Wie ein Dorfclub das Abenteuer Bezirksliga angeht

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Nach dem Aufstieg über die Relegation will der SV Eglofs das Abenteuer Bezirksliga zu einem guten Ende bringen.
Nach dem Aufstieg über die Relegation will der SV Eglofs das Abenteuer Bezirksliga zu einem guten Ende bringen. (Foto: Florian Wolf)

Der 4. August ist ein besonderer Tag für den SV Eglofs, da wird der Fußballverein 40 Jahre alt. Geplant war ein Blitzturnier der drei Ligen: Landesliga, Bezirksliga und Kreisliga A. Durch den Abstieg von Heimenkirch und den Aufstieg des SV Eglofs finden sich beide Teams in der Bezirksliga wieder, die dritte Mannschaft ist der SV Maierhöfen-Grünenbach. Es ist nun ein Turnier der Bezirksligisten.

Die Feierlichkeiten beim Aufsteiger SV Eglofs nach dem Aufstieg in die Bezirksliga sind Geschichte. Der Blick richtet sich nach vorne. Die neuen Trainer Florian Kirchmann (FC Sulzberg) und Michael Schmähl (FC Isny) wollen mit dem Kader des Dorfvereins den Klassenerhalt schaffen. Da der SVE wegen der Relagtion zwei Wochen länger spielte als alle anderen Vereine, haben die Verantwortlichen den Trainingsauftakt nach hinten verschoben. Statt am 13. Juli findet die erste Einheit am 20. Juli statt. „Die Spieler haben einen individuellen Vorbereitungsplan bekommen“, sagt Abteilungsleiter Dennis Meroth.

Fünf Spieler aus der eigenen Jugend

Der Kader verändert sich kaum. Pascal Rasch, der mit fünf Toren bester Angreifer des SVE in den drei Relegationsspielen war, wechselt zum Ligakonkurrenten SV Beuren. Marian Wiedemann zieht es zum FC Isny, Thomas Kolb und Elmar Kempter beenden ihre Karriere. Bis auf Moritz Halder (Maierhöfen-Grünenbach) kommen alle anderen Spieler für die erste Mannschaft aus der eigenen Jugend. Das sind Felix Kempter, Marcus Frommknecht, Samuel Briegel, Maximilian Weber und Fabian Kolb. Der SV Eglofs bleibt seiner Linie treu. So gut wie alle Spieler durchliefen die komplette Jugend beim SV Eglofs. „Die Bezirksliga ist für uns alle ein großes Abenteuer“, meint Meroth. Neue Mannschaften, neue Sportplätze, die man erst einmal ausfindig machen muss. Die Vorfreude auf die neuen Gegner überwiegt. Und der Erfolg hat viele Väter. Der SV Eglofs steigerte sich kontinuierlich. In den vergangenen drei Jahren war die Mannschaft immer unter den Top fünf in der Kreisliga A3. Vor zwei Jahren stand das Team schon mal in der Relegation zur Bezirksliga, scheiterte aber bereits in Runde eins an Wolfegg.

Dass es in der Saison 2017/2018 nicht direkt gereicht hat, lag an der mangelnden Konstanz der Mannschaft. „Wer Meister werden will um damit direkt in die Bezirksliga aufzusteigen, der benötigt eine perfekte Saison. Die hatten wir nicht“, meint Meroth. Die Verantwortlichen haben aber nie den Kopf in den Sand gesteckt, sondern aus den Fehlern gelernt. Was in der Saison nicht klappte, das gelang in den drei Relegationsspielen gegen Lindau, Vogt und Tettnang. Die Mannschaft spielte konstant und mit direktem Zug nach vorne. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

Spielgemeinschaft in Jugendmannschaften

Ein Punkt, der in einem Dorfverein sehr wichtig ist, ist der Nachwuchs. Drei Spieler der ersten Mannschaft und eine aktive Spielerin sind Trainer von Jugendmannschaften. Die A-, B- und C-Jugend spielt in der Leistungsstaffel als Spielgemeinschaft mit Ratzenried. Die anderen Trainer sind hauptsächlich ehemalige aktive Spieler. Jeder zweite hat eine Trainerausbildung. Das Verhältnis zwischen Aktiven und Nachwuchs ist deshalb auch sehr gut. Im Jugendfußball sind der Spaß am Spiel und die Kameradschaft genauso wichtig wie der sportliche Erfolg.

Das ist ein fruchtbarer Boden, auf dem gute Fußballer gedeihen können.

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