Bürgerforum peilt die 1000-Mitglieder-Marke an

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 Kurt Kiedaisch (links) ist neuer Schriftführer des Bürgerforums Wangen. Beglückwünscht wird er vom Vorsitzenden Ulrich Mayr.
Kurt Kiedaisch (links) ist neuer Schriftführer des Bürgerforums Wangen. Beglückwünscht wird er vom Vorsitzenden Ulrich Mayr. (Foto: Stiller)

In einer gut vorbereiteten Versammlung im Gemeinderzentrum St. Ulrich haben knapp 90 Mitglieder des Bürgerforums die Tätigkeitsberichte des Vorstandes vernommen und mit diesem in die Zukunft geblickt. In der wird vielleicht bald die 1000-Mitglieder-Marke geknackt.

Dem Vorsitzenden Ulrich Mayr war es wieder wichtig, auf den Zweck des Vereins hinzuweisen: „Wir wollen dazu beitragen, dass die älteren Bürgerinnen und Bürger solange wie möglich am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen können.“ Die vom Vorsitzenden bezüglich der Mitgliederzahlen geäußerte Hoffnung schien für die Zuhörer nicht unberechtigt. Was innerhalb der vergangenen 20 Jahre auf 951 Mitglieder angewachsen ist, könnte durchaus noch im Jubiläumsjahr die 1000er-Marke erreichen.

Welche Angebote „gegen die drohende Vereinsamung wirken“ belegte Mayr anhand einer Auflistung der 36 Gruppen des Bürgerforums samt ihrer vielseitigen Aktivitäten. Angefangen von der Musik, der Kunst und des Handarbeitens über die Spielnachmittage und sportlichen Tätigkeiten bis hin zu den Gesprächsrunden sowie den ein- und mehrtägigen Ausfahrten war alles dabei, was unter der Überschrift „Engagement und Teilhabe“ Erwähnung fand. Stolz zeigte sich der Vorsitzende über den Erfolg des vor einem Jahr aufgenommenen „Reparaturcafés“ und nannte es einen „Selbstläufer“. Seit der Eröffnung im März 2018 seien 350 Gegenstände angeliefert worden, deren Reparatur zu etwa 75 Prozent als gelungen betrachtet werden könnte. „Die Rückmeldungen der Besucher waren sehr positiv und die geleisteten Spenden eine Wertschätzung der Arbeit“, sagte Mayr.

Dass der Fototreff mit Lena Balk aus Amtzell eine neue Gruppenleiterin bekommen hat, war ebenso eine Mitteilung wert wie die Tatsache, dass die 18 Radfahrer bei 31 Ausfahrten 20 384 Kilometer zurückgelegt haben und dass 41 Teilnehmer jede Woche Gymnastik machen. Bereit für neue Mitglieder sind sind laut Mayr die Mundharmoniker. Auch für den „Computertreff“ werden weitere Mitglieder gesucht, „die eine Gruppe moderieren beziehungsweise den Einsteigern Hilfestellung geben können“.

Ulrich Mayr dankte dem Stadtseniorenrat und der Seniorenbegleitung „Herz und Gemüt“ für die enge Zusammenarbeit wie der Stadt Wangen für deren Unterstützung. Man wisse sehr wohl zu schätzen, dass OB Michael Lang das Bürgerforum als „wichtige und erfolgreiche Institution im Gemeinwesen der Stadt“ ansehen würde.

Ausblick auf diverse Veranstaltungen

Der Blick voraus ging zum Konzertabend am 22. Mai, dem „Tag der offenen Tür – 20 Jahre Bürgerforum“ am 12. Juli sowie zum Ehrenamtstag in der Stadthalle am 19. Oktober, an dem sich Vereine und Gruppierungen präsentieren werden. Nicht vergessen wurden der Seniorennachmittag der Stadt am 5. November und die Adventsfeier am 6. Dezember. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Mayr dem Vortrag „Hilfe zur Selbsthilfe nach Pfarrer Kneipp“, der als Auftakttermin für die neue Gruppe „Kneipp“ unter der Federführung von Rose Schwarz gedacht ist.

Mayr wies auf die kleine Anlage am Schießstattweiher hin, die „rechtzeitig hergerichtet und ständig betreut gehört“. Wie er auf die Einplanung einer Kneippanlage in das Gelände zur Landesgartenschau zu sprechen kam und sicher war: „Sie wäre ein schönes Dauerangebot an die Wangener Bürger.“

Ordnungsamtsleiter Kurt Kiedaisch als Vertreter der Stadt sagte die Umsetzung des Wunsches gerne zu. An die Anfänge des Bürgerforums erinnernd verglich Kiedaisch das Verhältnis zwischen Bürgerforum und der Stadt mit dem eines Patenkinds zum Patenonkel oder Patentante, stellte dann aber fest: „Der Verein ist den Kinderschuhen entwachsen und macht seinen Weg selbständig und ganz großartig.“

Nachdem Schatzmeister Raimund Langosch seinen Kassenbericht vorgelegt hatte, bescheinigte ihm Prüfer Fritz Albicker „eine korrekte, übersichtliche und fehlerfreie Führung der Bücher“. In den Händen von Walther Schmid, der danach auch die Wahlen leitete, lag die Entlastung des Vorstands. Als Schlusspunkt der Versammlung zeigte sich Schmid überzeugt: „Das Schiff Bürgerforum fährt im ruhigen Wasser.“

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