Der FC Wangen muss ans Limit gehen

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 Der Einsatz des Wangeners Okan Housein (links) in Sindelfingen ist noch fraglich.
Der Einsatz des Wangeners Okan Housein (links) in Sindelfingen ist noch fraglich. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Der FC Wangen spielt am Samstag (15 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga beim VfL Sindelfingen. Die stark eingeschätzten Gastgeber erleben bislang eine durchwachsene Saison und haben von den vergangenen fünf Spielen nur eins gewonnen. Dennoch stehen die Gastgeber zehn Punkte vor dem FC Wangen, die aufpassen müssen, das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren.

Zuletzt schien es beim FC Wangen wieder ein bisschen besser zu laufen, die Ersatzbank war am vergangenen Wochenende außergewöhnlich gut gefüllt und auch die Leistung, vor allem in der zweiten Spielhälfte passte auch. Auch wenn es am Ende gegen den Tabellenzweiten „nur“ zu einem Punkt gereicht hat, weiß auch Wangens Trainer Adrian Philipp, dass die Partie einen anderen Verlauf hätte nehmen können: „Wir hatten zuerst schon auch Glück, nur 0:1 im Rückstand gewesen zu sein, aber dann haben auch wir unsere Chancen auf einen Dreier nicht genutzt.“ Auf die Leistung nach der Pause können die Allgäuer auf alle Fälle aufbauen, die Personalsituation hingegen scheint bereits schon wieder angespannter zu werden. „Wir haben derzeit 16 Spieler zur Verfügung, die waren am Samstag alle im Kader, unter der Woche waren aber wieder nur noch zehn Spieler im Training“, nennt Philipp einen Grund für die durchwachsenen Ergebnisse in dieser Spielzeit: „Die Trainingsbeteiligung ist natürlich viel zu wenig.“

Yannick Huber wird am Samstag in Sindelfingen berufsbedingt definitiv fehlen. Chris Fleischer, der beim Spiel von der zweiten Mannschaft einen Schlag auf den Knöchel erhielt und Spielmacher Okan Housein, der noch einen Pferdekuss vom Samstag wegstecken muss, sind fürs Spiel am Samstag fraglich. „Wenn Chris und Okan auch noch ausfallen, wird es ganz eng, aber jammern hilft eh nichts, zumal sich das schon durch die komplette Hinrunde zieht“, sagt Philipp. Besserung ist vor der Winterpause auch keine mehr in Sicht, die Langzeitverletzten steigen erst nächstes Jahr wieder ins Training und Abwehrchef Fabian Eninger muss sich noch im November aufgrund seiner Meniskusverletzung einer Operation unterziehen und fällt ebenfalls länger aus.

Starkes Sindelfinger Sturmduo

Dennoch sieht Philipp seine Mannschaft in Sindelfingen nicht chancenlos. „Natürlich müssen wir schauen wie unsere personellen Möglichkeiten sind, aber wir müssen ohnehin ans Limit gehen, wenn wir dort etwas holen wollen.“ Den VfL Sindelfingen sieht Philipp „qualitativ sehr gut aufgestellt“ und hebt noch das überragende Sturmduo Lars Jäger und Oliver Glotzmann hervor, das sich hervorragend ergänze. Mit jeweils 14 Torbeteiligungen sind die beiden Offensivspieler maßgeblich an Sindelfingens 32 Saisontoren beteiligt. Jedoch wird Sindelfingens Spielmacher Lars Jäger gegen Wangen gar nicht auflaufen können, denn der beste Vorlagengeber der Liga (neun Torvorlagen), hat sich Anfang November im Training einen Bänder- und Kapselriss zugezogen. „Man muss leider davon ausgehen, dass er in der Hinrunde nicht mehr spielt“, sagte Sindelfingens Trainer Tobias Winter bereits vor zwei Wochen.

Auch wenn man natürlich keinem Spieler eine Verletzung wünscht, verschlechtert dieser Ausfall die Wangener Siegchancen sicherlich nicht. „Es ist bestimmt kein Nachteil für uns, aber wenn wir wieder so viele Fehler wie gegen Ehingen-Süd im ersten Durchgang machen und dann unsere eigenen Chancen nicht konsequent nutzen, wird es auch gegen Sindelfingen sehr schwierig zu punkten“, sagt Philipp, der den Sieg am Samstag dennoch gerne irgendwie erzwingen möchte: „Wir brauchen in unserer Phase dringend wieder ein Erfolgserlebnis und wenn ich auf die Tabelle schaue, auch unbedingt drei Punkte.“

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