Nieratzer weihen restauriertes Wegekreuz ein

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Pfarrer Ludwig Endraß segnet das Wegekreuz, Josef Weber hält das Weihwasser, Ortsvorsteher Berthold Riether den Schirm.
Pfarrer Ludwig Endraß segnet das Wegekreuz, Josef Weber hält das Weihwasser, Ortsvorsteher Berthold Riether den Schirm. (Foto: Vs)
Vera Stiller
Redakteurin

Innerhalb weniger Wochen ist auf der Gemarkung des Wangener Ortsteiles Niederwangen ein zweites Kleindenkmal eingeweiht worden. Pfarrpensionär Ludwig Endraß segnete das Nieratzer Flurkreuz.

Das Kreuz, das da am Waldesrand auf Höhe der Wegegabelung nach Nieratzbad steht, ist bereits 1825 erstmalig erwähnt worden. Und man kann es sich gut vorstellen, wie Gläubige, die sich auf dem Wallfahrtsweg von Wangen nach Pfärrich befunden haben, hier für eine besinnliche Rast anhielten. Auch diente der stille Ort einst als Ziel für alle, die sich auf einer „Gut-Wetter-Prozession“ befanden.

Wie von Erwin Beck als Vertreter der Kapellengemeinschaft zu erfahren war, hielt das Kruzifix dann 1920 Einzug in die Nieratzer Kapelle und wurde 1921 am ehemaligen Standort ersetzt. Bis der Korpus in den 1970er-Jahren gestohlen wurde. Josef Ehing von der Ölmühle schnitzte ihn nach und stellte ihn der Gemeinschaft kostenlos zur Verfügung.

Nun war das Marterl renovierungsbedürftig geworden. Dank der großzügigen Unterstützung von Landkreis, Stadt und Kreissparkasse sowie dem Niederwangener Heimatverein konnte das Kulturgut erhalten werden: Herbert Mayer aus Gebrazhofen nahm die Restaurierung vor.

„Jesus hat uns am Kreuz das Tor zum Himmel geöffnet“, sagte Pfarrer Ludwig Endraß. Und mit den Worten „Im Kreuz ist Heil“ wünschte er allen, „die hier vorbeikommen“, den göttlichen Schutz und die Liebe des Vaters.

Ortsvorsteher Berthold Riether lobte die Nieratzer als „verantwortungsbewusste Bürger“, die als Kapellengemeinschaft nach christlichen Dankmalen schauten und sich als solche stets um die Unterhaltung der Kapelle in ihrem „besonderen Teilort“ kümmerten. Namentlich wurden dann Petra und Stefan Müller genannt, die den Bereich rund um das Wegekreuz pflegen würden.

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