Wangener Unverpackt-Laden nimmt die nächste Hürde

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Alicia Dannecker stellte mit ihrem Partner Björn Gerlach (Zweiter von rechts) das Konzept des Ravensburger Unverpackt-Ladens vor
Alicia Dannecker stellte mit ihrem Partner Björn Gerlach (Zweiter von rechts) das Konzept des Ravensburger Unverpackt-Ladens vor. Berthold Bungard (vorne) will einen ähnlichen Laden in Wangen ins Leben zu rufen. Die GOL (vertreten durch Gerold Fix, Zweiter von links) griff dieses Thema auf. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Weitere Informationen können bei Berthold Bungard per E-Mai bgbungard@t-online.de eingeholt werden.

Die Grün-Offene Liste (GOL) Wangen hatte am Mittwochabend zu ihrem Stammtisch geladen – und rund 60 Interessierte kamen. Berthold Bungard konkretisierte dabei seine bereits im Frühjahr geäußerten Pläne zu einem Wangener Unverpackt-Laden. Alicia Dannecker, Gründerin des im vergangenen Dezember eröffneten Ravensburger Ladens „Wohlgefühl – plastikfrei und unverpackt“, informierte im Portugiesenheim offen und ausführlich über das Konzept und die Entwicklung ihres Geschäfts.

„Ich bin beeindruckt, wie konkret du bereits bist“, sagte GOL-Vorstandsmitglied Gerold Fix nach rund eineinhalb Stunden Vortrag, Nachfragen und dem Abfragen von Interesse und Mitwirkung an Berthold Bungard gerichtet. Seit rund eineinhalb Jahren treibt Bungard die Idee nach einem Unverpackt-Laden und dessen Umsetzung um. Inzwischen hat sich um ihn herum eine Gruppe von neun Personen gefunden, die sich schon sehr detailliert mit dieser Idee auseinandergesetzt hat.

Mindestens 65 000 Euro Kapital werde zur Gründung eines Ladens benötigt, hinzu kommen 5300 Euro laufende Kosten je Monat für einen Unverpackt-Laden in der Wangener Innenstadt, rechnete Bungard vor. Das bedeutete einen Umsatz von 14 000 bis 15 000 Euro je Monat. Allein ließe sich dies nicht stemmen, sagt der Deuchelrieder Familienvater und studierte Theologe und Psychologe – und setzt mit seinen derzeitigen Mitstreitern aus Wangen, Argenbühl und Kißlegg auf den Genossenschaftsgedanken. Die entsprechende Unternehmensform mit all’ ihren Eigenheiten erläuterte Bungard genau – und auch jene Summe, den sich die Initiativgruppe derzeit als Genossenschaftsanteil vorstellt: „Wir möchten 250 Euro.“ Neben Geld benötigt die geplante Genossenschaft aber auch Mithilfe: „Es geht auch darum: Wer ist bereit, mitzuarbeiten?“ Wie beispielsweise bei der Buchführung, der Werbung, dem Marketing, dem Ausfahren von Waren oder anderem. Räumlichkeiten, sagte Bungard, seien ihm jedenfalls bereits angeboten worden. Mit „maximal zwei Angestellten und zusätzlich Ehrenamtlichen“ beschrieb Bungard den Personalaufwand – und rechnet mit knapp 30 Kunden am Tag unter der Woche. Wie beispielsweise die Öffnungszeiten („von neun bis eins und von zwei bis sechs Uhr“) seien viele Dinge noch nicht beschlossen: „Es geht uns heute darum, ein Meinungsbild zu bekommen, zu wissen: Was haltet ihr von dem Konzept?“

Die ausgegebenen und wieder eingesammelten Umfragezettel sollen nun erst einmal ausgewertet, die Resonanz abgewartet werden. Der nächste Schritt wäre dann eine Gründungsversammlung. Zeitlich wollte sich Bungard dazu noch nicht festlegen. „Wir haben gesehen, es gibt noch viel Gesprächsbedarf“, sagte schließlich auch Gerold Fix am Ende des Abends und versprach: „Wir von der GOL werden an diesem Thema dran bleiben und sicher wieder informieren.“

Weitere Informationen können bei Berthold Bungard per E-Mai bgbungard@t-online.de eingeholt werden.

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