Theater, Kunstperformance und Oper

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Schwäbische Zeitung

Beiträge aus der italienischen Partnerprovinz Prato

Soda Sisters: Straßenmusik, die sich zwischen Plätzen, engen Gassen und Tanzlokalen mit Tischen, Wein und Kerzen bewegt. Von hier aus beginnt ihr umfangreiches Repertoire alter volkstümlicher Lieder, die zur toskanischen Tradition und der aus Süditalien gehören. Kinderlieder, Serenaden der Liebe, Lieder des Kampfes und Melodien der Vergangenheit. Die Soda Sisters erobern das Publikum laut Ankündigung mit ihrer Einfachheit und der Natürlichkeit ihrer Musik. Eine Gitarre, eine Mandoline, eine Zigarrenkiste, Stimmen und Schlaginstrumente aus Löffel, Raspeln und Tamburine. Soda Sister treten zur Begrüßung um 19 Uhr auf dem Marktplatz und um 23 Uhr im Spitalhof (bei schlechtem Wetter in der Stadthalle) auf. Außerdem beim italienischen Abend am Samstag, 4. August, auf dem Marktplatz. Bei schlechtem Wetter findet diese Veranstaltung in der Stadthalle statt.

Der Verein Natyagioia arbeitet seit vielen Jahren an der Erforschung der traditionellen Tänze Süditaliens und des östlichen Mittelmeeres und produziert Tanz-und Tanztheateraufführungen. Das Repertoire umfasst die Pizzica, die Taranta, die Tarantella und die nordafrikanischen Tänze orientalischer Prägung Raqs sharqi. Ein reiches Volksgut, das heute unter der künstlerischen Leitung von Patrizia Pacini wiederentdeckt wurde – sowohl in seiner ursprünglichen Folklore, aber auch in innovativen Formen mit Theaterelementen. Die Gruppe tritt an der Kulturnacht um 20 Uhr im Pulcinella Centro im Aumühleweg 9 auf. Um 22 Uhr wird auf dem Saumarkt oder bei schlechtem Wetter ebenfalls im Pulcinella Centro, eine Tanz- und Theatershow mit dem Titel „Der Schatten des Lichts“ geboten. Darin wird eine Geschichte über die Rolle der Frau in der Gesellschaft, der Unterdrückung und der Emanzipation erzählt. Beim italienischen Abend am Samstag, 4. August, ist die Gruppe auf dem Marktplatz zu erleben.

Die Rockband Fun Cool um den in Wangen bereits bekannten Gabriele Borchi wurde 2016 gegründet. Die Gruppe spielt vor allem Rock aus den 70er-Jahren und später. Historische Stücke des internationalen Rocks von den Beatles, Deep Purple, AC/DC, Pink Floyd, Queen, The Police, U2, bis hin zum italienischen Rock von Pupo, Luciano Ligabue, Vasco Rossi und historischen Sängern wie Little Tony und vielen anderen werden neu arrangiert im Stil des Hard-Rocks. Fun Cool tritt an der Kulturnacht um 21.30 Uhr im Spitalhof auf beziehungsweise bei schlechtem Wetter in der Stadthalle und außerdem beim italienischen Abend am Samstag, 4. August, auf dem Marktplatz. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Stadthalle statt. (sz)

Die Wangener Kulturnacht will am Freitag, 3. August, ab 19 Uhr die Besucher verzaubern. Lokale Kulturschaffende präsentieren an 22 Schauplätzen über die Innenstadt verteilt rund 50 Einzelveranstaltungen mit Musik, Theater, Literatur, Tanz und Kunst. Zwischendurch können kulinarische Spezialitäten aus der Toskana auf dem Marktplatz genossen werden. Der Eintritt ist frei. Bei schlechtem Wetter gibt es für alle Freiluftveranstaltungen überdachte Ausweichorte, wie das Kulturamt der Stadt Wangen mitteilt.

Die SZ stellt ausgewählte Programmpunkte näher vor.

Auf Flügeln des Gesangs“ nennt sich der Beitrag von Mareike Rief (Sopran), Anna Welte (Mezzosopran) und Margarete Busch (Klavier). Die Künstlerinnen präsentieren Duette von Mendelssohn, Brahms, Massenet und Chilcott. Einer der Höhepunkte wird das bekannte Blumenduett aus der Oper Lakmé von Léo Delibes. Rief und Welte sind seit einigen Jahren Duett-Partnerinnen bei verschiedensten Projekten.

Auch die Wangener Theatergruppe Kiesel nimmt wieder an der Wangener Kulturnacht teil. Spielort ist die Argenbrücke bei der „Hochwasserente“, und auch thematisch geht es „Über Brücken“, so der Titel des Programms. Zu sehen sind unter anderem szenische Umsetzungen von Texten von Böll, Kafka und anderen Autoren, auch die berühmte „Brück‘ am Tay“ von Theodor Fontane ist dabei. An der Produktion wirkt neben der Kiesel-Stammbesetzung diesmal auch Bernhard Stengele mit, der die Gruppe 1983 mit begründete und später als professioneller Schauspieler und Regisseur an verschiedenen Bühnen Erfolge feierte, zuletzt als Schauspieldirektor in Gera. Die Aufführung findet um 21 Uhr statt und wird um 23 Uhr wiederholt (Ausweichort: Bücherei im Kornhaus). Kaishi vereint Bild, Wort, Klang zu einem simultanen Erlebnis. Die Performance findet an der Kulturnacht um 21, 22 und 23 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche statt. Bild: Malerei von Margit Hartnagel; Wort: poetische Fragmente, gesprochen von Margit Hartnagel; Klang: Improvisationen, gespielt von Viz Michael Kremietz. Alles zusammen erschafft laut Veranstalter eine unendliche Weite, in der alles klingt und schwingt, anklingt und berührt wird und sich doch nicht greifen lässt. Macher dieser Performance ist zum einen Margit Hartnagel, die Malerei an der Akademie der bildenden Künste sowie Experimentelles Gestalten und Raumkunst an der Universität für Angewandte Kunst, beides in Wien studierte. Und zum anderen Viz Michael Kremietz. Seit 20 Jahren betreibt er Klangforschung in den Bereichen Ambientemusk, Weltmusik, Theater- und Performancemusik. Seine Hauptinstrumente ist das Australische Didgeridoo und die japanische Zenflöte Shakuhachi, Waterphone, Gongs, sowie verschiedene Klanginstallationen. Er studierte sieben Jahre traditionelle Zenmusik des japanischen Buddhismus bei Jim Franklin.

Blues ist eine dreiköpfige Rock- und Bluesband von gestandenen Musikern aus dem Raum Wangen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, kräftigen Rocksound weiter am Leben zu erhalten. Bewusst wird nicht auf die gängigen, von unzähligen Coverbands gespielten Standards zurückgegriffen. Die Bandmitglieder sind Rod (Bass), Albert (Drum, Vocals, Rick (Gitarre, Vocals). Blues tritt an der Kulturnacht um 20, 21 und 22 Uhr im Hof der Martinstorschule auf. Bei schlechtem Wetter wird in das Jugendzentrum Tonne ausgewichen.

Ein musikalisches Großereignis verspricht der Veranstalter mit La Bohème. Die Oper von Giacomo Puccini weckt romantische Gefühle und Sehnsüchte. Die Oper um die Irrungen und Wirrungen einer armen Künstlerkolonie im Paris des späten 19. Jahrhunderts steht mit vier Aufführungen Mitte März 2019 in Wangen und Leutkirch auf dem Spielplan. Der neue Intendant Philipp Ahner und Dirigent Friedrich Wilhelm Müller stellen inhaltlich und musikalisch zusammen mit Projektbeteiligten die verschiedenen Facetten der Produktion vor. Die Vertreter der Opernbühne Württembergisches Allgäu präsentieren sich bei der Kulturnacht um 19.15 Uhr und um 22 Uhr im Weberzunfthaus.

Ines Gabor ist Liedermacherin. Seit vielen Jahren schreibt sie deutsche Texte zu den ganz alltäglichen Dingen des Lebens. Ihre Gedanken und Gefühle verpackt sie dabei in bodenständige aber auch poetische Worte. Gabor tritt an der Kulturnacht um 21 und um 23 Uhr im Weberzunfthaus auf.

Cantarte präsentiert sich in leicht reduzierter Besetzung aufgrund der Urlaubszeit – mit einem 30-minütigen Medley aus Les Misérables. Dabei treten die Sänger in selbst und eigens dafür zusammengestellten Kostümen auf, die vorher aber noch nicht gezeigt werden: Die weltberühmte, mehrmals verfilmte Romanvorlage von Victor Hugo erzählt eine Geschichte von Kampf, Freiheit und Träumen, Glaube, Liebe und Hoffnung. Claude-Michel Schönbergs Vertonung ist von mitreißend kraftvoll bis anrührend schön. Die Cantarte-Vorstellungen sind um 19.30 und um 21 Uhr in der Spitalkirche.

Die Hallodrian-Jazzband wurde 1992 in Meersburg gegründet und ist in den letzten Jahren zu einem festen Begriff in der Dixieland-Szene rund um den Bodensee geworden. Die Hallodrian-Jazzband tritt an der Kulturnacht mit Dixie und Swing um 19.15 Uhr und 21 Uhr im Hinterhof des Hotels und Restaurants „Blaue Traube“ beziehungsweise bei schlechtem Wetter in den Innenräumen auf.

Beiträge aus der italienischen Partnerprovinz Prato

Soda Sisters: Straßenmusik, die sich zwischen Plätzen, engen Gassen und Tanzlokalen mit Tischen, Wein und Kerzen bewegt. Von hier aus beginnt ihr umfangreiches Repertoire alter volkstümlicher Lieder, die zur toskanischen Tradition und der aus Süditalien gehören. Kinderlieder, Serenaden der Liebe, Lieder des Kampfes und Melodien der Vergangenheit. Die Soda Sisters erobern das Publikum laut Ankündigung mit ihrer Einfachheit und der Natürlichkeit ihrer Musik. Eine Gitarre, eine Mandoline, eine Zigarrenkiste, Stimmen und Schlaginstrumente aus Löffel, Raspeln und Tamburine. Soda Sister treten zur Begrüßung um 19 Uhr auf dem Marktplatz und um 23 Uhr im Spitalhof (bei schlechtem Wetter in der Stadthalle) auf. Außerdem beim italienischen Abend am Samstag, 4. August, auf dem Marktplatz. Bei schlechtem Wetter findet diese Veranstaltung in der Stadthalle statt.

Der Verein Natyagioia arbeitet seit vielen Jahren an der Erforschung der traditionellen Tänze Süditaliens und des östlichen Mittelmeeres und produziert Tanz-und Tanztheateraufführungen. Das Repertoire umfasst die Pizzica, die Taranta, die Tarantella und die nordafrikanischen Tänze orientalischer Prägung Raqs sharqi. Ein reiches Volksgut, das heute unter der künstlerischen Leitung von Patrizia Pacini wiederentdeckt wurde – sowohl in seiner ursprünglichen Folklore, aber auch in innovativen Formen mit Theaterelementen. Die Gruppe tritt an der Kulturnacht um 20 Uhr im Pulcinella Centro im Aumühleweg 9 auf. Um 22 Uhr wird auf dem Saumarkt oder bei schlechtem Wetter ebenfalls im Pulcinella Centro, eine Tanz- und Theatershow mit dem Titel „Der Schatten des Lichts“ geboten. Darin wird eine Geschichte über die Rolle der Frau in der Gesellschaft, der Unterdrückung und der Emanzipation erzählt. Beim italienischen Abend am Samstag, 4. August, ist die Gruppe auf dem Marktplatz zu erleben.

Die Rockband Fun Cool um den in Wangen bereits bekannten Gabriele Borchi wurde 2016 gegründet. Die Gruppe spielt vor allem Rock aus den 70er-Jahren und später. Historische Stücke des internationalen Rocks von den Beatles, Deep Purple, AC/DC, Pink Floyd, Queen, The Police, U2, bis hin zum italienischen Rock von Pupo, Luciano Ligabue, Vasco Rossi und historischen Sängern wie Little Tony und vielen anderen werden neu arrangiert im Stil des Hard-Rocks. Fun Cool tritt an der Kulturnacht um 21.30 Uhr im Spitalhof auf beziehungsweise bei schlechtem Wetter in der Stadthalle und außerdem beim italienischen Abend am Samstag, 4. August, auf dem Marktplatz. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Stadthalle statt. (sz)

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