„Verkaufsoffener“ lockt Besucher-Scharen nach Wangen

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Voll war es am Sonntag in der Wangener Innenstadt.
Voll war es am Sonntag in der Wangener Innenstadt. (Foto: Möllenbrock)
Schwäbische Zeitung

Erst strahlender Sonnenschein, dann sturzbachartiger Regen: Der Verkaufsoffene Sonntag bot wettermäßig zwei Gesichter – was Auswirkungen auf die Besucherzahlen hatte. Christoph Morlok, Geschäftsführer der Leistungsgemeinschaft, zog aber ein positives Fazit.

„Die Innenstadt war, trotz der schlechten Wetterprognose, bis 15.30 Uhr sehr gut mit Besuchern gefüllt“, sagte Morlok. „Als gegen 15.30 Uhr der Regen stark niederprasselte und ein Gewitter folgte, sind alle Besucher schnellstmöglich aus der Stadt verschwunden.“ Dennoch resümmierte er: „Der Sonntag war ein Erfolg. Die Einzelhändler hatten regen Zulauf, die Automodelle waren immer umlagert und das Kinderprogramm zog in seinen Bann.“

Hannes und Christel Schattmaier zog es um die Mittagszeit in die Stadt. „Eine Wurst haben wir schon gegessen“, lachte das Ehepaar aus Wangen. „An diesem Sonntag möchten wir etwas unter die Leute kommen und flanieren.“ Markus Link, gebürtiger Leipziger und seit 2001 in Wangen, erzählte. „Ich kaufe hier von A bis Z, von Lebensmitteln bis Kleidung, alles ein. Beim verkaufsoffenen Sonntag ist viel los und ich werde ein paar Freunde treffen.“

Auch die Einzelhändler sahen den Tag positiv. „Den ganzen Tag über tröpfelte es so vor sich hin“, so Elfriede Roth von Kirch Mode zufrieden. „Es war nicht übermäßig viel los, aber wir hatten gut zu tun.“ Das Team von Fahrrad Keller zeigte in einem Zelt Neuheiten rund ums Rad auf dem Marktplatz. „Der Helmtausch – alt gegen neu – geht bei uns immer“, sagte Andreas Parpart. „Als Highlights zieht das sogenannte ,fat-bike‘, ein Mountainbike mit besonders dicken Reifen und eine Neuheit aus den USA in seinen Bann.“

Auch die Gastronome hatten alle Hände voll zu tun, sei es auf dem Marktplatz, in der Herren-, Bind- oder Schmidstraße. Alle Tische waren voll besetzt. „Die Menschen strömen in die Stadt, wir sind zufrieden“, versicherten Markus Schmid, Betreiber des Cafés Wahlfisch und des Hinderofen-Cafés und Hannes Schattmaier, der auf dem Marktplatz Steaks und Würste im Wecken verkaufte.

„Wir haben eben Reh-Ragout gegessen – zu sehr moderaten Preisen“, freuten sich Ursula und Horst Hummel aus Freudenstadt. „Die Bedienung war sehr freundlich. Überhaupt sind alle, mit denen wir hier zu tun hatten, überdurchschnittlich zuvorkommenden.“ Schupfnudeln aus einem Pappschälchen aßen Alfons und Margit Gahr aus der Nähe von Landshut. Das Ehepaar war für zwei Tage nach Wangen gereist. „Wangen muss mal einfach mal gesehen haben“, schwärmten die Gahrs. „Die Häuser sind schön renoviert, sie wirken so heimelig.“ Zum Händler-Angebot urteilten sie: „Das Preis-Leistungsverhältnis passt.“

Für musikalische Unterhaltung sorgten die Highroad Drums, eine Dudelsack-Band aus dem Allgäu. „Die Leute sind verwundert, dass wir keine Schotten, sondern Allgäuer sind“, erzählten Band-Mitglieder. Neu ist diesem Jahr dabei waren drei Alphornbläser, die durch ruhige Klänge direkt neben der St. Martinskirche Zuhörer fanden. Auf dem Platz vor dem Mahnmal präsentierten sich Vertreter der Kirche. „Die Kirche soll zu den Menschen kommen“, sagte Frederike Hönig, evangelische Pfarrerin. „Aus diesem Grund ist es ist richtig, dass wir uns hier präsentiert haben.“ Sie hatte wenige, aber intensive Gespräche. „Der Anfang ist gemacht“, so Christoph Morlok über die neue Aktion. „Das Ganze ist noch ausbaufähig.“

Im nächsten Jahr will er sich wieder um ein abwechslungsreiches Programm kümmern. „Ich möchte den Leuten immer etwas Neues bieten, es soll ein hochwertiges Programm sein. Wichtig ist mir, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.“

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