Viel Klasse trotz Vuelta und WM

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 Pascal Ackermann von Bora-hansgrohe und Marco Mathis von Katusha-Alpecin (Dritter von rechts) gehören am Sonntag in Wangen zu
Pascal Ackermann von Bora-hansgrohe und Marco Mathis von Katusha-Alpecin (Dritter von rechts) gehören am Sonntag in Wangen zu den Favoriten. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Das 85. Wangener Radkriterium beginnt am Sonntag um 10.30 Uhr mit der Jugend. Der Startschuss für die Junioren fällt um 11.30 Uhr. Um 13.30 Uhr Uhr starten die Jedermänner, kurz danach die Hobbyfahrer. Anmeldungen für diese beiden Rennen sind noch bis eine Stunde vor Rennbeginn bei Start und Ziel an der Lindauer Straße möglich. Um 14.30 Uhr wird es ein Keirin-Rennen, eine aus dem Bahnradsport stammende Variante des Sprints, geben. Das Hauptrennen beginnt gegen 15 Uhr. Der Eintritt samt Programm kostet fünf Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind frei. Die Siegerehrung ist nach dem Rennen auf dem Marktplatz.

Mit dem Radkriterium steht am Sonntag in Wangen wieder eines der größten, sportlichen Großereignisse der Allgäustadt auf dem Programm. Mehr als 50 Fahrer (und damit Profis sowie Elite A- und B-Amateure) haben ihr Kommen zugesagt, um sich auf dem 92-Kilometer-Rundkurs zu messen. Allen voran sind dies der aktuelle deutsche Meister auf der Straße, Pascal Ackermann vom Team Bora-hansgrohe, und der gebürtige Tettnanger Marco Mathis, 2016 U23-Weltmeister im Einzelzeitfahren. Zu rechnen sein wird aber auch mit den Fahrern des Wangener Bundesligateams und den Dauergästen des RSC Kempten, die in Wangen schon einige Male für Podiumsplätze sorgten.

1929 fiel erstmals der Startschuss für das Wangener Radkriterium, das seither – mit Ausnahme der Kriegsjahre – regelmäßig ausgetragen wurde und als ältestes Kriterium Deutschlands gilt. Die veranstaltende Rad-Union ist ihrem Grundsatz über die Jahrzehnte hinweg treu geblieben. „Wir wollen den Zuschauern ehrlichen und spannenden Sport bieten“, sagt Rolf Keller, früherer Vorsitzender des Vereins und nach wie vor für die Verpflichtung der Fahrer zuständig. Gut, 2018 war dieses Ansinnen nicht unbedingt einfach. Die Vuelta, neben dem Giro und der Tour de France eine der drei großen und bedeutenden Rundfahrten, läuft noch bis zum Sonntag. Am 22. September starten die Rad-Weltmeisterschaften in Innsbruck. „Da scheuen viele Fahrer davor zurück, zuvor noch offene Rennen zu fahren, bei denen man sich verletzten kann“, weiß Keller.

Wangener und Kemptener lauern

Andere Fahrer wiederum, etwa der Ravensburger Emanuel Buchmann, befinden sich noch bei besagter Spanien-Rundfahrt oder starten beim UCI-Rennen im österreichischen Judendorf. Ein qualitativ hochwertiges Feld hat Keller in Wangen dennoch zusammengestellt. Vor allem Pascal Ackermann, der 2018 neun Siege und 17 Podestplätze aufweisen kann und Anfang September mit der Brüssel Cycling Classic und dem Grand Prix de Fourmies in Frankreich zwei bedeutende Rennen gewann. Der 24-jährige Pfälzer wird längst als Nachfolger von Marcel Kittel und André Greipel gehandelt und gilt als einer der besten deutschen Sprinter. Ihm zur Seite steht sein Bora-hansgrohe-Teamkollege Andreas Schillinger, der in Wangen ebenfalls kein Unbekannter ist und schon mehrfach hier am Start war. Leicht dürfte es beim 85. Wangener Radkriterium daher für Marco Mathis nicht werden. Zwar kommt der 24-Jährige aus dem Team Katusha-Alpecin mit der Empfehlung eines dritten Platzes aus dem Vorjahr. Er wird aber auch ein Einzelkämpfer ohne Teamunterstützung sein.

Im Team treten hingegen die Bundesligisten der Rad-Union Wangen, teils auch im Trikot des Erdgas-Schwaben-Teams, rund um Hermann Keller und Fabian Danner auf. Zu jenen, die die Favoriten in Wangen schon gewaltig ärgerten oder im Falle von Tobias Erler 2016 sogar das „Goldene Rad der Stadt Wangen“ mit nach Hause nahmen, gehören die Fahrer des RSC Kempten. „Ich rechne damit, dass beide Mannschaften in Wangen auch 2018 wieder gut dabei sind“, sagt Rolf Keller. Man darf also gespannt sein, wie die Taktik aussehen wird.

Rund 80 Helfer stehen in jedem Fall hinter den Kulissen bereit, um auch das 85. Wangener Radkriterium zu stemmen. Die Einnahmen werden ausschließlich für die Nachwuchsarbeit verwendet, die der heute knapp 400 Mitglieder große Verein im Übrigen noch länger leistet als die Organisation und Durchführung des Wangener Radkriteriums. Gegründet wurde der Traditionsverein nämlich bereits 1913.

Das 85. Wangener Radkriterium beginnt am Sonntag um 10.30 Uhr mit der Jugend. Der Startschuss für die Junioren fällt um 11.30 Uhr. Um 13.30 Uhr Uhr starten die Jedermänner, kurz danach die Hobbyfahrer. Anmeldungen für diese beiden Rennen sind noch bis eine Stunde vor Rennbeginn bei Start und Ziel an der Lindauer Straße möglich. Um 14.30 Uhr wird es ein Keirin-Rennen, eine aus dem Bahnradsport stammende Variante des Sprints, geben. Das Hauptrennen beginnt gegen 15 Uhr. Der Eintritt samt Programm kostet fünf Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind frei. Die Siegerehrung ist nach dem Rennen auf dem Marktplatz.

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