Djamel Edine Yachir (rechts) und der FC Wangen verabschieden sich mit 15 Punkten in die Winterpause.
Djamel Edine Yachir (rechts) und der FC Wangen verabschieden sich mit 15 Punkten in die Winterpause. (Foto: josef kopf)
Markus Prinz

Im letzten Verbandsliga-Spiel vor der Winterpause ist der FC Wangen zu Hause gegen den SSV Ehingen-Süd nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. In den letzten 15 Minuten dezimierten sich die Gastgeber selber und mussten das Spiel in doppelter Unterzahl beenden, weil Steffen Friedrich und Yannick Huber des Feldes verwiesen wurden.

FCW-Trainer Adrian Philipp ärgerte sich über die Disziplinlosigkeiten seiner Spieler:„Das war einfach Dummheit von uns, wir haben uns selber den Schwung aus dem Spiel genommen.“ Dennoch gab es gleich noch lobende Worte: „Auch zu neunt standen wir defensiv sehr gut und haben keine Torchance mehr zugelassen.“ So sind es nach der Vorrunde genau die 15 Punkte geworden, die sich Philipp und auch der sportliche Leiter Ralf Hartmann, nach dem katastrophalen Saisonstart, vor wenigen Wochen zum Ziel gesetzt haben. „Natürlich wollten wir bis zur Winterpause mindestens 15 Punkte holen, aber der eine Punkt aus den letzten zwei Spielen ist mir dann noch zu wenig“, sagte Philipp nach einer nervenaufreibenden Hinrunde.

Zähe Angelegenheit auf dem Kunstrasen

Wangen tat sich gegen den Tabellensechsten SSV Ehingen-Süd von Beginn an schwer. Das Vorhaben der Gäste war früh klar: Defensiv gut stehen, auf Fehler des Gegners warten und schnell nach vorne spielen. Die Hausherren taten Ehingen-Süd den Gefallen nur selten und waren sehr sicher im eigenen Passspiel. So war die Partie für die Zuschauer auf dem Wangener Kunstrasen eine zähe Angelegenheit, mit nur ganz wenigen Torraumszenen. Wangen gab in der ersten Spielhälfte klar den Ton, die erste klare Torchance hatten aber nach rund 20 Minuten die Gäste, Süds Stürmer vergab aber freistehend vor Marcel Maier im Tor des FC Wangen. Dies sollte jedoch die einzige nennenswerte Tormöglichkeit von Ehingen-Süd im kompletten Spiel bleiben. Auch die wenigen Fehler der Wangener im Aufbauspiel wusste Süd nicht zu nutzen und die Offensivaktionen verpufften meist schon im Ansatz. Aber auch der FC Wangen kreierte wenige gelungene Aktionen vor dem gegnerischen Tor, und so stand es nach einem ereignisarmen ersten Durchgang 0:0-Unentschieden, mit dem Wangens Trainer keineswegs unzufrieden war. „Ehingen-Süd stand sehr tief, da war es sehr schwer Tormöglichkeiten herauszuspielen, aber defensiv standen wir sehr gut und haben das starke Umschaltspiel von Süd nicht zur Entfaltung kommen lassen“.

In der zweiten Spielhälfte war ein bisschen mehr los auf dem Wangener Kunstrasenplatz. Die schönste Aktion des Spiels war FC-Spielmacher Okan Housein vorbehalten. Erst tanzte Wangens Nummer 18 zwei Gegenspieler aus und überlupfte dann Ehingens Schlussmann Benjamin Gralla aus knapp 20 Metern gefühlvoll, aber der Ball strich nur wenige Zentimeter am Torpfosten vorbei.

Danach stellte sich aber immer häufiger der Unparteiische in den Fokus und zückte immer mehr gelbe Karten, meist auf Seiten des FC Wangen. FC-Trainer Philipp zeigte dafür kein Verständnis:„In einem fairen Spiel, mit wenig spürbarer Aggressivität auf dem Platz, gab es aus meiner Sicht keinen Grund, so viele gelbe Karten zu verteilen.“ Mitte der zweiten Spielhälfte machte Wangen viel Dampf über die starke rechte Seite, aber die Hereingaben von Jan Gleinser und auch von Djamel Edine Yachir fanden im Zentrum keine Abnehmer. Eine weitere Möglichkeit hatte Fabian Eninger nach einem Eckstoß, aber sein Kopfball landete direkt in den Armen von Ehingens Torhüter Gralla.

Eine Viertelstunde vor Spielende kam das, was sich schon bereits angedeutet hatte: Mit Steffen Friedrich musste der erste Wangener Spieler mit der Ampelkarte frühzeitig zum Duschen. Nach der ersten Verwarnung wegen eines Schubsers gegen einen Gegenspieler, hätte sich der erfahrene Friedrich im Anschluss besser im Griff haben und seine Mannschaft nicht wegen „Ball wegschlagen“ dezimieren dürfen. Zu allem Überfluss ließ sich Yannick Huber, mit einer gelben Karte vorbelastet, kurz vor Schluss zu ein paar Worten Richtung Linienrichter hinreißen und flog ebenfalls noch vom Platz.

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