Antrag der Grünen abgelehnt: Landkreis Ravensburg wird kein „Sicherer Hafen“ für Flüchtlinge

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 Wenn es nach den Grünen geht, soll der Kreis Ravensburg ein Extra-Kontingent von Bootsflüchtlingen aufnehmen.
Wenn es nach den Grünen geht, soll der Kreis Ravensburg ein Extra-Kontingent von Bootsflüchtlingen aufnehmen. (Foto: Symbol: Renata Brito/dpa)
Redaktionssekretariat

Das steckt hinter der Aktion Seebrücke

Die Aktion Seebrücke hat sich im Juli 2018 gegründet. Kurz zuvor irrte das Rettungsschiff Lifeline eine Woche lang mit 234 Menschen an Bord vor der europäischen Küste im Mittelmeer umher. Obwohl mehrere europäische Länder und Städte bereit waren, die aus Seenot Geretteten aufzunehmen, wurde dem Schiff das Einlaufen in einen Hafen verweigert.

Die Aktion Seebrücke setzt sich dafür ein, dass Menschen, die fliehen mussten, einen Ort zum Ankommen finden – einen „Sicheren Hafen“. Die internationale Bewegung, die sich gegen die gegen die europäische Abschottungspolitik sowie insbesondere gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung im Mittelmeer richtet, wird von verschiedenen Bündnissen und Akteuren der Zivilgesellschaft getragen.

Nach Stand am 4. November gibt es in Deutschland 115 „Sichere Häfen“, darunter unter anderem die Städte Biberach, Konstanz, Rottenburg, Ulm, Tuttlingen und Tübingen. Die jeweiligen Erklärungen und Ratsbeschlüsse gehen unterschiedlich weit. (swe)

Soll der Landkreis Ravensburg mehr Flüchtlinge aufnehmen? Darüber hat der Ravensburger Kreistag lebhaft debattiert. Diese Argumente haben Gegner und Befürworter vorgebracht.

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Das steckt hinter der Aktion Seebrücke

Die Aktion Seebrücke hat sich im Juli 2018 gegründet. Kurz zuvor irrte das Rettungsschiff Lifeline eine Woche lang mit 234 Menschen an Bord vor der europäischen Küste im Mittelmeer umher. Obwohl mehrere europäische Länder und Städte bereit waren, die aus Seenot Geretteten aufzunehmen, wurde dem Schiff das Einlaufen in einen Hafen verweigert.

Die Aktion Seebrücke setzt sich dafür ein, dass Menschen, die fliehen mussten, einen Ort zum Ankommen finden – einen „Sicheren Hafen“. Die internationale Bewegung, die sich gegen die gegen die europäische Abschottungspolitik sowie insbesondere gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung im Mittelmeer richtet, wird von verschiedenen Bündnissen und Akteuren der Zivilgesellschaft getragen.

Nach Stand am 4. November gibt es in Deutschland 115 „Sichere Häfen“, darunter unter anderem die Städte Biberach, Konstanz, Rottenburg, Ulm, Tuttlingen und Tübingen. Die jeweiligen Erklärungen und Ratsbeschlüsse gehen unterschiedlich weit. (swe)

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