Claus Jäger starb im Alter von 81 Jahren. (Foto: oh)
Redakteurin/DigitAalen
Schwäbische Zeitung

Mit Claus Jäger ist am Donnerstagabend ein Wangener gestorben, der als standfest in seinen Überzeugungen galt. Einer, dem das „C“ im Namen seiner Partei CDU als Verpflichtung verstand, so Beobachter. Bis zur Wende 1989 setzte er sich stark für die Wiedervereinigung ein, außerdem kämpfte er für Menschenrechte und das Lebensrecht ungeborener Kinder.

Jäger wurde am 20. Juli 1931 geboren. Nach dem Abitur 1951 studierte er Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Steuerrecht an den Universitäten Tübingen und Heidelberg. Von 1959 bis 1972 war er in der Finanzverwaltung Baden-Württembergs tätig, davon seit 1969 als Vorsteher des Finanzamtes in Wangen. Schon früh erwachten in Jäger politische Neigungen. Er trat der Jungen Union bei, mit 22 Jahren auch der CDU. 1972 wurde er in den Bundestag gewählt, dem er mit einer kurzen Unterbrechung bis 1994 angehörte. Von 1981 bis 1987 war Claus Jäger Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und dort Parlamentarischer Geschäftsführer der Christlich-Demokratischen Fraktion. 1983 gründete Jäger gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Graf von Waldburg-Zeil und den CDU-Staatssekretären von Baden-Württemberg, Josef Dreier und Alfons Maurer,die Aktionsgemeinschaft für das Leben im Landkreis Ravensburg.

Jäger hinterlässt seine Ehefrau Dorothea, fünf Söhne und neun Enkel. Anlässlich seines 80. Geburtstages im Juli 2011 sagte Jäger, der seine Kraft aus dem Glauben bezog: „Die zurückliegenden Jahre waren schön für mich. Das Positive hat stets überwogen.“

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