Der Nikolaus erzählte den Kindern in der Rochuskapelle die Geschichte von der wundersamen Kornvermehrung.
Der Nikolaus erzählte den Kindern in der Rochuskapelle die Geschichte von der wundersamen Kornvermehrung. (Foto: AMV)
Schwäbische Zeitung

Am Abend des 5. Dezember haben sich rund 90 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern in der Rochuskapelle versammelt, um auf den Nikolaus zu warten. Die kleine Feier hatte der Altstadt- und Museumsverein (AMV) organisiert.

Bevor der Nikolaus kam, trugen die Klosensänger drei Lieder vor. Ein Lied davon sei gerade erst wiederentdeckt worden, teilt der AMV weiter mit. Der Brauch des „Klosensingens“ stamme aus dem Mittelalter. Demnach zogen die Wangener Lateinschüler und die Sängerknaben der Spitalkirche am Nikolausabend durch die Stadt und sangen für eine kleine Gabe regionale und Wangener Nikolauslieder. Neben den alten, deutsch gesungenen Liedern sei vor allem das stets abschließende, lateinische Lied „Nicolai festo“ mit seinem Ende: „… steck’s in Sack!“ bekannt.

Mit diesem Lied verabschiedeten sich die Klosensänger und der sehnsüchtig erwartete Nikolaus kam. Er erzählte den Kindern die Geschichte von der wundersamen Kornvermehrung und dass Nikolaus ein guter Mann sei, der viele Wunder vollbrachte und den Menschen half. So sollte der Nikolaus wohl auch helfen, als ein kleines Kind ihm all seine Schnuller überreichte.

Nachdem es im vergangenen Jahr so viele Kinder in der Rochuskapelle waren, hatte sich der Nikolaus dieses Jahr drei Engel als Helfer mitgebracht, die dem Nikolaus bei der Gabenverteilung halfen. Jutta Schikora begleitete mit ihrer Gitarre die Nikolauslieder der Kinder, und ganz mutige Kinder sagten auch ein Gedicht auf, so der AMV abschließend.

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