Ab auf den geliebten Kunstrasenplatz

Lesedauer: 6 Min
 Innenverteidiger Daniel Wellmann (rechts) ist zurück im Wangener Kader.
Innenverteidiger Daniel Wellmann (rechts) ist zurück im Wangener Kader. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Der FC Wangen empfängt am Samstag (14 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga Württemberg Calcio Leinfelden-Echterdingen. Mit dem Umzug auf den Kunstrasenplatz am hinteren Ebnet, wo ab Samstag wieder die Heimspiele ausgetragen werden, soll bei Wangen auch der Erfolg wieder einkehren. Die letzte Niederlage auf dem scheinbar geliebten Untergrund liegt schon über ein Jahr zurück, daher sollte der Platzwechsel für die Gastgeber kein Nachteil sein.

Ein Punkt und acht Gegentore – so liest sich die nüchterne Bilanz des FC Wangen aus den beiden Spielen gegen den Tabellenletzten Heimerdingen und Vorletzten Fellbach. Da haben sich die Allgäuer mehr erhofft. „Natürlich hatten wir uns gegen diese Gegner mehr Punkte ausgerechnet, aber so wie wir uns präsentiert haben, war einfach nicht mehr drin“, sagt Vorstandsmitglied Ralf Hartmann. Jedoch stockt der Motor bei den Wangenern nicht erst seit den letzten zwei Partien, der gute Saisonstart mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen ist längst verflogen, aus den letzten neun Spielen holte der FC nur noch einen Dreier. Viel zu wenig in einer Verbandsliga, der in dieser Spielzeit ein verschärfter Abstieg droht und Wangens Trainer Adrian Philipp damit rechnet, „über 40 Punkte“ holen zu müssen.

Auch wenn der FC Wangen mittlerweile bis auf Platz 14 abgerutscht ist, sieht Hartmann die aktuelle Tabellensituation noch nicht so dramatisch. „Der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze ist noch nicht so groß, aber wir müssen schleunigst wieder punkten, um den Anschluss ans hintere Mittelfeld herzustellen“, sagt er.

Da kommen die Gäste aus Leinfelden-Echterdingen wohl gerade recht, denn seit dem erstmaligen Aufstieg in die Verbandsliga von Calcio vor drei Jahren, ging der FC Wangen in dieser Partie nie als Verlierer vom Feld (drei Siege, drei Remis). „Leinfelden-Echterdingen ist uns eigentlich bislang immer ganz gut gelegen“, sagt Hartmann. Aber auch gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen bedarf es Samstag mehr, als sich nur auf die gute Bilanz aus den vergangenen Jahren zu verlassen, das weiß auch Hartmann. „Mir hat zuletzt ein wenig der Einsatz gefehlt, da muss wieder mehr kommen, denn ohne Zweikämpfe gewinnt man keine Spiele.“

Wellmann zurück im Kader

Calcio, die gewohnt zu den spielstärksten Mannschaften der Liga zählen, tun sich in dieser Spielzeit ebenfalls enorm schwer und stehen mit nur drei Punkten mehr als die Allgäuer lediglich auf Platz elf. Denkbar schlecht sind die Gäste in die neue Saison gestartet, nur einen Punkt gab es aus den ersten vier Spielen, danach folgten jedoch vier Siege in Folge und die Mannschaft schien sich gefangen zu haben, doch zuletzt blieben sie erneut vier Spiele in Folge sieglos.

Für den FC Wangen gilt es also, eine neuerliche Siegesserie von Calcio zu unterbinden. Geht es nach Hartmann, sollen am Samstag unbedingt drei Zähler her. „Die Punkte, die wir gegen Heimerdingen und Fellbach zuletzt liegen lassen haben, wollen wir uns gegen Calcio holen.“ Da nimmt er auch seine Führungsspieler in die Pflicht. „Ich wünsche mir in der derzeitigen Phase schon, dass gerade die erfahrenen Spieler, wie Okan Housein und Simon Wetzel auch auf dem Platz vorangehen.“

Mit Daniel Wellmann, der zuletzt fast zwei Monate wegen eines Auslandsaufenthalts fehlte, wird am Wochenende ein weiterer sehr erfahrener Spieler wieder mit an Bord sein. „Daniel ist seit dieser Woche wieder im Training und wird am Samstag dabei sein, auch wenn er sicherlich nicht von Beginn an spielen wird“, sagt Hartmann. Auch Yannick Huber, der die letzten beiden Spiele nicht absolviert hat, ist am Samstag wieder mit an Bord und sicherlich auch eine Option für die Startelf, zumal er beim letzten Wangener Erfolg vor drei Wochen in Rutesheim noch als Doppeltorschütze glänzte.

Hartmann ist auf jeden Fall froh über seine beiden Rückkehrer: „Wir haben wieder mehr Optionen, das tut gerade unserem Offensivspiel, wo uns zuletzt die Mittel gefehlt haben, sicherlich gut.“

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen