MTG trennt sich von Markus Rosenwirth

Lesedauer: 4 Min

Ist nicht mehr Coach der MTG-Handballer: Markus Rosenwirth.
Ist nicht mehr Coach der MTG-Handballer: Markus Rosenwirth. (Foto: Sascha Riethbaum)
Schwäbische Zeitung

Rund eine Woche nach der Niederlage beim SKV Unterensingen und dem damit verbundenen Absturz auf einen Abstiegsplatz in der Württembergliga Süd haben die Chefs der Handballabteilung der MTG Wangen die personelle Reißleine gezogen: Am Sonntag gaben sie die Trennung von Trainer Markus Rosenwirth bekannt. Übergangsweise betreut Kapitän Sebastian Staudacher die Mannschaft als Spielertrainer.

„Die Verantwortlichen der MTG Handball haben sich in der momentan schwierigen sportlichen Situation zu einer Veränderung auf der Position des Cheftrainers entschlossen. Markus Rosenwirth ist nicht mehr Trainer der Herren 1“, heißt es in der Erklärung der Abteilung.

Die „schwierige sportliche Situation“ stellt sich spätestens seit dem Spiel in Unterensingen prekär dar: Die deutliche 27:33-Pleite bei den (allerdings favorisierten) Gastgebern hatte das Abrutschen auf Platz 13 in der Tabelle der Württembergliga Süd zur Folge – und damit den vorletzten und einen fixen Abstiegsrang.

Überdies hatte die MTG in den bis dato 20 Spielen der laufenden Saison lediglich vier Siege einfahren können. Mit zwölf Punkten haben die Wangener derzeit nur noch die abgeschlagene HSG Albstadt vor sich, allerdings nach wie vor Anschluss an das möglicherweise rettende Ufer zum Klassenverbleib.

„Angesichts der Verdienste von Markus Rosenwirth in unserer Abteilung bedauern wir diesen Schritt sehr. Diese Entscheidung fiel uns schwer. Doch die Ergebnisse haben nicht gestimmt und in letzter Konsequenz waren wir zum handeln gezwungen“, wird MTG-Handball-Abteilungsleiter Matthias Vetter in der Erklärung vom Sonntag zitiert. Hintergrund: Rosenwirth hatte jahrelang erfolgreich als MTG-Spieler agiert und die Traineraufgabe erst zu Beginn der Saison vom langjährigen Coach Timo Feistle übernommen. „Wir bedanken uns sehr für die gute Arbeit von Markus Rosenwirth“, so Vetter weiter.

Mit dem Trainerwechsel erhofft sich die MTG, „den nötigen Impuls zu setzen um in den letzten sechs Spielen das Maximum raus zu holen und das für uns so wichtige Ziel Klassenerhalt zu schaffen“, erklärt der Abteilungsleiter. Das Training werde zunächst von Sebastian Staudacher übernommen. Zugleich ist die MTG auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung für den Trainerposten: „Die Gespräche mit potenziellen Kandidaten laufen“, so die Abteilung in der Mitteilung.

Ziel sei es jetzt, „alle Kräfte in der Abteilung zu bündeln um den Klassenerhalt zu erreichen“. Damit will die MTG am kommenden Samstag beginnen. Dann steht die nächste Auswärtsaufgabe an. Und dabei ist sie sicher Favorit, geht es doch um 20 Uhr ausgerechnet gegen die HSG Albstadt. Und die hat in dieser Saison überhaupt erst vier Punkte ergattert.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen