Arbeitskreis trifft sich zur Frühjahrstagung

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 Einige Tagungsteilnehmer des Arbeitskreises „Archiv für schlesische Mundart“ im Frauentorturm in Wangen.
Einige Tagungsteilnehmer des Arbeitskreises „Archiv für schlesische Mundart“ im Frauentorturm in Wangen. (Foto: Ullrich Junker)
Schwäbische Zeitung

Der Vorsitzende des Arbeitskreises „Archiv für schlesische Mundart“, Friedrich Wilhelm Preuß, hat Anfang Mai mehr als 20 Gäste aus ganz Deutschland und der Schweiz zur 37. Frühjahrstagung im Frauentorturm in Wangen begrüßen. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, die schlesische Mundart zu erforschen, zu dokumentieren und durch eine Schriftenreihe für die Nachwelt zu erhalten.

In der Schriftenreihe „Woas die Stoare pfeifa“ hat der Arbeitskreis laut Mitteilung 31 Bücher und mehrere Sonderbände zur schlesischen Mundart erarbeitet und dokumentiert. Seit 37 Jahren treffen sich Schlesier aus ganz Deutschland. Auch der große schlesische Dichter, der Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann, hat seine ersten Werke in schlesischer Mundart geschrieben. So erschien im Jahre 1892 das soziale Drama „Die Weber“ im schlesischen Dialekt unter dem Titel „Die Waber.“

Iza Tarasczuk referierte über den schlesischen Mundartdichter August Lichter, Wolfgang Prahl erinnerte an das Gründungsmitglied des Arbeitskreises, Werner Woide, und Alois Burkert referierte über das schlesische Sprachgenie Emil Krebs. Krebs beherrschte 68 Sprache. Im Auswärtigen Amt war er für die Übersetzung von 40 Sprachen zugelassen.

Die Landsmannschaft Schlesien, war durch ihre Bundeskulturreferentin, Helga Wüst, und ihren Landesvorsitzenden für Baden-Württemberg, Christfried Krause, vertreten. Der frühere Kulturamtsleiter der Stadt Wangen, Walter Sterk, hatte einen Ausflug zum „Fünfländerblick unter mundartlichen Gesichtspunkten“ organisiert und dadurch für einen Höhepunkt der Veranstaltung gesorgt. Oberbürgermeister Michael Lang, der Leiter des Kulturamts, Hermann Spang, und die frühere Leiterin des Wangener Kreises, Frau Steffi Kemper, sprachen Grußworte.

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