Nie im Rückstand

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Im Höhenflug: MTG-Kreisläufer Sebastian Staudacher und die Wangener Handballspieler.
Im Höhenflug: MTG-Kreisläufer Sebastian Staudacher und die Wangener Handballspieler. (Foto: Thorsten Schneider)
Uli Coelius

MTG: Kucera, Nerger; Aaron Mayer (12/6 Siebenmeter), Paul (5), Glatzel (4), Kuttler (3), Bader, Elia Mayer (je 2), Bächle, Staudacher (je 1), Endraß, Hannes Fischer, Geyer, Plieninger.– Beste SKV-Torschützen: Pracht (9/4), Brändle (7).– Bes. Vork.: Rote Karten Kuttler (MTG/3 x 2 Minuten 56. Minute; Bürkner (SKV/3 x 2 Minuten 43.).– Zuschauer: 600.

Die Favoritenrolle im letzten Spiel der ersten englischen Woche müssen die Handballer der MTG Wangen ohne Murren annehmen. Nach dem insgesamt ungefährdeten 30:25 (17:14)-Erfolg über den SKV Unterensingen am Mittwochabend trifft der neue Tabellenfünfte der Württembergliga Süd am Samstag um 20 Uhr wiederum in der Argensporthalle auf Aufsteiger und Schlusslicht HC Hohenems. Gegen die Vorarlberger wird nicht nur vom Umfeld der vierte Sieg im fünften Punktspiel der Saison erwartet.

Was die Wangener in einer eher niveauarmen und von vielen Unterbrechungen gekennzeichneten Partie am Mittwochabend auszeichnete, war, dass sich die MTG-Mannschaft zu keiner Zeit von ihrem Weg abbringen ließ. Aus einer stabilen Abwehr heraus setzten sie den Gegner aus Unterensingen, in der Vorsaison immerhin Tabellendritter, mit überfallartigen Tempogegenstößen sowie temporeichen Angriffen über erste und zweite Welle unter Druck. Die erste Hälfte lieferte dabei nur bedingt Anschauungsunterricht. Nach der Pause jedoch demonstrierte Wangen eindrucksvoll, wie wertvoll eine geschickt operierende Defensive im Handballsport noch immer ist. „Ganz besonders in der zweiten Hälfte haben wir den Grundstein für den Sieg gelegt“, atmete ein erleichterter Chefcoach Gabriel Senciuc tief durch.

Unterensingen kann die Fehler nicht nutzen

Nicht ein einziges Mal musste Wangen einen Rückstand oder zumindest ein Remis hinnehmen. Ein wenig unbequem wurde es allenfalls zwischen der 19. und 26. Minute, als die MTG, in Hälfte eins in der Abwehr bisweilen löchrig wie ein Emmentaler, die Treffer zum 10:9 beziehungsweise 14:13 kassierte. Allerdings ließ Unterensingen, nach vier Spieltagen weiter auf den ersten Punkt wartend, die mannschaftliche Geschlossenheit vermissen. Viel zu oft waren Alleinunterhalter wie der herausragende Florian Brändle oder aber Mike Pracht in einem Team ohne Teamwork vollkommen verloren.

Als entscheidend erwiesen sich die Minuten 31 bis 51, als die MTG lediglich vier Treffer nach der Pause zuließ (von 17:14 auf 27:18). Das Wangener Publikum entwickelte überdies ein feines Gespür, die Mannschaft ohne großartiges Trara zu unterstützen. „Auch ohne den beruflich verhinderten Michel Fischer sowie einem angeschlagenen Sebastian Staudacher (Wadenverletzung, d. Red.) haben wir im Kollektiv funktioniert“, freute sich Gabriel Senciuc. Der Coach versäumte es freilich auch nicht, seine Vorgänger in den höchsten Tönen zu loben: „Ganz besonders Markus Rosenwirth und Timo Feistle haben mir ein intaktes Team übergeben. Dafür bin ich dankbar und werde deshalb demütig bleiben“, sagte er.

Aufsteiger Hohenems am Tabellenende der Württembergliga

Nun ist also am Samstag der Handball-Club Hohenems um Spielertrainer Gernot Watzl zu Gast. Der HC ist erstmals in der Württembergliga Süd präsent und steht nach fünf Niederlagen – zuletzt ein ernüchterndes 18:26 bei der SG Herbrechtingen-Bolheim, wo Wangen eindrucksvoll 33:19 siegte – am Tabellenende.

Sebastian Staudacher, MTG-Co-Trainer und so etwas wie die graue Eminenz im Wangener Team, erwartet dennoch kein leichtes Spiel. Dennoch gibt der 29-Jährige den Optimisten: „Es ist schon kurios, dass wir inzwischen gerade in der Endphase Spiele gewinnen, die wir in der Vergangenheit noch verloren haben. Daher ist mir auch vor Hohenems nicht bange.“

Warum auch?

MTG: Kucera, Nerger; Aaron Mayer (12/6 Siebenmeter), Paul (5), Glatzel (4), Kuttler (3), Bader, Elia Mayer (je 2), Bächle, Staudacher (je 1), Endraß, Hannes Fischer, Geyer, Plieninger.– Beste SKV-Torschützen: Pracht (9/4), Brändle (7).– Bes. Vork.: Rote Karten Kuttler (MTG/3 x 2 Minuten 56. Minute; Bürkner (SKV/3 x 2 Minuten 43.).– Zuschauer: 600.

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