmen können. Meine Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt, auf die sich auf alle Fälle aufbauen lässt“, sagte Adrian Philipp nach dem Spiel.

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