Der Kirchenchor Roggenzell mit seiner Dirigentin Anja Strodel bereitete den Zuhörern am Sonntagabend in der St.-Gallus-Kirche
Der Kirchenchor Roggenzell mit seiner Dirigentin Anja Strodel bereitete den Zuhörern am Sonntagabend in der St.-Gallus-Kirche eine besinnliche Stunde. (Foto: Vera Stiller)
Vera Stiller
Redakteurin

Der Kirchenchor Roggenzell unter seiner Leitung von Anja Strodel hatte am Sonntagabend zu einer musikalischen Stunde eingeladen. Mit im Boot war die Formation „Sorry Corrs“, die ebenso wie der Chor die Herzen der Besucher erreichte.

Zur Ruhe kommen, den Lärm dieser Welt vergessen und sich der sakralen wie auch der zum Nachdenken anregenden Musik hingeben – in der Kirche St. Gallus in Roggenzell war das am Sonntagabend möglich. Auf dem Programm stand ebenso der Chor- wie auch der Sologesang, dazu die Klänge unterschiedlicher Instrumente.

Mit einem italienischen Prozessionslied aus dem 15. Jahrhundert erreichte der Kirchenchor von der Sakristei ausgehend den so schön renovierten und mit einer guten Akustik ausgestatteten Altarraum, um hier die „Ubi caritas“ von Audrey Snyder anzustimmen. Mit einem innigen Gefühl für den altrussischen Kirchengesang gelang das „Tebje Pajom“, wie Rachmaninows „Ave Maria“ zu einem der Höhepunkte des Konzertes wurde.

„Der Abendsegen“ aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ war wie geschaffen für die feinen Stimmen von Annika Dohrendorf (Sopran) und Anja Strodel (Alt). Aber auch das Lied von den „Meeren“, das Johannes Brahms komponierte, gelang dem Duett vorzüglich.

Dann erfreute „Sorry Corrs“ das Publikum mit Eigenkompositionen: Armin Detzel und Siegi Böhme mit gefühlvollen Gitarrenklängen, Thomas Barth am begleitenden Bass und Mario Heine am hölzernen Schlagwerk. Sängerin Edith Detzel, von der Melodien und Texte stammten, wusste mit ihrer ansprechenden Stimme zu überzeugen. Sie sang von Toleranz und Menschlichkeit, ließ vor dem geistigen Auge die bunte Welt erstehen und forderte dazu auf, „Wünsche neu zu entdecken und das Kind in dir zu wecken“.

Das „Be still my soul“ des Finnen Jean Sibelius sang Anja Strodel mit warmer und ausdrucksstarker Stimme, bevor mit dem „Vater unser“ aus Frankreich und dem deutschen Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ der Kirchenchor noch einmal erlebt werden konnte. Ein gemeinsam gesungenes „Bleib bei uns, Herr!“ war ein schöner Abschluss der besinnlichen Stunde.

Von der Chorleiterin war dann noch zu erfahren, dass der Betrag, der am Ausgang eingesammelt worden war, zu gleichen Teilen an die „DRK-Helfer vor Ort“, Daniel Schoch, Peter Benk und Thomas Müller, sowie an Father Francis Lubega aus Uganda gehen wird.

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