Bahnhof ist zwar schön, aber (noch) nicht barrierefrei

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Im Zuge der Bahnelektrifizierung ist auch das Wangener Bahnhofsareal modernisiert worden – mit höheren, umgebauten Bahnsteigen, neuer Technik, einer Personenunterführung. In einigen Monaten sollen auch die Aufzüge betriebsbereit sein. SZ-Praktikantin Hannah Bader hat Zugreisende gefragt, was sie vom „neuen Gesicht“ des Bahnhofs halten.

Lara Lauter (18) fährt regelmäßig von Wangen nach Kißlegg. Prinzipiell findet sie den Bahnhof gut, jedoch kritisiert sie im Nachhinein, die in den vergangenen Monaten entstandenen Komplikationen, wie Verspätungen, Schienenersatzverkehr oder Zugausfälle.

Auch Hannah Straub, ebenfalls aus Kißlegg, schließt sich dieser Meinung an. ,,Der Bahnhof ist optisch schön, aber ungeschickt für Rollstuhlfahrer“, sagt sie und bemängelt, dass die Aufzüge noch nicht zur verfügung stehen.

Die 20-jährige Lisa Kohlert kritisiert etwas anderes: „Die Fahrradrinnen, die unter dem Geländer sind, machen gar keinen Sinn.“ Vor allem mit schweren E-Bikes werde es schwierig, ein Fahrrad hoch- oder runterzuschieben. Kohlert trage ihr Fahrrad jedoch immer und werde das wohl auch in Zukunft tun.

Die aus Amtzell kommende Edelhart Nadis stimmt ihren Vorrednerinnen zu. „Die erhöhten Bahnsteige für einen leichteren Einstieg in die Züge sind gut, aber die Fahrradrinnen sind sehr ungeschickt“, sagt sie lachend, schüttelt aber gleichzeitig den Kopf. Die Unterführung an sich findet sie jedoch schön. Sie freut sich, wenn auch der Busbahnhof fertig ist.

Lena Orlich kommt aus Wangen und fährt nicht so oft mit der Bahn. Die Gestaltung des Bahnhofsareals hält sie jedoch für gelungen. Die derzeitige Situation für Rollstuhlfahrer findet sie aber nicht sonderlich toll.

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