Die Grundschule Schomburg und die Berger-Höhe-Schule Wangen haben Preise ergattert.
Die Grundschule Schomburg und die Berger-Höhe-Schule Wangen haben Preise ergattert. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg hat unter dem Motto „Preisgekrönt“ einen Schülerwettbewerb zum Umwelt- und Naturschutz für alle Grundschulen im Landkreis ausgeschrieben. Rund 10 000 Euro hat die Stiftung ausgeschüttet. Sieger wurde die Klasse 4b der Döchtbühlschule Bad Waldsee. Auch Wangener Schüler erhielten Preise.

Knapp 100 kleine und große Menschen füllten am Donnerstagabend den Giebelsaal der Kreissparkasse Wangen. Sie alle waren gekommen, um zu hören, wer denn nun am besten gute Ideen zum Umwelt- und Naturschutz in ein Projekt umgesetzt hatte. Gefolgt war die Bürgerstiftung laut Stiftungs-Vorstandsmitglied Jürgen Mossakowski dem Gedanken, dass es nie zu früh sein kann, für Umwelt- und Naturschutz etwas zu tun.

„Wir sind die Zukunft“

Ähnlich sah es auch Monika Schellhaase vom Staatlichen Schulamt. Sie erzählte die Geschichte von Isabell und Malita Wijlsen aus Bali, zwei zwölf und zehn Jahre alten Mädchen, die 2013 beschlossen, die Initiative „Bye bye plastic bags“ zu gründen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die Urlaubsinsel im Indischen Ozean innerhalb von fünf Jahren plastiktütenfrei zu bekommen. Sie haben es geschafft – und dafür 2017 einen Bambi erhalten. Schellhaase zitierte die beiden Mädchen: „Kinder können etwas bewegen. Wir sagen nicht, dass es einfach ist. Wir Kinder machen zwar nur 25 Prozent der Weltbevölkerung aus, aber wir sind zu 100 Prozent die Zukunft.“

Schellhaase war es auch, die die Kriterien der aus den Stiftungsmitgliedern Kurt Lillich, Gerti Abt und Robert Heer sowie dem Wangener Lehrer Gerhard Lang und ihr bestehenden Jury kundtat, nach denen beurteilt wurde. Es ginge nicht darum, dass es etwas Riesiges sei, sagte Schellhaase: „Im Kleinen kann auch etwas Großes beginnen.“ Das Projekt solle Menschen ermutigen und ermuntern, etwas für die Gesunderhaltung der Erde zu tun – und Bewusstsein schaffen für ein Problem. Niemand solle ausgegrenzt werden, das Projekt eine nachhaltige Wirkung haben, verbinden und Kinder zusammenführen.

Die Jury habe es sich nicht leicht gemacht, sagte Robert Heer: „In erster Linie kam es nicht auf die Art der Präsentation an. Die Inhalte waren entscheidend.“ 18 Bewerbungen sind eingegangen und wurden ausgezeichnet, darunter auch jene drei, die formale Fehler, wie beispielsweise das Missachten der vorgeschriebenen Darstellung des Projektes, enthielten.

Der Schulgarten der Döchtbühlschule Bad Waldsee hatte am Ende die Nase vorn. Die Schüler punkteten mit Insektenhotel, einem Schulgartenteich mit Kaulquappen und Fröschen, Blühstreifen, einem Vogelhäuschen, Hochbeeten, ökologischer Pflege und vielem mehr. „Die dritten Klassen sind regelmäßig alle zwei Wochen für zwei Stunden im Garten. Jeder Schüler hat sein eigenes, kleines Beet, in dem Sonnenblumen, Kartoffeln und Zwiebeln wachsen“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Unter dem Motto „Die Erde ist wertvoll“ beschrieben die Kinder der Grundschule Schomburg ihre Visionen und geplanten Projekte in vielen Unterrichtsfächern und außerschulische Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit. Unter anderem geht es dabei um einen Bücherflohmarkt („Alte Schätze finden“), Re- und Upcycling („Aus Verpackungen Nützliches herstellen“), einen „Solartag“ an der Schule, saisonale Ernährung oder die Ansiedlung von Bienenvölker.

Die Kinder der Berger-Höhe-Schule haben ihren Schulgarten zum Thema gemacht. „Wir, die Kinder und das Schulteam der Berger-Höhe-Schule, haben das Glück, dass unser Schulhof im vergangenen Jahr um eine Gartenstück erweitert werden konnte“, heißt es im Begleitschreiben. In diesem Garten sollen zahlreiche Pflanzen und vor allem Insekten einen Lebensraum finden. Im Frühjahr wurden eine Kräuterspirale und ein Barfußpfad angelegt. „Es ist bemerkenswert, wie die Schulen das Thema angegangen sind“, sagte Jürgen Mossakowski und: „So wird man Nachhaltigkeit auch erreichen.“

Im vergangenen Jahr wurden Feuerwehren und technische Hilfswerke für ihr Engagement bei der Sicherung des Nachwuchses und der Stärkung der Einsatzbereitschaft ausgezeichnet.

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