Radfahrer-/Fußgänger-Konflikt soll im Erba-Areal entflochten werden

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Auf reges Interesse stieß beim Erba-Fest die Führung „Was war – was ist – was wird?“ mit Beate Leupolz (rechts).
Auf reges Interesse stieß beim Erba-Fest die Führung „Was war – was ist – was wird?“ mit Beate Leupolz (rechts). (Foto: swe)
Redaktionssekretariat

Die Führung „Was war – was ist – was wird?“ zur Landesgartenschau und den Wohnprojekten in der Erba wird in diesem Jahr noch einmal, am Samstag, 13. Oktober, angeboten. Sie beginnt um 14 Uhr am alten Feuerwehrhaus und kostet sieben Euro.

Rund 60 Besucher entschlossen sich schon kurz nach Eröffnung des Erba-Stadtteilfests am späten Sonntagvormittag für die von der Stadt durch Beate Leupolz angebotene Führung „Was war – was ist – was wird?“

Über die inzwischen größtenteils abgerissene Außenfassade entlang der Spinnereistraße verlief die Wanderung über die Unterführung am Südring zum Argensteg am Gehrenberg und die neue Brückenverbindung bei der Stadtgärtnerei zurück ins Erba-Areal. Beate Leupolz ging dabei auf die Anfänge der Landesgartenschau-Visionen, die Bewerbung, ihren Gründen und bereits vorgenommenen Maßnahmen ein. „Spätestens beim Stadtteilfest im nächsten Jahr sieht das alles schon wieder ganz anders aus“, versprach Leupolz beispielsweise für die derzeit brach liegende Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Pförtnergebäude, wo die Quartiersgarage und dahinter eine Veranstaltungs- oder Festwiese entstehen soll.

Auf dem Weg in Richtung Gehrenberg-Steg wies sie auf das „Verkehrsproblem“ und das bestehende Konfliktpotenzial zwischen Radfahrern und Fußgängern hin: „Mit der Landesgartenschau hat man entlang der Argen die Möglichkeit, neue Wegekonzepte zu schaffen und die Fußgänger-/Radfahrerproblematik zu entflechten.“ Heißt: Beide Gruppen könnten voneinander getrennt werden. Für Durchlässigkeit würden dann die geplanten Brücken und Stege sorgen.

Auch die Geschichte der Bahn ist in Wangen laut Leupolz eng mit der Geschichte der Erba verbunden. Die Gründerväter legten auf einen (damals noch von Hergatz zu verlegenden) Anschluss ebenso viel Wert wie auf die Tatsache, dass die Steuersätze zu den Gründungszeiten der Erba vor mehr als eineinhalb Jahrhunderten in Württemberg relativ niedrig waren: „Die Gründer waren auch der Meinung, dass es in Wangen einfach wäre, Arbeitskräfte zu finden.“

Eine Annahme, die sich nicht bestätigte: „Nur 20 Prozent der Arbeiter in der Anfangszeit kam aus Wangen. Die Menschen haben nicht gerne in einer Fabrik gearbeitet. Das hat dazu geführt, dass man zunächst aus Vorarlberg, später auch aus Südtirol Arbeiter nach Wangen holte.“ Ebenfalls als Trugschluss erwies sich, die (eigentliche unberechenbare) Argen als zuverlässigen Energielieferanten zu nutzen: „Dafür hat sich die Stadt bereiterklärt, den Wasserzins niedrig zu halten und für die Wehre aufzukommen.“

Leupolz blickte sechs Jahre vor der Landesgartenschau bei der Führung auch voraus auf mögliche Einschränkungen, die auf die Wangener Bürger zukommen werden: „Während der Landesgartenschau wird sicher ein Teil des Geländes eingezäunt sein und wir werden sehen müssen, wo wir wie durchkommen.“ Die Stadtführerin erinnerte aber auch an die Vorteile, die das Großereignis mit sich bringe: „Vieles, wie das Wegekonzept, wird auf Dauer bleiben. Und die Zugänglichkeit der Argen wird durch die Landesgartenschau besser werden.“

Die Führung „Was war – was ist – was wird?“ zur Landesgartenschau und den Wohnprojekten in der Erba wird in diesem Jahr noch einmal, am Samstag, 13. Oktober, angeboten. Sie beginnt um 14 Uhr am alten Feuerwehrhaus und kostet sieben Euro.

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