Wangens Jugendhaus ist mehr als volljährig

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Grund zum Feiern hatten am Wochenende die Jugendlichen aus Wangen: Das Jugendhaus feierte seinen 20. Geburtstag. Mit Workshops
Grund zum Feiern hatten am Wochenende die Jugendlichen aus Wangen: Das Jugendhaus feierte seinen 20. Geburtstag. Mit Workshops und einem großen Band-Contest wurde dies begangen. (Foto: Tine Steinhauser)
Schwäbische Zeitung
Tine Steinhauser´

Einen guten Grund zum Feiern hatten die Mitarbeiter, Ehrenamtlichen und Jugendlichen am Samstag: Seit 20 Jahren besteht das Jugendhaus an der Leutkircher Straße. Auch viele der politisch Verantwortlichen nahmen an der Geburtstagsfeier teil.

Schon am frühen Nachmittag kamen die Jugendlichen in das Haus, denn auf dem Programm standen nicht nur Kaffee und Kuchen, Kicker und Billard, sondern auch vier tolle Workshops. Die Einen machten unter Anleitung richtig gute Fotos, im DJ-Workshop legten die Jugendlichen ordentlich auf, zur Spraydose griffen die Jungen und Mädchen im Graffiti-Workshop und bei beim Thema „Holz trifft Textil“ entstanden wunderschöne Schilder und Bilder. Für den Abend erwarteten alle den spannenden Band-Contest.

„Dies ist ein Ort der Begegnung für viele“, sagte Oberbürgermeister Michael Lang, der sich die Geburtstagsfeier nicht entgehen ließ, und begrüßte insbesondere das Mitarbeiterteam, bestehend aus der Jugendreferentin Alexandra Müller, Joel Herz, Anna Bilgeri und den beiden Auszubildenden Franziska Krist und Deborah Detsch. Er dankte allen für ihre engagierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Das Haus bleibt immer in Veränderung und in Bewegung. Es hat sich immer den Bedürfnissen der Jugendlichen angepasst“, sagte er. Und weiter: „Die Aufgabe, die das Team zu bewältigen hat, ist nicht immer leicht. Immerhin muss das Team das Spannungsverhältnis zwischen den Bedürfnissen der Jugendlichen und den Erwartungen der Erwachsenen überbrücken.“

Er freue sich, so Lang, dass sich der Skaterplatz hinter dem Haus als wertvoller Ort etabliert habe. Nun wolle man noch eine Pumptrackbahn bauen. „Ich nenne es immer Wellenbahn, damit auch die Älteren wissen, was gemeint ist“, fügte der Rathauschef schmunzelnd hinzu. Dass sich das Team einen Kiosk nach hinten hin zum Skaterplatz wünsche, habe er beherzigt und überreichte als Geburtstagsgeschenk eine große Packung Gummibärchen als Grundausstattung für den Kiosk.

„Ich sage es einmal in der Sprache der Jugendlichen: Ich freue mich megamega, dass Sie alle zur Feier gekommen sind“, richtete die Jugendreferentin Alexandra Müller ihre Begrüßung an Jugendliche, Ehrenamtliche, Eltern, Interessierte und viele Gemeinderäte. Sie bedankte sich bei den politischen Verantwortlichen, dass sie stets hinter dem Mitarbeiterteam stünden. „So kann man eine gute Arbeit leisten“. Neben dem für alle offenen Jugendcafé gebe es ein umfangreiches und zielgerichtetes Programm, etwa speziell für Mädchen oder Jungen, sportliche Aktivitäten wie Klettern und besondere Angebote in den Ferien.

Müller ist seit 2007 in der Jugendarbeit tätig. „Verändert hat sich in der Zeit, dass die Jugendlichen längere Schulzeiten haben. So gehen wir auch an die Schulen, um mit ihnen in Kontakt zu sein.“ Froh sei sie, dass die Kooperation mit der Stadt so gut klappe: „So können wir immer schnell auf veränderte Bedürfnisse reagieren.“

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