MTG ist in der Favoritenrolle

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 Jakob Glatzel und die MTG Wangen hoffen auf zwei Punkte in Ostfildern.
Jakob Glatzel und die MTG Wangen hoffen auf zwei Punkte in Ostfildern. (Foto: Thorsten Schneider)
Uli Coelius

Die MTG Wangen setzt wie gewohnt einen Bus ein. Abfahrt am Parkplatz P14 an der Realschule ist am Samstag um 16.15 Uhr.

Auch im zweiten Spiel hintereinander gegen einen Aufsteiger haben sich die Wangener Handballer mit der Favoritenrolle anzufreunden. Die prächtig gestartete MTG muss in der Württembergliga Süd gegen die HSG Ostfildern ran. Anpfiff in der Körschtalhalle von Scharnhausen ist am Samstag um 20 Uhr.

Im April 2007 kam es zum Zusammenschluss zwischen TB Ruit und TSV Scharnhausen. Seitdem präsentiert sich das Team unweit des berühmten Stuttgarter Fernsehturms als HSG Ostfildern. Der Aufstieg in die Württembergliga Süd gilt bei den Aktiven als großer Erfolg der noch jungen Handball-Spielgemeinschaft, sozusagen kurz vor der Pubertät stehend. Allerdings halten sich die bisherigen Erfolge in der neuen Klasse in Grenzen. Mit 2:8 Punkten (ein Sieg, vier Niederlagen) flatterten die „Filder-Falken“ – in keiner Weise flügge – auf einen für sie ungewohnten Abstiegsplatz.

Zuletzt musste sich die Mannschaft um das neue Trainergespann Frank Ziehfreund/Michl Jäger beim Aufstiegsanwärter TSV Wolfschlugen überraschend deutlich 31:39 geschlagen geben. Von einer „löchrigen Abwehr“ war danach konkret die Rede. Obwohl sich die HSG, ähnlich wie Wangen auf den Nachwuchs bauend, mit dem ehemaligen Zweitliga-Mann Mihailo Durdevic in der Defensive minutiös verstärkte. Auch gilt es (noch) als Randerscheinung, dass sich die HSG im Gegensatz zur MTG mit den A-Junioren für die Nachwuchs-Bundesliga in der Gruppe Süd qualifizierte.

Viele Gespräche des Trainers

„Das kann der HSG Ostfildern auf Dauer schon weiterhelfen“, vermutet Sebastian Staudacher, der die Wangener A-Junioren erfolgreich trainiert. „Allerdings wachsen dann auch die Begehrlichkeiten im Stuttgarter und Esslinger Raum.“ Wo bekanntlich zahlreiche namhafte Vereine in unmittelbarer Konkurrenz zueinander stehen. Interessiert die Wangener freilich nur peripher. Mit vier Siegen in Folge und lediglich einer Niederlage fährt die MTG zuversichtlich nach Scharnhausen. „Es ist doch klar, dass wir auch bei der HSG Ostfildern etwas Zählbares mitnehmen wollen“, sagt Co-Trainer, Kreisläufer und Abwehrchef Staudacher. Der 29-Jährige hat seine beim 32:26-Erfolg über Aufsteiger Hohenems verstärkt aufgebrochene Wadenverletzung einigermaßen auskuriert.

„Wir werden nach Stand der Dinge in Bestbesetzung antreten“, verrät Staudacher. „Außerdem kann ich zu 100 Prozent versichern, dass wir trotz des tollen Starts als MTG jederzeit auf dem Boden bleiben.“ Dafür sorgt schon Chefcoach Gabriel Senciuc, der besonders mit den jungen Spielern zahlreiche Einzelgespräche führt. „Er ist, ohne die Verdienste eines Markus Rosenwirth aus der vergangenen Saison zu schmälern, ein großartiger Motivator und Zuhörer“, findet Sebastian Staudacher.

So lange wie möglich den Lauf beibehalten, heißt es für die MTG. In der Spielzeit 2017/18 an der Klippe zum Absturz stehend, versteht Wangen die aktuelle Saison auch als Werbung in eigener Sache. Und das ist gut so.

Die MTG Wangen setzt wie gewohnt einen Bus ein. Abfahrt am Parkplatz P14 an der Realschule ist am Samstag um 16.15 Uhr.

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