Das Pförtnergebäude auf dem Wangener Erba-Areal wird demnächst entkernt

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 Das Erba-Areal von oben.
Das Erba-Areal von oben. (Foto: Heppeler)
Schwäbische Zeitung

Beim Besuch des Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser ist es jüngst auch um den aktuellen Stand der Dinge auf dem Erba-Areal gegangen. Ein Überblick, entnommen aus einer städtischen Pressemitteilung.

Frank Schwarzwälder, zuständig für den Hochbau auf dem Gelände, erläuterte, wie es im Pförtnergebäude weitergeht. Dort soll demnächst die Entkernung beginnen. Das heißt, im nächsten Schritt werden die Einbauten entfernt und das Dach abgetragen. „Es wäre schön, wenn uns Fördermittel aus dem Programm der Stadtsanierung bei den Teilen unterstützen würden, wo das Programm Nationale Projekte des Städtebaus des Bundes endet“, sagte OB Lang.

Urs Geuppert von den Stadtwerken Wangen präsentierte in Kürze das Nahwärme-Konzept, mit dem die Erba versorgt werden wird. Zusätzlich zur Nahwärme aus 80 Prozent Holzhackschnitzeln, die von der Nahwärmezentrale beim Allgäu-Stadion erzeugt und in das Gelände geleitet wird, kommt Mitte 2020 weitere Wärme, die aus dem Abwasser der Stadt gewonnen werden kann. Dann zieht auf dem Erba-Gelände auch die Nahwärme-Zentrale ein. Die Investition hat ein Volumen von 3,5 Millionen Euro. Gefördert wird das Projekt zu 30 Prozent vom Bund im Rahmen des Programms „Wärmenetz 4.0“. OB Lang betonte die Nachhaltigkeit des Projekts.

OB Michael Lang verdeutlichte bei dem Besuch auch, wie wichtig im Süden der Erba eine Zufahrt samt großem Parkplatz sei. Zudem zeigte er den Bereich der künftigen Festwiese, zu deren Ausgestaltung am 11. Mai die Bürgerbeteiligung startet. Und er erläuterte die Anbindung des Gebiets Auwiesen ans Erba-Gelände mittels der Unterführung, die im Sommer unter dem Kanal hindurch gebaut wird.

RP-Präsident Klaus Tappeser machte angesichts der Aufgabe deutlich: „Sie haben die Landesgartenschau 2024 bekommen, weil Sie ein überzeugendes städtebauliches Konzept haben. Für eine Blumenwiese gibt es keine Förderung.“ Er stellte auch in Aussicht, dass das RP Tübingen die Stadt Wangen weiter mit Mitteln der Stadtsanierung unterstützen werde. Bisher sind in der Erba bereits 7,28 Millionen Euro aus dem Landesprogramm der Stadtsanierung eingesetzt worden, und weitere 2,72 Millionen werden im laufenden Jahr ausgegeben werden. OB Lang dankte dafür Tappeser und stellte in Aussicht, dass die Stadt „im Oktober wieder beim RP vorstellig werden wird, um weitere Fördergelder zu beantragen.“

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