MTG Wangen feiert ihren ersten Saisonsieg

Lesedauer: 4 Min

 Jens Bader zählte am Samstagabend zu den Besten im MTG-Trikot.
Jens Bader zählte am Samstagabend zu den Besten im MTG-Trikot. (Foto: Archiv: Thorsten Schneider)
Uli Coelius

Zweites Spiel und der erste Sieg – zudem hoch verdient. Mit einem vor allem nach der Pause ungefährdeten 36:28 (17:15)-Erfolg im Bezirksderby bei der HSG Langenau/Elchingen am Samstagabend im Pfleghof haben sich die Handballer der MTG Wangen in der Württembergliga Süd eindrucksvoll zurückgemeldet.

„Dieser Sieg tut besonders der Moral gut und wird für weiteren Auftrieb sorgen“, sagte Co-Trainer Sebastian Staudacher, der selbst sieben Mal für die überzeugenden Wangener traf.

Das insgesamt unglückliche 34:36 zum Saisonauftakt gegen den Oberligaabsteiger und Liga-Mitfavoriten TSV Deizisau erwies sich recht schnell als Makulatur. Wobei der MTG durchaus in die Karten spielte, dass Henrik Schenk aus studienbedingten Gründen erst gar nicht dabei war, und Felix Junginger, der zweite im Prinzip nicht zu ersetzende Spieler bei den Gastgebern, schon in der 32. Minute nach drei Mal zwei Minuten die Rote Karte sah. Frei von Süffisanz sah Sebastian Staudacher darin durchaus einen Vorteil „Das hat die Langenauer natürlich geschwächt und uns entsprechend gestärkt.“

Gleichwohl Staudacher unumwunden zugab, „dass wir in der ersten Hälfte doch einige Mühe hatten. In Halbzeit zwei setzte sich dann allerdings unser konsequentes Spiel mehr und mehr durch.“ Aus einer von Cheftrainer Gabriel Senciuc geforderten stabilen Abwehr setzte Wangen ein ums andere Mal über erste und zweite Welle deftige Nadelstiche. „Ausdrücklich hervorheben möchte ich die Außen Jens Bader und David Paul, die ihre Sache ausgesprochen gut gemacht haben“, verteilte Staudacher zwei verdiente Fleißkärtchen. Im Prinzip war die relativ einseitige Partie bereits in der 48. Minute gelaufen, als David Paul mit seinem sehenswerten Treffer auf 30:20 stellte. „Danach haben wir es etwas ruhiger angehen lassen können“, räumte Staudacher ein.

In den letzten zehn Minuten bekam sogar Nachwuchs-Keeper Felix Jäkle seine Chance, der den privat verhinderten Adam Kucera in Ergänzung zu Stammtorhüter Sebastian Nerger ersetzt hatte. Mit Plattitüden geht Sebastian Staudacher für gewöhnlich sparsam um.

Dennoch sagte der Co-Trainer nach dem ungefährdeten Sieg in Langenau: „Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt. Doch befinden wir uns auf einem guten Weg. Was uns allen in Langenau besonders gut gefallen hat, war eine exzellente Abwehrarbeit.“ Gerade im wichtigen Duell Sechs gegen Sechs habe die MTG fast durchweg vorteilhaft agiert.

Nun darf sich Wangen auf zwei Wochen Pause freuen, bevor das nächste Auswärtsspiel in Herbrechtingen-Bolheim ansteht. „In dieser Zeit gilt es, unseren Rückkehrer Marc Kuttler einzubauen, den wir dringend benötigen“, verrät Sebastian Staudacher. Der baumlange „Shooter“ könnte im Angriff das angestrebte Tempospiel weiter variieren. Langenau hat jedenfalls gezeigt, dass die MTG einen guten Weg geht.

MTG: Jäkle, Nerger; Aaron Mayer (11/6), Paul, Staudacher (je 7), Elia Mayer (4), Bader, Bächle, Michel Fischer (je 2), Plieninger (1), Endraß, Hannes Fischer, Geyer. - Beste HSG-Torschützen: Braun (7), Buntz (6). - Zuschauer: 350.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen