Schwäbische Zeitung

Das Stadtteilfest gehört zum Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Es ist dasselbe Programm, das auch Mittel zur Sanierung des Gebiets rund um den Schornstein sowie für die Pförtnerloge samt anschließender Halle und das Comptoirgebäude an die Stadt gegeben hat. Ziel des Stadtteilfestes ist es, die Neue Mitte in der Erba wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

Zum Tag des offenen Denkmals wird es am Sonntag, 9. September, von 11 bis 18 Uhr wieder das Stadtteilfest in der Erba geben. Gemeinsam planen die Stadt Wangen, die Vereine, Clubs und Schulen sowie die Bewohner von Auwiesenweg und Erba-Areal das Programm sowie das internationale Verpflegungsangebot. Das teilt die Stadt Wangen in einer Ankündigung mit.

Das Fest mit einem bunten Showprogramm und vielen Informationen rund um die Erba beginnt um 11 Uhr. Auf der Bühne unweit der Alten Spinnerei wechseln sich Musik-, Tanz-, Folklore- und Karatevorführungen ab. Eingeladen zum Mitfeiern und zum Umschauen in der neuen Mitte der Erba beim Lindenhof sind nicht nur die Bewohner des Stadtteils, sondern alle, die sich für die Geschichte der ehemaligen Spinnerei und Weberei sowie für deren aktuelle Entwicklung interessieren. So wird der Förderverein Erba Museum seine zwischenzeitlich stark angewachsene Sammlung in der neuen Unterkunft in der Alten Spinnerei zeigen. Die Mitglieder demonstrieren dabei auch, wie ein Webstuhl funktioniert. Außerdem führen sie dreimal über das Gelände und erläutern insbesondere die sozialen Einrichtungen der Erba: Treffpunkt ist jeweils in der Erba-Ausstellung um 12.15, 14.15 sowie um 16.15 Uhr.

Auf eine Tour über das Landesgartenschaugelände nehmen auch die Gästeführer Beate Leupolz und Andreas Rommel um 11.30 und 15.15 Uhr interessierte Besucher mit. Sie geben unter dem Titel „Das war-das ist-das wird“ einen Einblick in die Themen Erba und Landesgartenschau 2024. Treffpunkt ist am Landesgartenschau-Container.

Das Pförtnergebäude steht von 14 bis 16 Uhr, das Wasserkraftwerk von 15 bis 18 Uhr zur Besichtigung offen. Das mit Förderung durch das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus sanierte Comptoirgebäude ist ebenfalls geöffnet. Dort zeigt die Stadt Wangen eine Ausstellung der Aussichtsturm-Modelle, die Studierende der TU Stuttgart entworfen und konstruiert haben. Ebenfalls im Comptoirgebäude informieren das Team Jugendarbeit und der Soziale Dienst der Stadt Wangen über ihre gemeinsame Arbeit im Gebiet Erba/Auwiesen. Auch das Schülerforschungszentrum (SFZ) wird mit einem Infostand vor Ort sein. Zum städtischen Angebot gehören auch Informationen zur Landesgartenschau 2024 im grünen Landesgartenschau-Container. Über eigene Themen informieren die Christengemeinschaft und der Verein Lebenswerk, die ebenfalls im Stadtteil beheimatet sind.

Die Eigentümer, die auf dem Gelände in die Sanierung der alten Gebäude investieren, informieren und laden teilweise auch zur Besichtigung ein. So hat die Familie Forster einen Infostand in der Neuen Spinnerei, Ritter Immobilien informiert vor Ort bei den Arbeiterhäusern und die Genossenschaft WohnenPlus stellt ihr Projekt an einem Stand vor (jeweils ab 11 Uhr). Steinmetz-Meisterin Steffi Schneider lädt ebenfalls ab 11 Uhr zur Besichtigung des Magazins ein, Briegel Architekten öffnen von 11 bis 15 Uhr den ehemaligen Konsum für Interessierte und zeigen eine Ausstellung zum Thema Baupreis Allgäu.

Bereits zum vierten Mal wurde der „baupreis allgäu“ verliehen. Ausgezeichnet wurden Bauherren und ihre Planer für ihre beispielgebenden Bauwerke in der Region. Zur Baukultur im Allgäu entstand eine Ausstellung, die sich seit dem Frühjahr auf Wanderschaft befindet und nun im Rahmen des Stadtteilfestes Halt in Wangen machen wird. Eröffnung der Ausstellung in der Neuen Spinnerei ist am Sonntag, 9. Oktober, um 14 Uhr. Franz G. Schröck vom Architekturforum Allgäu wird durch die Ausstellung führen und ab Montag, 10. September, ist die Ausstellung bis einschließlich Freitag. ganztags auf dem neuen Spinnereiplatz zu sehen

Wer sich gerne aktiv betätigen möchte, kann sich beim Centro d‘amicizia Boccia-Italia zum Boccia Spielen auf der Bahn mitten im Gelände einfinden. Ingrid Baun vom Netzwerk Asyl musiziert mit Kindern voraussichtlich auf dem Platz. Die Karateschule Imeri sowie Karate Dojo Butoku-Kai und die Ideal Capoeira-Gruppe geben einen Einblick in ihre Sportarten, die Freie Waldorfschule Wangen zeigt ihre Vielseitigkeit und die portugiesische Folkloregruppe tanzt sowohl mit ihrer Erwachsenen- wie auch mit ihrer Kindergruppe. Auch die türkische Folkloregruppe zeigt traditionelle Tänze aus ihrer Heimat. „Hot like Beats“ sorgt für Musik.

Speziell an Kinder und Jugendliche richten sich folgende Angebote ab 11 Uhr: Das städtische Jugendhaus bietet Straßen-Mikado, Jenga, Diabolo, Hullahup und andere Spiele an. Jugendliche ab 15 Jahren können mit Schmiedemeister Matthias Grabow Schlüsselanhänger schmieden. Cécile von Frankenberg entwirft mit Erba-Hülsen kreative „Fadenfiguren“ – eine Mitmachaktion für große und kleine Künstler. Außerdem können sich Kinder im Portugiesischen Kulturzentrum von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr schminken lassen. Der Reit- und Fahrverein bietet auf dem Festgelände von 11 bis 13 Uhr Ponyreiten an.

Auch 2018 wird nach internationalen Rezepten gekocht, gebrutzelt und gebacken, so dass die Besucher das internationale Flair der Erba auch kulinarisch genießen können. So servieren das Centro d‘amicizia Boccia-Italia, das Elterncafé Auwiesenweg, die Talanderschule, der Türkische Sportverein, der Portugiesische Kulturverein, der „Pizzabäcker“ für das Quartier Erba-Auwiesen, Reiner Zeh, der Karateverein Butoku Kai, WohnenPlus und das Jugendhaus Leckeres vom Grill, vom Herd und aus dem Backofen.

Das Stadtteilfest gehört zum Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Es ist dasselbe Programm, das auch Mittel zur Sanierung des Gebiets rund um den Schornstein sowie für die Pförtnerloge samt anschließender Halle und das Comptoirgebäude an die Stadt gegeben hat. Ziel des Stadtteilfestes ist es, die Neue Mitte in der Erba wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

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