300 Gäste aus dem Wangener Stadtgebiet kamen am Donnerstag zum 24. Seniorennachmittag ins Gemeindezentrum St. Ulrich.
300 Gäste aus dem Wangener Stadtgebiet kamen am Donnerstag zum 24. Seniorennachmittag ins Gemeindezentrum St. Ulrich. (Foto: Vera Stiller)
Schwäbische Zeitung
Vera Stiller
Redakteurin

Gemeinsam bei Kaffee und Kuchen einen schönen Nachmittag zu verbringen, sich von Musik berühren zu lassen und dem Jahresrückblick von Oberbürgermeister Michael Lang aufmerksam zuzuhören – für 300 Bürgern der Großen Kreisstadt Wangen war das am Donnerstag Grund genug, trotz des spätsommerlichen Wetters in das Gemeindezentrum St. Ulrich zu kommen.

„Ich dachte schon, ich wäre heute allein hier“, scherzte der Rathauschef und freute sich, zusammen mit den Gästen etwas Zeit verbringen zu können. Wie zuvor schon Gerd Locher, Vorsitzender des Seniorenrates, so stellte auch Michael Lang Nils Feltgen vor, der seit dem 1. Oktober Nachfolger von Bernhard Draxler ist und als solcher die Veranstaltung für die Senioren künftig organisieren wird. Hatte Locher seiner Begrüßung den Satz von Wilhelm Busch „Stets findet Überraschung statt. Da, wo mans nicht erwartet hat“ vorangestellt, so setzte der Oberbürgermeister das Dichterwort in die Tat um. Neben den vielen Dingen, die innerhalb des zurückliegenden Jahres die Menschen von Stadt und Land beschäftigt hatten, war es „das große Abenteuer“, von dem Michael Lang zu erzählen wusste – und die Zuhörer voller Begeisterung zuhören ließ.

Man merkte es Lang an, dass er noch immer unter dem positiven Eindruck des Stafettenlaufs nach Prato steht und, wie er selber sagte, dieses Ereignis nicht vergessen wird. „Es war für die 50 Teilnehmer eine echte Herausforderung, die 655 Kilometer zu bewältigen, um anschließend an den Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich der seit 30 Jahren währenden Partnerschaft der Städte Wangen und Prato teilzunehmen“, war sich Lang sicher. In diesem Zusammenhang forderte der Oberbürgermeister alle dazu auf, „gesund, in Bewegung und miteinander verbunden zu bleiben“, damit man sich 2024 bei der Landesgartenschau wiedersehen könne. Wobei Lang die Einladung aussprach, bereits beim nächsten Bürgerspaziergang am Freitag, 26. Oktober, ab 15 Uhr, mit dabei zu sein, um die fortschreitende Entwicklung des Geländes zwischen der Gallusbrücke und dem Erba-Areal in Augenschein zu nehmen.

Informationen gab es ebenso von Karin Kristen, die den neu gegründeten Verein „Nachbarschaftshilfe Wangen“ vorstellte. Von Januar bis September habe es bereits 2693 Einsatzstunden und 11 365 gefahrene Kilometer sowie 450 ehrenamtlich geleistete Stunden hinsichtlich der „Hilfe für ältere, kranke und bedürftige Menschen“, aber auch „für Familien im Gebiet der Stadt bei der Versorgung kranker und/oder behinderter Familienmitglieder“ gegeben, hielt Kristen vor Augen. Um zu ermuntern: „Wir suchen ständig nach weiteren Helferinnen und Helfern.“

Dann war es Zeit für die Musik. Das Akkordeonorchester unter der Leitung von Olga Bussovikov erfreute ebenso mit klassischer Notenliteratur wie mit Ohrwürmern aus der Welt der Volksmusik und der Schlager. Nachdem sich die Mundharmonika-Gruppe des Bürgerforums, die sich um Erich Schöllhorn gebildet hat, erstmals präsentierte und zum regelmäßigen Mitmachen animierte, wurde gesungen. Begleitet von den Akkordeonspielern stieg man „hoch auf den gelben Wagen“, besuchte den „Brunnen vor dem Tore“ und versuchte, sich nicht vom „Heidenröslein“ stechen zu lassen.

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