Wieder im MTG-Kader: Sebastian Staudacher
Wieder im MTG-Kader: Sebastian Staudacher (Foto: Archiv: Sascha Riethbaum)
Sportredakteur

Auf ihre „Hölle Süd“ sind sie bei der MTG Wangen zu Recht stolz. Denn die Argensporthalle, in der der Handball-Württembergligist in schöner Regelmäßigkeit seine Gegner vermöbelt, ist gefürchtet – weil nicht selten mit Hunderten begeisterungswilligen Fans gefüllt. Der nächste, der in diese „Hölle“ muss, ist die SG Herbrechtingen-Bolheim am Samstag (20 Uhr).

Sechs Wochen ist es her, dass die MTG ein Punktspiel in der Württembergliga bestritten hat. Zwei Tage vor Weihnachten endete das Handballjahr für die Wangener mit einer Enttäuschung. 30:32 hieß es gegen die HSG Langenau/Elchingen. Seither mussten Trainer Gabriel Senciuc und seine Mannschaft wegen der Winterpause warten, bis sie die ungewohnte Niederlage in eigener Halle wiedergutmachen können. Am Samstag hat das Warten ein Ende. Das Ziel ist klar: „Es wäre für uns wünschenswert, dieses Spiel zu gewinnen“, sagt Teammanager Arno Uttenweiler. Allzu weit lehnt er sich damit nicht aus dem Fenster. Denn Herbrechtingen-Bolheim ist Vorletzter, die MTG als Tabellensechster klarer Favorit.

Das wäre in der vergangenen Saison zu diesem Zeitpunkt nicht so gewesen. Denn da kämpfte Wangen um den Abstieg, hielt mit großer Mühe die Klasse – und stellte sich in entscheidenden Positionen neu auf, Uttenweiler und Senciuc wurden geholt. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bis auf eine kleine Schwächephase zum Jahresende spielt die MTG eine hervorragende Runde, hat Anschluss an die vorderen Plätze und vor allem: Ruhe.

Uttenweiler lobt alle Beteiligten über den grünen Klee. Allen voran den Trainer, der „sehr gute Analysen“ und ein „abwechslungsreiches Training“ mache und mit seiner „individuellen Ansprache“ überzeuge.

Bei aller Euphorie bleibt der Teammanager realistisch. Die Mittel der MTG seien begrenzt, gezahlt werde nach wie vor keinem Spieler etwas. Wangen müsse damit punkten, „ein genialer Verein“ zu sein. Mit seiner Überzeugungsarbeit hat es Uttenweiler in der laufenden Saison schon geschafft, den Torhüter Petru Drenceanu von der TG Biberach ins Allgäu zu lotsen, um sich auf dieser Position für die Zukunft zu rüsten. Zudem seien die Gespräche mit den allermeisten Spielern aus dem aktuellen Kader für die kommende Saison schon weit gediehen. Zwei Neuzugänge für die nächste Spielzeit gebe es demnächst wohl ebenso zu vermelden, sagt Uttenweiler.

Vorher steht aber der Ligaalltag an. Am Samstag kehrt gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim der lange verletzt fehlende Sebastian Staudacher in den Kader zurück. Ob er tatsächlich spielt, entscheide sich nach dem Warmmachen, sagt Uttenweiler. „Er ist der Kopf der Mannschaft“, verdeutlicht der Teammanager die Bedeutung Staudachers. Erzwungen werden solle nichts. Einen Belastungstest bei einem Spiel der 1b-Mannschaft habe Staudacher kürzlich aber erfolgreich absolviert.

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