Wangen holt den vierten Sieg im fünften Spiel

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 Für Aaron Mayer und die MTG Wangen läuft es bisher in dieser Saison in der Württembergliga.
Für Aaron Mayer und die MTG Wangen läuft es bisher in dieser Saison in der Württembergliga. (Foto: Sascha Riethbaum)
Uli Coelius

MTG: Kucera, Nerger; Aaron Mayer (9/davon 3 Siebenmeter); Paul (9), Glatzel (6), Kuttler (5), Michel Fischer, Elia Mayer, Staudacher (je 1), Bächle, Endraß, Hannes Fischer, Plieninger, Straub. Beste HC-Torschützen: Daugirdas (10/6), Watzl (5). Bes. Vork.: Disqualifikation/Rote Karte: Banzer (HC/56. Minute). Zuschauer: 350.

Vierter Sieg im fünften Spiel! Die Wangener Handballer haben nach dem mühsamen 32:26 (15:14)-Erfolg am Samstagabend in der Argensporthalle über Aufsteiger HC Hohenems den Grundstein für eine wohl entspanntere Saison der Württemberliga Süd gelegt. „Auch ein sogenannter dreckiger Sieg bringt zwei Punkte“, brachte Torwarttrainer Michael Becker das turbulente Geschehen auf den Punkt. Cheftrainer Gabriel Senciuc ergänzte: „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt.“

8:2 Punkte nach fünf Spieltagen – davon werden noch die Ur-Ur-Enkel ihren Nachfahren berichten. Sei’s drum. Die MTG Wangen hat sich letztendlich auch von einem unorthodox aufspielenden Kontrahenten mit nur sieben gesunden Feldspielern nicht beirren lassen. Und Kapitän Aaron Mayer mit weiteren neun „Kisten“ bereits 53 Treffer erzielt. „Unser Trainer hat uns ein ums andere Mal gewarnt, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen“, sagte Außenspieler Jakob Glatzel, nicht nur seiner sechs Tore wegen einer der herausragenden Akteure auf Wangener Seite. „Ganz wichtig für uns war, dass wir in den entscheidenden Phasen die Kurve gekriegt haben.“

In der Tat quälte sich die MTG zu einem Sieg gegen wahrlich aufopfernd kämpfende Gäste um den aufmerksamen Spielertrainer Gernot Watzl, der bis weit in die Schlussphase hinein auf Messers Schneide stand. „Der Rückraum von Hohenems ist klasse besetzt“, räumte Gabriel Senciuc, nach der hitzigen Partie hoffnungslos heiser, ein. „Der langsame und unkonventionelle Spielaufbau von Hohenems brachte uns ständig in Schwierigkeiten“, gestand Co-Trainer und Abwehrchef Sebastian Staudacher, der nach übler Attacke von Martin Banzer (Disqualifikation/Rot) knapp fünf Minuten vor dem Abpfiff das Geschehen wegen seiner Wadenverletzung nur von der Bank aus verfolgen konnte.

Die Brocken kommen noch

Die englische Woche mit dem souveränen 30:25-Erfolg über Württembergliga-Größe KSV Unterensingen ist keinesfalls spurlos an der MTG Wangen vorübergegangen. „Das alles muss meine Mannschaft verkraften“, meint Gabriel Senciuc. „Daher bin ich stolz, dass wir gegen Hohenems, wenn auch mühsam, nachgelegt haben.“ Der MTG-Trainer wollte daher nichts davon wissen, dass Wangen wiederum erst in der zweiten Hälfte zu überzeugen wusste: „Das ist halt Handball.“ Weitaus gelassener, als in den, ja, drei Jahren zuvor, kann Wangen nun den weiteren Aufgaben entgegen blicken, unter anderem mit der Partie am nächsten Wochenende bei der HSG Ostfildern.

„Mit 8:2 Punkten können wir gut leben“, sagt Michael Becker. „Die ganz dicken Brocken warten zwar noch auf uns. Doch haben wir die Grundlage geschaffen, dass die MTG wieder respektiert wird in der Württembergliga.“ Das macht den Unterschied. Die Konkurrenz weiß: Wangen ist wieder wer – und wie!

MTG: Kucera, Nerger; Aaron Mayer (9/davon 3 Siebenmeter); Paul (9), Glatzel (6), Kuttler (5), Michel Fischer, Elia Mayer, Staudacher (je 1), Bächle, Endraß, Hannes Fischer, Plieninger, Straub. Beste HC-Torschützen: Daugirdas (10/6), Watzl (5). Bes. Vork.: Disqualifikation/Rote Karte: Banzer (HC/56. Minute). Zuschauer: 350.

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