Marc Kuttler ist mit der MTG Wangen auf Platz zwei in der Württembergliga.
Marc Kuttler ist mit der MTG Wangen auf Platz zwei in der Württembergliga. (Foto: Sascha Riethbaum)
Uli Coelius

Ohne wesentliche Verschnaufpause haben die Wangener Handballer gleich die nächste knifflige Aufgabe der Württembergliga Süd zu absolvieren. Denn am Samstag muss die MTG im nächsten Spitzenspiel beim favorisierten Oberliga-Absteiger TSB Schwäbisch Gmünd ran. Angepfiffen wird die Partie zwischen dem noch ungeschlagenen Gastgeber und dem Liga-Vierten aus dem Allgäu am Samstag um 19.30 Uhr in der Großen Sporthalle an der Katharinenstraße. „Es ist klar, dass wir als Außenseiter gelten“, findet MTG-Co-Trainer Sebastian Staudacher. Doch will Wangen beweisen, dass es nicht zu Unrecht den besten Teams in Württemberg angehört.

Es ist fürwahr kein Geheimnis, dass beide Mannschaften seit gut und gerne zehn Jahren aus gemeinsamen Oberligazeiten inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis verbindet. Nicht selten kam es zu entsprechenden Trainingslagern und Testspielen im Weltkurort Oberstaufen. „Das müssen wir komplett ausblenden“, verrät Sebastian Staudacher. „Für uns geht es in darum, zu zeigen, dass wir auch mit einem recht kleinen Kader in dieser Liga einiges bewegen können.“

Unglückliche Niederlage

Es steht außer Frage: Die Wangener Handballer müssen eine kräftige Schippe drauflegen, um beim von vielen Experten als Aufstiegskandidat Nummer eins titulierten Gastgeber aus Schwäbisch Gmünd glänzen zu können. „Ich schätze Gmünd weitaus stärker ein als etwa Spitzenreiter TSV Heiningen“, sagt Staudacher, der wegen seiner Wadenverletzung als Abwehrchef und Top-Kreisläufer länger im Wangener Lager fehlt. In Heiningen handelte sich die MTG zuletzt eine etwas unglückliche 25:29-Niederlage ein. „Ganz wichtig wird sein, welche Rolle wir in den letzten wichtigen 15 Minuten spielen“, sagt der 29-Jährige.

Dass womöglich der direkte und attraktive Vergleich zwischen den beiden wohl herausragenden Württembergliga-Torjägern Aaron und Aaron – Aaron Fröhlich bei Schwäbisch Gmünd und Aaron Mayer bei Wangen –, einen Spiel entscheidenden Unterschied machen könnte, lässt Staudacher nur bedingt gelten: „Da ist zwar was dran. Doch sollten wir nicht vergessen, dass Schwäbisch Gmünd als Oberliga-Absteiger und Favorit auf allen Positionen überragend besetzt ist.“ Das zeigte jüngst besonders das bemerkenswerte 35:21 bei Abstiegskandidat SG Herbrechtingen-Bolheim.

Auch wenn noch ein paar Fragezeichen stehen hinter den am Knie verletzten Michel Fischer und Marc Bächle, lässt sich die MTG nur bedingt beeindrucken. „Wir wissen, was wir können, und haben aus dem Heiningenspiel zudem unsere Lehren gezogen“, weiß Staudacher.

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