Das Jugendblasorchester feiert 50Plus-Jubiläum

 Das Jugendblasorchester zu seinen Anfangszeiten.
Das Jugendblasorchester zu seinen Anfangszeiten. (Foto: Stadt Wangen)
Schwäbische.de

Ehemalige Mitglieder des Jugendblasorchesters Wangen im Allgäu und sein Dirigent Reiner Hobe laden zu einem großen Ehemaligentreffen ein. Anlass ist das 50Plus-Jubiläum des Jugendblasorchesters beim Herbstkonzert am 12. November um 19 Uhr.

Vor genau 52 Jahren ist das JBO als Jugendkapelle der Stadtkapelle Wangen gegründet worden. Dem Blasmusiknachwuchs in der Stadt sollte so der Weg ins große Orchester bereitet werden. Bei vielen Musikerinnen und Musikern hat das auch genauso geklappt. Heute wollen Peter Kramer, Vorstand der Stadtkapelle, Jugendleiterin Ramona Schneider, die beiden Musiker Franz Osterkorn und Thomas Schiefele-Ulreich gemeinsam mit Dirigent Reiner Hobe möglichst viele Männer und Frauen „zusammentrommeln“, um gemeinsam mit dem aktuellen JBO Musik zu machen. Termin für das nachgeholte Jubiläumskonzert mit Verstärkung ist das Herbstkonzert im Festsaal der Waldorfschule.

„Wir hoffen auf sehr viele positive Rückmeldungen“, sagt Peter Kramer. Geprobt werden soll ab Oktober. Wer zu weit weg wohnt oder für die Proben keine Zeit hat, kann sich auch nur bei ein oder zwei Stücken einklinken und entsprechend nur bei einer der letzten Proben dabei sein.

Das Programm, das Reiner Hobe zusammengestellt hat, ist eine Revue der vergangenen 50 Jahre. „Wir werden die Kultstücke aus jedem Jahrzehnt spielen“, sagt er. Er gibt nur einen ganz winzigen Einblick, damit noch viele Überraschungen bleiben: der „Baby Elephant Walk“ darf ebenso wenig fehlen wie zum Beispiel „Ross Roy“. Eine gute Stunde soll konzertiert werden. Anschließend ist ein gemütliches Zusammentreffen im Waldorfsaal geplant. Gut möglich, dass dieses – gefühlt – „eine Art Klassentreffen“ werden könnte, bei dem nostalgisch die Geschichten von den Höhepunkten des vergangenen halben Jahrhunderts ausgetauscht werden, wie Thomas Schiefele-Ulreich hofft.

„In jedem Jahrzehnt gab es eine gute Reise“, hat Franz Osterkorn beim Blättern in der Historie des JBO festgestellt. In den 70ern ging es nach Dänemark, in den 80er nach Istanbul, und später nach London, Schweden, Finnland, Südtirol und in die Partnerstädte Prato und La Garenne-Colombes. Zwei Schallplatten hat das JBO eingespielt, die erste nach zehn Jahren, und dann noch einmal fünf Jahre später – in den 1980er Jahren noch ein richtig großes Projekt. Immer wieder erspielte das Wangener JBO Erfolge bei Wettbewerben. Unter Reiner Hobe beispielsweise gelang 2010 mit dem damaligen Orchester der Gewinn des Jupiter-Wettbewerbs. Der Sieg trug der Kapelle eine Tuba im Wert von 3500 Euro ein. An Gesprächsstoff beim kleinen Imbiss nach dem Herbstkonzert im November wird es also sicher nicht fehlen.

Zu Beginn des JBO 1970 waren es 70 Musiker, heute spielen 46 Musikerinnen und Musiker mit. Dazwischen hatte das Orchester zeitweise eine so starke Anziehungskraft, dass es in zwei Gruppen geteilt werden musste. Was passiert, wenn sich ein Großteil der rund 700 ehemaligen JBO-ler zum Mitspielen melden und damit die Bühne sprengen würde? Da hat Reiner Hobe eine ganz pragmatische Lösung anzubieten: „Dann wechseln wir ganz einfach durch.“ Damit es so viele Musikerinnen und Musiker wie möglich werden, hoffen die Akteure darauf, dass möglichst alle, die davon erfahren, es auch anderen erzählen.

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