Leupolz blickt auf ein außergewöhnliches Jahr 2018 zurück

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 Leupolz blickt auf ein bewegendes Jahr zurück. Das Bild zeigt (von links) OB Michael Lang, Christ Mohr, Zweite Vorsitzende der
Leupolz blickt auf ein bewegendes Jahr zurück. Das Bild zeigt (von links) OB Michael Lang, Christ Mohr, Zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde, Pfarrer Claus Blessing und Ortsvorsteher Anton Sieber. (Foto: Bischofberger)
Claudia Bischofberger

„Der Neujahrsempfang ist eine gute Gelegenheit zurückzuschauen, auf das, was uns gut gelungen ist“, so bereitete Ortsvorsteher Anton Sieber die Gäste auf seinen Rückblick vor, indem er das zurückliegende Jahr als außergewöhnlich beschreibt. Auch wenn man über die Nachrichten den Eindruck bekäme, dass es der ganzen Welt furchtbar schlecht erginge, so sei Pessimismus fehl am Platz.

„Denn gemäß der typischen Allgäuer Art gelingen uns jedes Jahr neue Superlative“, so Sieber. Angefangen bei der Schule. Diese sei mit 17 Schülern in der ersten Klasse zwar klein, aber zukunftsträchtig und überschaubar. Bis in den Nachmittag hinein gäbe es für die Schüler vielfältige Angebote und Platz zur Entfaltung. Auch die freiwillige Feuerwehr sei mit neuer Schutzkleidung und Löschmitteln gut aufgestellt. Doch am wichtigsten und mit Geld nicht aufzuwiegen, seien die zur Verfügung stehenden Männer und Frauen für die Einsätze. Dank modernstem Gerät ist es aktuell den Mitarbeitern des Bauhofs möglich den Unmengen an Schnee Herr zu werden. Ein hochtechnisierter Unimog und ein neuer Druckluftanhänger sorgen für freie Bahn auf den Straßen. Die Männer und Frauen des Museumvereins hätten im Sommer vorbildlich das öffentliche Grün rund um den Kirchberg gehegt und gepflegt. Und auch das Backhaus hätte sich laut Sieber wunderbar dort eingefügt.

Bewegtes Jahr für die Verwaltung

Auch die Ortsverwaltung habe ein bewegtes Jahr hinter sich. Dank Nina Ostertag sei das Büro in Leupolz wieder regelmäßig geöffnet. Da diese die Verwaltung jedoch nicht von Grund auf gelernt habe, bat Sieber die Bürger um Verständnis, dass im Rathaus noch nicht alles perfekt sein kann. Dies müsse erst noch wachsen. Nicht ganz so positiv sähe es bei den Gewerbe -und Wohnbauflächen aus. „Doch es ist ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar“, sagt der Ortsvorsteher. Der Ortschaftsrat müsse bei Null anfangen und es gäbe in dieser Sache sehr viel zu tun. Dankbar ist Sieber für die wenigen Leerstände. Bauarbeiter würden stets die große Herausforderung annehmen, um eine neue Nutzung eines nicht mehr gebrauchten Hauses vorzubereiten. Die Außenbereichssatzungen für Allewinden und Reischmann stünden nun fest. Zwar wurde aus diesen Wohnplätzen heraus die Entwicklung von zusätzlichen Wohnplätzen erleichtert, das sei jedoch keine Lösung für Fremde. Die Möglichkeit für Familienmitglieder die Wohnungen zu bauen, sei jedoch gegeben. Diese Weiler sollen auch vor störendem Gewerbe geschützt werden.

Sieber lobte die Arbeit der mannigfaltigen Vereine im Dorf. Sie trügen dazu bei, die Freizeit aller mit schöner Beschäftigung und netten Begegnungen zu bereichern. Erwähnenswert sei dieses Jahr besonders der Schützenverein, der auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Für das Jahr 2019 steht noch eine Ortschaftsratswahl an. Bisher hatte Leupolz noch keine Parteien, die die nötigen Kandidaten suchen und Listen machen. Neben 15 bis 20 Kandidaten werden zahlreiche Unterstützer gesucht, damit dies funktioniert. Was die Ortsverwaltung angeht, sagte Sieber: „Wir können mehr als mancher glaubt, wir sind nicht perfekt, aber wir werden mit jedem schwierigen Fall besser.“

Christa Mohr, die zweite Vorsitzende der christlichen Kirchengemeinde, konnte als zweite Rednerin ebenfalls auf ein bewegendes Jahr zurückblicken. Gleich im Januar 2018 hätten die Sternsinger über 2600 Euro für ein Projekt in Indien gesammelt. Die Kolpingfamilie hätte bei der „Aktion Hoffnung“ 500 Euro durch eine Kleidersammlung an ein Projekt in Bolivien spenden können. Es wurden Brunnen geschmückt, trotz Buchsbaumzündler und Kräuterbüschel zur Kräuterweihe gebunden. Trotz Trockenheit waren reichlich Obst und Gemüse für das Erntedankfest zur Verfügung. Schließlich zierte zu Weihnachten eine schön geschmückte Krippe und Christbäume das Herz der Kirche. Dies war auch der Kolpingfamilie zuzuschreiben. Mit Verspätung, aber nicht wegen des Schnees, sondern eher aufgrund der zahlreichen Termine an diesem Dreikönigstag, kam OB Michael Lang. In seiner Rede betonte er einmal mehr, dass Leupolz das ganz Jahr über Unglaubliches leiste. Ob Schule, Kirche oder Kindergarten. Leupolz sei ein Ort mit engagierten Bürgern in sämtlichen Bereichen. Musikalisch umrahmt wurde derEmpfang von der Jugendmusikkapelle Leupolz-Karsee.

Zahlen und Fakten zur Gemeinde im Jahr 2018

1025 Einwohner

13 Geburten

12 Sterbefälle

3 Trauungen, davon zwei im „Himmelszipfele“

11 Ortschaftsratssitzungen

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