Lichtblick heißt Hilfe auf unbürokratisch

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Mit viel Herzblut und Frauenpower helfen sie sozialschwachen Familien. Die Vorstandsmitglieder des Vereins „Lichtblicke-hilft F
Mit viel Herzblut und Frauenpower helfen sie sozialschwachen Familien. Die Vorstandsmitglieder des Vereins „Lichtblicke-hilft Familien“. (Foto: Claudia Bischofberger)
Caludia Bischofberger

Von beeindruckenden Hilfsaktionen wurde bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Lichtblicke – hilft Familien“ im Weberzunfthaus berichtet. Diese sollen auch im Jahr 2018 fortgeführt werden. Der Verein umfasst 165 Mitglieder. Davon sind 14 ehrenamtlich engagierte Frauen im Vorstand. Mit viel Frauenpower und Herzblut sorgt dieser Verein dafür, den Gedanken der Nächstenliebe in die Tat umzusetzen. Im Jahr 2017 wurden 99 Kindern mit ihren Familien unterstützt. So bekamen zum Beispiel Kinder mit Handicap eine Reittherapie, Nachhilfeunterricht wurde übernommen oder Kindergartengebühren bezahlt.

„Immer mehr Familien haben große Probleme, ihren Kindern eine angemessene Teilhabe an Bildungsangeboten und am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, so lautete die Aussage von Helga Osterberger, die als eine von drei Vorsitzenden für die Bearbeitung der Anträge zuständig ist. Mit steigender Tendenz würden Gesuche aus Schulsozialarbeit, Kindergärten, örtlichen Vereinen, aber auch aus den eigenen Reihen bei ihr eingehen.

Lücken füllen ohne Papierkrieg

Was ist, wenn die Mutter oder der Vater plötzlich erkrankt und die finanziellen Mittel für eine Haushaltshilfe fehlen? „Lichtblick“ versucht, schnell und ohne großen Papierkrieg die Lücken zu füllen. Auch im Todesfall von Vater oder Mutter würde ab dem Todestag kein Geld mehr für eine Familienpflegerin bezahlt. Der Verein ist bemüht auch in solch schweren Zeiten den Familien unterstützend zur Seite zu stehen.

Wenn eine Familie in Not gerät, leiden die Kinder sehr darunter. Und auch in der Region fehlt es ihnen oft an ganz alltäglichen Dingen wie Schulranzen oder warmen Winterschuhen. Auch hier setzt sich der Verein aktiv ein, indem Sachgegenstände erwirbt und sie dorthin schickt, wo sie gebraucht werden.

Osterberger erzählt in ihren Ausführungen auch von den sieben „Leihomas“, die dem Verein zur Verfügung stehen. Hier werden ältere und junge Menschen auf ganz besondere Art zusammengeführt. Denn nicht jede junge Familie habe die Großeltern gleich um die Ecke. Auch hier sei die Nachfrage so groß, dass auch schon Anfragen abgewiesen werden mussten.

Und auch Familien mit behinderten Kindern werden auf besondere Weise bedacht. Durch die Organisation von Freizeit, werden Aktivitäten aller Art sowohl für drinnen und draußen angeboten. Dazu gehören Kutsche fahren, Tanzen, backen und noch viele andere Dinge, die der Unbeschwertheit und Erleichterung beitragen und die Sorgen des Alltags für einige Stunden vergessen lassen.

Marion Lang, die den Verein gegründet hat und zu einer der drei gleichberechtigten Vorsitzenden zählt, schaut einem freudigen Jubiläum voraus. Im Oktober soll das zehnjährige Bestehen des Vereins gebührend gefeiert werden. „ Denn es wurde viel erreicht und ebenso viel getan“, freut sich Lang. Bei den Wangener Welten wird sich der Verein auch mit einem eigenen Stand vorstellen.

Anne Martin ist die dritte im Bunde der Vorsitzenden und pflegt die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Flyer ist bereits erstellt und bis zur Jubiläumsfeier, die am 13. Oktober 2018 im Dorfgemeindehaus in Deuchelried stattfindet, soll auch der neue Internetauftritt fertig sein.

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