„Auch Jesus braucht mal einen Kaffee“

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 Das Musical Petrus zeichnet die Geschichte zwischen Jesus und seinem Jünger Simon Petrus nach als eine Liebesgeschichte der gan
Das Musical Petrus zeichnet die Geschichte zwischen Jesus und seinem Jünger Simon Petrus nach als eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art: Tiefgründig und dramatisch, abenteuerlich und mitreißend. (Foto: Edgar Rohmert)
Edgar Rohmert

„Simon Petrus, Sohn des Johannes, liebst Du mich?“ Die Geschichte zwischen Jesus und seinem Jünger Simon Petrus ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art. Tiefgründig und dramatisch, abenteuerlich und mitreißend. Für 13ters Theaterkiste (Leitung: Caterina Dreizehnter) und den Chor Sisters of Lord (Leitung: Monika Gauß) war es eine spannende Herausforderung, diese Geschichte aufzugreifen und zu bearbeiten. In sechswöchiger, intensiver Probearbeit wurde ein Theater-Musical einstudiert, das an den kommenden zwei Wochenenden im Gemeindezentrum von Sankt Ulrich auf der Bühne zu sehen ist. Es geht um tiefe Freundschaft und Vertrauen, Angst und Zweifel, Begeisterung und Verleugnung. Und natürlich um Liebe.

Die Vorlage für das Theaterstück schrieb die Franziskanerin Sonja Kimmich (Kloster Sießen). Regisseurin Caterina Dreizehnter hat es bearbeitet. Begeisternde Musik- und Liedbeiträge stammen aus der Feder der Musical-Projekt-Gruppe Adonia. Im Zentrum des Theater- und Musikprojektes stehen die Schauspieler und Sänger. Sie übernehmen die Rollen von Petrus (Robert Schilk und Peter Wolf), Jesus (Vikar Stjepan Prtenjaca) und seinen Jüngern, Petrusfreunden, Soldaten, Knechten und einer Magd.

Sechs Wochen haben sie mit Feuereifer geprobt. Wer die erfahrene Regisseurin und Theaterpädagogin Caterina Dreizehnter kennt, der weiß, dass ihre Ansprüche hoch sind. Nach dem im Jahre 2013 aufgeführten Musical Paulus ist das Theater-Musical Petrus nun das zweite biblische Stück, das im Rahmen eines großen Jubiläums auf die Bühne kommt: 60 Jahre Sankt Ulrichs-Gemeinde.

Vor sechs Wochen stand die Theatergruppe um Caterina Dreizehnter vor der spannenden Frage: Ein Theaterstück in nur sechs Wochen einzustudieren – ist das zu schaffen? Trotz aller Bedenken haben die Schauspieler sich fürs Spielen entschieden. Alle 48 Beteiligten aus Theatergruppe, Chor, Kostüm- und Bühnengestaltung, Technik und Maske bringen dabei ihre Talente und ihr Können ein.

Für 13ters Theaterkiste und die Sisters of Lord ist es nach der Aufführung des Gauklermärchens im Jahre 2009 das zweite gemeinsame Projekt. Fast täglich wurde in den vergangenen Wochen geprobt, und mit jeder Probe wuchs die Begeisterung für das Stück. Es spielt auf zwei Ebenen: Einer Rahmenerzählung, die eine Familie und zwei Männer auf ihrem Weg nach Rom begleitet. Der Austausch von Erinnerungen und Rückblicke auf das Leben des Petrus führt in die zweite Ebene, in das zentrale Geschehen des Stückes – die wunderbaren, aber auch dramatische Begegnungen zwischen Jesus, seinem Chefjünger Petrus und den anderen Jüngern.

Wie anstrengend das stundenlange Proben und Einstudieren von biblischen Szenen auch für Jesus sein kann, brachte Jesus-Darsteller Stjepan Prtenjaca mit einem Lächeln so auf den Punkt:„Auch Jesus braucht mal einen Kaffee.“ Trotz der Dramatik des Stücks, das mit der Kreuzigung Jesu seinen existentiellen Tiefpunkt erreicht, gibt es sehr viel Erheiterndes und Humorvolles. Und am Ende der Liebes-und Leidensgeschichte steht ja bekanntlich Ostern – das Geheimnis von Tod und Auferstehung. Dies darzustellen war und ist die besondere Herausforderung dieses Theater-Musicals. Ob dies gelingen wird? Davon können sich die Zuschauer bei freiem Eintritt selbst überzeugen.

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