Spitze von Leni Matthaei ist Blickfang des Klöppelkongresses

Lesedauer: 2 Min

Vorstandsmitglieder des Deutschen Klöppelspitzenverbands und OB Michael Lang bei der Führung durch die Ausstellung mit Werken v
Vorstandsmitglieder des Deutschen Klöppelspitzenverbands und OB Michael Lang bei der Führung durch die Ausstellung mit Werken von Leni Matthaei. (Foto: Steppat)

165 Spitzen der Entwerferin Leni Matthaei (1873 - 1981) sind Thema der Hauptausstellung des Deutschen Klöppelspitzenkongresses, der am Donnerstagabend in Wangen eröffnet wurde. In der Pfarrgemeindesaal von St. Martin sowie im DRK-Heim in der Liebigstraße sind die Werke der nach dem Zweiten Weltkrieg in Reutlingen lebenden Frau zu sehen, die als eine der wichtigsten Entwerferinnen der Klöppelspitze in Deutschland nach 1900 gilt.

Vor der Kongresseröffnung in der Stadthalle gab es eine Führung durch die Ausstellung. Dabei erläuterte Gerd Leichter, Vorsitzender des Arbeitskreises Geschichte im Deutschen Klöppelspitzenverband, Details des Schaffens von Leni Matthaei. Sie habe sich auf Gebrauchsware konzentriert, aber nicht ausschließlich: „Leni Matthaei hat im Hintergrund immer auch die Kunst gehabt“, sagte Leichter.

Das Klöppeln hat Matthaei 1907 in Paris erlernt. Ihre Muster umgesetzt habe später allerdings vornehmlich ein ganzer Stab von Klöpplerinnen. Die 165 Ausstellungsstücke sind Teil der Verbandssammlung. Laut Leichter bilden sie eine der größten Schauen der Werke Mattheis, nach jener im Heimatmuseum in Reutlingen.

Werke von ihr sind unter anderem auch im Museum of Modern Art in New York, in Hamburg, Stuttgart und anderen Städten zu sehen. Die Matthaei-Ausstellung in Wangen ist am Freitag von 10 bis 17, am Samstag von 9 bis 17 und am Sonntag von 11 bis 13 Uhr zu sehen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen