„Tune Up“ spielt für einen guten Zweck

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 Beste Irish-Folk-Musik präsentierte die Gruppe Tune Up am Samstagabend in der Festhalle Christazhofen. Knapp 300 Musikfreunde
Beste Irish-Folk-Musik präsentierte die Gruppe Tune Up am Samstagabend in der Festhalle Christazhofen. Knapp 300 Musikfreunde waren gekommen, nicht nur um gute Musik zu hören, sondern auch um für ein Hilfsprojekt in Indonesien zu spenden. (Foto: Tine Steinhauser)
Schwäbische Zeitung
Tine Steinhauser

Bereits zum fünften Mal stand vor kurzem die Band Tune Up in der Christazhofener Turn- und Festhalle auf der Bühne. Mit knapp 300 Musikinteressierten war die Halle bestens besetzt. Das Eine-Welt-Team hatte das Benefizkonzert auf die Beine gestellt, um Spenden für ein Hilfsprojekt in Indonesien unter der Leitung von Schwester Ingeborg Meroth zu unterstützen.

„Ich freue mich auf die Reise über Irland und Schottland nach Christazhofen“, begrüßte Angela Hartmann, eine der Organisatorinnen vom Eine-Welt-Team das Publikum und die Band. Besonders dankte sie Bürgermeister Roland Sauter und einigen Schwestern des Kloster Reute für ihr kommen und dem Musikverein Christazhofen für die Bewirtung. Tune Up – das ist eine Band aus dem süddeutschen Raum, quasi ein Generationenprojekt, dessen Liebe dem irischen und schottischen Folk gilt. Das Ehepaar Michael und Gabriele Dalferth stehen mit ihren Kindern Sam, Cesca, Kevin und Sebastian auf der Bühne. Hinzu kommen die befreundeten Musiker Klaus Klötzer und Sarah Tilscher. Gemeinsam formieren sie die achtköpfige Band, die schon 1998 gegründet wurde und gleich einige Preise einheimste.

„Tune up ist eine echte Größte“

Nicht nur in Deutschland feiern Tune Up in der Irish Folk-Szene Erfolge. Sie haben auch schon auf irischen Festivals gespielt. „Tune up ist eine echte Größe. Wir könnten uns die Gage nicht leisten“, sagt Hartmann, „ich finde es toll, dass sie umsonst auftreten“.

Zu jedem Lied eine Geschichte

Klaus Klötzer, der selbst schon in Schottland gelebt hat, weiß zu jedem Lied eine Geschichte zu erzählen, ganz gleich ob es von dem Matrosen handelt, der auf dem Schiff „kangoorooh“ über die Meere fährt, von geplanten und geplatzten Hochzeiten, ob romantische Ballade oder einen schnell gespielten ‚Reel‘. „Die Reels“ erzählt er, „sind schnelle Tanzstücke.

In den irischen Pubs muss man, wenn man einen hören möchte, einen Geldschein extra in den Topf legen“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Selbstverständlich kommen bei „Tune Up“ viele traditionelle Instrumente zum Einsatz wie die Tin Whistle, die Uillean Pipes, die Northumbrian Smallpipes, die Bodhran und die keltische Harfe.

Nach der Pause, als das Publikum schon im Irish-Folk-Fieber war, berichtete Schwester Ingeborg von den Projekten, die es zu unterstützen galt. Ursprünglich aus dem Allgäu stammend ist sie bereits 1975 als Krankenschwester nach Indonesien gegangen. Seit dem Jahr 2000 lebt sie auf der kleinen Insel Tello und half dort, ein Krankenhaus, ein Waisenhaus, eine Nähschule und einen Kindergarten aufzubauen.

„Wir verwenden die Spenden für Patienten, die dringend eine Operation benötigen“, berichtet sie, „aber wir bilden auch Krankenschwestern, Lehrer und Buchhalter aus“. Im Moment stünden einige Schüler kurz vor dem Abschluss, das sei ein großer Erfolg. Und schon spielte die Band noch ein paar schnelle ‚Reels‘, damit Schwester Ingeborg weitere Hilfe und Aufbauarbeit leisten kann.

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