Auf drei hohen Häusern ruhen jetzt die Hoffnungen auf günstiges Wohnen

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 So könnten die Punkthäuser in den Auwiesen aussehen (eingekringelt). Rechts davon die Neubauten der BG, links der Hochkanal.
So könnten die Punkthäuser in den Auwiesen aussehen (eingekringelt). Rechts davon die Neubauten der BG, links der Hochkanal. (Foto: Stadt/sum)
Schwäbische Zeitung

Die Entwürfe für den Bau von drei Punkthäusern im Auwiesengelände stehen. Das Konstanzer Architektenbüro Rogg hat den Realisierungswettbewerb gewonnen. Die Stadt erhofft sich von dem jetzt in die nächste Runde gehenden Projekt die Schaffung günstigen Wohnraums.

Nach einem langen Tag stand am Donnerstagabend gegen 20 Uhr der Sieger fest. Dass es so lange gedauert hatte, lag unter anderem an der schwierigen Aufgabe, die das Bewertungsgremium aus Architekten, Technikern, Städteplanern und Stadträten zu bewältigen hatte, wie Oberbürgermeister Michael Lang laut einer städtischen Mitteilung sagte.

 Nach Ende des Realisierungswettbewerbs zu den Punkthäusern Punkthaus im Auwiesengelände (von rechts): OB Michael Lang, die Leit
Nach Ende des Realisierungswettbewerbs zu den Punkthäusern Punkthaus im Auwiesengelände (von rechts): OB Michael Lang, die Leiterin der Diskussion zum Wettbewerb, Jorunn Ragnarsdottir, sowie die Bauherren Architekt Andreas Veauthier, Volksbau Wangen, und Matthias Winkler von der Umweltbank mit Sitz in Nürnberg. (Foto: Stadt Wangen/sum)

Das Grundstück habe durch seine Dreieckform schwierige Rahmenbedingungen und es seien zahlreiche qualitativ hochwertige Arbeiten eingegangen. 19 Arbeiten waren es am Ende insgesamt. Typisch für Wangen sei laut Lang, dass am Ende eines Wettbewerbs die Beteiligten immer einen guten gemeinsamen Weg gefunden hätten, der auch im Interesse des Bauherrn liege.

Bauherren sind die Volksbau Wangen, die durch den Architekten Andreas Veauthier vertreten war, und die Umweltbank mit Sitz in Nürnberg, vertreten durch Matthias Winkler. Sie wird Miteigentümerin und finanziert auch den Bau, wie Winkler sagte.

Herausforderung: Hochwertiger Bauart zu günstigem Preis

Die Herausforderung für die Architektenbüros bestand laut Stadt darin, neben dem dreieckigen Grundstück auch in den Wünschen nach hochwertiger Bauart zu günstigem Preis sowie in der Holzbauweise, die im Auwiesengebiet vorgesehen ist.

In mehreren Rundgängen sei eine engere Wahl ermittelt worden, über die besonders intensiv diskutiert wurde. Am Ende einigte sich die hinter verschlossenen Türen tagende Runde mit großer Mehrheit auf das auf den ersten Platz gesetzte Büro Rogg aus Konstanz, wie Architekt Gerd Grohe aus Stuttgart im Anschluss erläuterte. Er hatte die Organisation des Wettbewerbs geleitet.

 So könnten die Punkthäuser aussehen.
So könnten die Punkthäuser aussehen. (Foto: SUSANNE MUELLER)

Im nächsten Schritt folgt laut Stadt nun das Verhandlungsverfahren, VGV-Verfahren, in das unter anderem das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs einfließt und in dessen Verlauf das Projekt auf seine Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Honorarkosten geprüft wird. In der Regel erhalte auch im Verhandlungsverfahren der Sieger des Realisierungswettbewerbs den Zuschlag, sagte Grohe.

Die Planungen des Büros Rogg sehen drei gleich hohe Gebäude auf dem Platz zwischen Hochkanal, Vereinshäusern und Wohngebäude der Baugenossenschaft vor. Eine Tiefgarage unter dem nördlichen Gebäude soll den notwendigen Parkraum bieten. In den Gebäuden könnten Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts von zwei bis fünf Zimmern und auch Sonderwohnformen möglich sein. Da durch die Holzbauweise viele Teile vorgefertigt werden können, dürfte der Bau zügige Fortschritte machen. Baubeginn ist laut Stadt voraussichtlich 2020.

Auf Rang zwei setzte das Bewertungsgremium das Büro Ackermann + Raff GmbH, Stuttgart. Rang drei ging an Ludescher + Lutz Architekten ZT GmbH, Bregenz.

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