Die Peter-Lenzin-Band sorgte für einen stimmungsvollen Abend im Jazzpoint.
Die Peter-Lenzin-Band sorgte für einen stimmungsvollen Abend im Jazzpoint. (Foto: Steinhauser)
Tine Steinhauser

Einen kleinen Schwenk nach Deutschland hat am Freitagabend die schweizer Peter-Lenzin-Band auf ihrer Tournee durch die Heimat gemacht, auf der sie die CD „Love&Life“ vorstellt. Aus dem schweizerischen Marbach im Rheintal stammt der Bandleader und Saxophonist Peter Lenzin, der schon mit verschiedenen Musikern zusammenspielte.

„Es hat geheißen, ich darf Dialekt reden“, begrüßte er das Wangener Publikum im Jazzpoint, „wenn es nicht geht, dann sagt Bescheid“, fügte er schmunzelnd hinzu. Doch nach den ersten Klängen stand fest: Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Und wem an diesem Abend die Anmoderation entgangen wäre, weil er kein Schweizerdeutsch spricht, der hat trotzdem noch einen richtig guten Abend voller Musikgenuss erlebt.

Lenzin hat die vielen Facetten des Jazz auf einem Album zu einem Klangerlebnis zusammengebracht. „Da wird gerockt, gechillt und gegroovt“, hieß es in der Ankündigung. Swing, Funk, Reggae, Disco-Groove sind die Stilrichtungen, die Lenzin auf der CD vereint, dazu gibt es überraschenderweise Alphorn und die griechische Laute Bouzouki zu hören – musikalische Vielfalt eben.

Die Musikfreunde im Schwarzen Hasen waren vom ersten Moment an voll dabei. „Ich erzähle mit meinen Liedern Geschichten“, sagt Lenzin, vom Urlaub in ‚Saint Tropez‘, ein hitverdächtiger Song, aus dem Alltag oder in ‚Brother’s Groove‘ von der Musikleidenschaft, die er mit Bruder seinem Bruder Enrico schon seit mehr als 30 Jahren teilt und lebt. Gemeinsam haben sie im Jahr 2017 den Rheintaler Kulturpreis gewonnen, der den kuriosen Namen ‚Goldiga Törrga‘ trägt.

Am Freitagabend wurde Lenzin von Saki Hatzigeorgiou (Gitarre, Bouzouki), Stephan Rheintaler (Bass), Enrico Lenzin (Schlagzeug, Alphorn), Marcel Waldburger (Piano) begleitet. Miriam Sutter sorgte für den Gesang. Doch bei aller Virtuosität der Musiker, bei aller Spielfreude, bei dem weiten musikalischen Spektrum, da war noch mehr: Lenzin kommt mit seinen Eigenkompositionen eher unaufgeregt daher, feinfühlig, authentisch, das ist es, was überzeugt. Klar, dass das Publikum eine Zugabe verlangte.

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